Geschäftsbericht Verkehrsbetriebe St.Gallen
Daniel Zuberbühler
Unternehmensleiter
Geschätzte Leserinnen, geschätzte Leser
Das vergangene Jahr stand für die Verkehrsbetriebe St.Gallen (VBSG) im Zeichen der Weiterentwicklung. Nicht durch einzelne spektakuläre Innovationen, sondern durch einen kontinuierlichen Veränderungsprozess im Unternehmen. Unser Anspruch ist klar: Wir wollen die besten Rahmenbedingungen schaffen – für unsere Mitarbeitenden, für unsere Fahrgäste und für unsere Region.
Die Zahlen zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Die Nachfrage nach dem öffentlichen Verkehr bleibt hoch, der Betrieb läuft stabil, und zentrale Projekte entwickeln sich planmässig. Ein wichtiger Meilenstein war der weitere Ausbau der Infrastruktur für unsere Batterietrolleybusse. Damit schreitet die Elektrifizierung unserer Flotte konsequent voran und bringt uns unserem Ziel eines vollständig elektrischen Linienbetriebs bis 2032 näher.
Gleichzeitig haben wir im Unternehmen wichtige Grundlagen für die Zukunft gelegt. Innovation bedeutet für uns nicht nur neue Technologien, sondern auch bessere Strukturen, klare Prozesse und eine moderne Führungskultur. Im vergangenen Jahr haben wir deshalb wichtige Schritte im Prozessmanagement umgesetzt und begonnen, unsere Abläufe systematisch zu erfassen, zu strukturieren und weiterzuentwickeln. Das schafft Transparenz, erhöht die Effizienz und stärkt die Zusammenarbeit über Abteilungen hinweg.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Entwicklung unserer Führungskräfte. Gute Führung ist entscheidend für den Erfolg eines Unternehmens – besonders in einem Betrieb, der jeden Tag tausende Menschen sicher und zuverlässig durch die Stadt bringt. Wir investieren deshalb gezielt in die Weiterentwicklung unserer Führungskompetenzen und stärken eine Führungskultur, die Menschlichkeit, Zusammenarbeit auf Augenhöhe und unternehmerisches Denken fördert.
Diese Veränderungen sind Teil eines umfassenden Strategieprozesses, den wir gemeinsam im Unternehmen angestossen haben. Ziel ist es, die VBSG langfristig weiterzuentwickeln und auf die Herausforderungen der kommenden Jahre auszurichten.
Besonders erfreulich ist, dass sich dieser Weg auch in der Zufriedenheit unserer Mitarbeitenden widerspiegelt. Die aktuelle Mitarbeiterbefragung zeigt das beste Resultat seit Messbeginn vor 13 Jahren. Das bestätigt, dass die eingeleiteten Massnahmen wirken und wir gemeinsam auf dem richtigen Kurs sind.
Der Wandel eines Unternehmens gelingt jedoch nur, wenn er von vielen getragen wird. Mein herzlicher Dank gilt deshalb allen Mitarbeitenden der VBSG. Ihr täglicher Einsatz im Fahrdienst, in der Instandhaltung, in der Planung, in der Verwaltung und in vielen weiteren Funktionen bildet die Grundlage für einen zuverlässigen öffentlichen Verkehr in unserer Region.
Gemeinsam arbeiten wir weiter daran, die VBSG Schritt für Schritt zu verbessern – damit wir auch in Zukunft ein starker Partner für die Bevölkerung, für unsere Kundinnen und Kunden und die Stadt St.Gallen bleiben.
Daniel Zuberbühler
Unternehmensleiter VBSG
Kennzahlen
| 2025 | 2024 | 2023 | 2022 | 2021 | |
| Mitarbeitende (Vollzeitstellen) | 311.6 | 293.3 | 276.4 | 291.0 | 303.4 |
| Fahrgäste | 32’741’000 | 31’532’000 | 28’335’000 | 26’717’000 | 21’078’000 |
| Fahrgäste pro Tag | 89’700 | 85’200 | 77’800 | 73’400 | 57’900 |
| Ertrag | 55’019’000 | 53’108’000 | 54’141’000 | 54’645’000 | 46’108’000 |
| Verkehrsertrag | 31’787’000 | 29’577’000 | 27’778’000 | 25’078’000 | 21’710’000 |
| Übriger Ertrag | 3’349’000 | 3’015’000 | 2’984’000 | 3’607’000 | 3’623’000 |
| Abgeltungen | 19’883’000 | 20’516’000 | 23’379’000 | 25’960’000 | 20’775’000 |
| Aufwand | 50’219’000 | 51’571’000 | 54’008’000 | 49’395’000 | 48’091’000 |
| Personalaufwand | 32’195’000 | 32’476’000 | 30’647’000 | 30’239’000 | 31’008’000 |
| Sachaufwand | 12’832’000 | 13’255’000 | 14’905’000 | 12’954’000 | 10’891’000 |
| Sonderaufwand | 5’192’000 | 5’840’000 | 8’456’000 | 6’202’000 | 6’192’000 |
| Unternehmensergebnis | 4’800’000 | 1’537’000 | 133’000 | 5’250’000 | −1’983’000 |
| Kostenunterdeckung | 15’083’000 | 18’979’000 | 23’246’000 | 20’710’000 | 22’758’000 |
| Fahrzeuge (ohne Anhänger) | 85 | 87 | 104 | 104 | 100 |
| Doppelgelenktrolleybusse | 7 | 7 | 7 | 7 | 7 |
| Doppelgelenkbatterietrolleybusse | 13 | 13 | 11 | 11 | 11 |
| Gelenktrolleybusse | 15 | 15 | 16 | 16 | 17 |
| Gelenkbatterietrolleybusse | 20 | 20 | 20 | 20 | 6 |
| Gelenkautobusse | 1 | 3 | 20 | 20 | 23 |
| Dreiachsautobusse | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 |
| Standardautobusse | 17 | 17 | 18 | 18 | 20 |
| Midibusse | 6 | 6 | 6 | 6 | 10 |
| Midibusse batteriebetrieben | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 |
| Anhänger | 5 | 5 | 5 | 5 | 5 |
Im Berichtsjahr beförderten die VBSG 32.7 Millionen Fahrgäste. Dies entspricht einer Zunahme von 3.8 Prozent gegenüber dem Vorjahr (31.5 Millionen).
Die positive Nachfrageentwicklung ist auf die kontinuierliche Weiterentwicklung des Angebots, gezielte Optimierungen der Linienführung sowie kleinere Ausbauten im Fahrplan zurückzuführen. Sie unterstreicht die hohe Akzeptanz des öffentlichen Verkehrs in der Bevölkerung und stärkt die Rolle der VBSG als attraktive Mobilitätsanbieterin. Vor dem Hintergrund der öffentlichen Sparbestrebungen bleibt es für die kommenden Jahre entscheidend, das bestehende und bewährte Angebot zu sichern und dessen Qualität nachhaltig zu gewährleisten.
Die Abgeltungen reduzierten sich um 0.6 Millionen Franken auf 19.9 Millionen Franken und machten 2025 rund 36.1 Prozent des Gesamtertrags aus (Vorjahr 38.6 Prozent). Die Elektrifizierung wurde teilweise mit einem Direktbeitrag von 0.6 Millionen aus den freien Reserven der VBSG finanziert.
Im Geschäftsjahr 2025 resultierte ein Unternehmensergebnis von + 4.8 Millionen Franken, was einer Verbesserung von 3.3 Millionen Franken gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Kostendeckungsgrad erhöhte sich deutlich auf 70.0 Prozent (Vorjahr 63.2 Prozent). Zum positiven Jahresergebnis trugen insbesondere höhere Ticketeinnahmen sowie tiefere Unterhaltskosten für Fahrzeuge bei.
Der Fahrbetrieb war im Berichtsjahr durch besondere Anlässe geprägt. Während der Frauen-Fussball-EM wurden Fantransporte von der Innenstadt zur Arena angeboten, ähnlich wie bei Spielen des FC St.Gallen. Im Zusammenhang mit der OLMA wurde erstmals auf den Breitfeld-Pendelbetrieb verzichtet, da der Parkplatz aufgehoben wurde. Stattdessen wurde die Linie 6 gezielt verstärkt, wodurch die Erschliessung des Messegeländes sichergestellt werden konnte.
Dank des Fahrleitungsausbaus bis zur Zürcher Strasse und dem Ladepunkt Hinterberg konnte erstmals ein Winterbetrieb mit Batterietrolleybussen auf den Linien 3, 4, 7 und 8 stattfinden. Die weiteren Ausbauten Richtung Wittenbach und St.Georgen stellen inzwischen eine ausreichende Ladeinfrastruktur bereit. Der Fahrleitungsausbau bei den VBSG ist damit abgeschlossen.
Die Elektrifizierung der VBSG-Fahrzeugflotte ist weit fortgeschritten: Bereits rund 75 Prozent der Transportleistung erfolgen mit Strom aus Wasserkraft. Ziel ist ein vollständig elektrischer Linienbetrieb ab 2032. Für die Quartierlinien werden neue Elektrobusse beschafft, für welche im Jahr 2025 die Ausschreibung durchgeführt wurde.
Per 31.12.2025 beschäftigten die VBSG 334 Mitarbeitende (311.6 FTE). Die Belegschaft umfasst 278 Männer und 56 Frauen; im Fahrdienst arbeiten 262 Mitarbeitende. Insgesamt stammen die Mitarbeitenden aus 27 verschiedenen Ländern.
Die Fluktuationsquote lag 2025 bei 4.78 Prozent und damit auf einem tiefen Niveau. Durch eine konsequente Steuerung der Arbeitszeiten und einen personellen Überbestand im Fahrdienst konnten zudem die Überzeiten deutlich reduziert werden, was die Mitarbeitenden spürbar entlastete.
Vergleich Fahrgastzahlen VBSG 2015 – 2025
Veränderungen Geschäftsleitung
Im Jahr 2025 kam es zu diversen Veränderungen in der Geschäftsleitung. Samuel Keiser, Leiter Angebotsentwicklung, wurde neu in die Geschäftsleitung aufgenommen. Ebenfalls per 1. Januar 2025 übernahm Carmen Lama als Leiterin Kommunikation und Unternehmensentwicklung diese neu geschaffene Rolle und verstärkt seither mit ihrem Team die Geschäftsleitung sowie das gesamte Unternehmen. Der Bereich Finanzen & Personal wird von Kurt Hüppi geführt, der diese Funktion seit November 2024 inne hat. In seinem Team trat Anfang Oktober zudem Sarina Gloor ihre Funktion als Personalverantwortliche an. Der bisherige Leiter Betrieb verliess die VBSG per Ende Oktober. Komplettiert wird die Geschäftsleitung durch Daniel Zuberbühler, Unternehmensleiter, sowie Urs Studerus, Leiter Technik und stellvertretender Unternehmensleiter.
Neue Unternehmensstrategie
Die Geschäftsleitung erarbeitete im Jahr 2025 eine neue Vision und Strategie. Der Stadtrat nahm diese im Sommer 2025 zur Kenntnis und verabschiedete gleichzeitig die überarbeitete Eignerstrategie. Zur Umsetzung der Vision wurden drei strategische Handlungsfelder definiert: Betriebliche Fitness, Nachhaltigkeit und Kooperationen. Im Fokus der betrieblichen Fitness stehen die systematische Weiterentwicklung und Dokumentation von Prozessen, die nachhaltige Steigerung der Mitarbeitendenzufriedenheit sowie Investitionen in Infrastruktur und Informatik. Die Nachhaltigkeit wurde strategisch gestärkt mit dem Ziel, die Dienstleistungen künftig klimaneutral zu erbringen und soziale Themen wie Gleichberechtigung und Diversität weiter zu fördern. Im Handlungsfeld Kooperationen wird geprüft, inwiefern ausgewählte Dienstleistungen – beispielsweise im Bereich Fahrschule – Dritten angeboten werden können; hierzu erfolgt zunächst eine Potenzialanalyse.
Qualitätsmanagement & Audit
Im vergangenen Jahr wurde der Aufbau des Prozessmanagements systematisch angegangen. Prozessverantwortliche wurden benannt, ins Prozessmanagement eingeführt und entsprechend für den Umgang mit dem Prozessmanagement-Tool geschult. Parallel dazu entstand eine Prozesslandkarte, auf deren Basis zentrale Prozesse identifiziert und nach Dringlichkeit priorisiert und anschliessend dokumentiert wurden. Zudem wurde ein Rollendiagramm erstellt, das die Aufgaben und Verantwortlichkeiten der Prozessbeteiligten klar festlegt. Damit wurde eine solide Grundlage geschaffen, um Prozesse künftig noch effizienter und kosteneffektiver zu steuern und kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Weiteres Nachfragewachstum
Im vergangenen Fahrplanjahr verzeichneten die VBSG erneut einen Anstieg der Fahrgastzahlen gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt nutzten 32.7 Millionen Fahrgäste das Angebot der VBSG, was einer Steigerung von 3.8 Prozent entspricht. Diese positive Entwicklung konnte unter anderem durch kleinere Ausbauten am Fahrplanangebot erzielt werden. Es unterstreicht aber auch die hohe Akzeptanz des in den letzten Jahren kontinuierlich und erfolgreich weiterentwickelten Angebots in der Bevölkerung.
Für die kommenden Jahre wird es, trotz der öffentlichen Sparbestrebungen entscheidend sein, Sorge zum bestehenden und bewährten Angebot zu tragen und dessen Qualität langfristig zu sichern.
Angebotsverbesserungen
Die im letzten Bericht dargestellten Angebotsverbesserungen im Fahrplanangebot 2025 haben sich gemäss den ausgewerteten Nachfragekennzahlen bewährt. Dazu gehören insbesondere die Taktverdichtungen an Wochenenden auf den Linien 1 und 2, die Inbetriebnahme der neuen Haltestelle Müller-Friedberg, Massnahmen zur Erhöhung der Fahrplanstabilität auf den Linien 7 und 8, die Schliessung von Taktlücken auf der Linie 10, der Angebotsausbau auf der Linie 12 sowie die Einführung eines neuen Nachtbuskonzepts.
Auf Basis der ersten Betriebserfahrungen, aber auch durch verschiedene Inputs aus der Bevölkerung und dem Fahrdienst, wurden im Verlauf des vergangenen Jahres gezielte Anpassungen vorgenommen, welche direkt in das Fahrplanangebot 2026 eingeflossen sind.
Rückblick Fahrbetrieb
Der Fahrbetrieb war im Berichtsjahr durch besondere Anlässe geprägt. Im Sommer wurden im Rahmen der Frauen-Fussball-Europameisterschaft Fantransporte von der Innenstadt zur Arena angeboten, analog zu den regulären Fussballspielen des FC St.Gallen. Im Zusammenhang mit der OLMA wurde erstmals auf den Breitfeld-Pendelbetrieb verzichtet, da der Parkplatz aufgehoben wurde. Stattdessen wurde die Linie 6 verstärkt, wodurch die Erschliessung des Messegeländes auch unter veränderten Rahmenbedingungen sichergestellt werden konnte.
Insgesamt konnte über das Jahr hinweg eine hohe Verfügbarkeit der Leistungen und ein weitgehend reibungsloser Betrieb gewährleistet werden. Trotz vereinzelter betrieblicher Herausforderungen blieben die Auswirkungen für die Fahrgäste gering.
243’000 Fahrgäste kontrolliert
Im Berichtsjahr wurden insgesamt 243’000 Fahrgäste inklusive der Fahrgäste der Mühleggbahn kontrolliert, was einem Kontrollgrad von 0.73 Prozent entspricht. Aufgrund unerwartet hoher Fahrgastzahlen auf den Linien 3, 4, 6, 7 und 8 in den Monaten November und Dezember lag der Kontrollgrad unter dem angestrebten Wert von 0.8 Prozent. Da die Einsatzplanung für die Kontrollen jeweils bereits im Oktober finalisiert wird, waren kurzfristige Korrekturen nicht mehr möglich; zu diesem Zeitpunkt deutete noch alles auf eine Zielerreichung hin. Positiv hervorzuheben ist, dass auf keiner Linie der Mindestkontrollgrad von 0.6 Prozent unterschritten wurde. Von den kontrollierten Reisenden verfügten 2 Prozent über keinen gültigen Fahrausweis (1.2 % im Vorjahr).
Die neu eingestellten Mitarbeitenden im Kontrollteam haben sich gut eingelebt und bereits weiterentwickelt. Zur Stärkung der Handlungskompetenz im Kundenkontakt wurde zudem eine gezielte Weiterbildung im Umgang mit schwierigen Situationen und herausfordernden Fahrgästen durchgeführt, ergänzt durch Einzeltrainings mit einem externen Trainer.
Längere Streckensperrungen infolge Baustellen
Im Berichtsjahr führten zwei grössere Baustellen zu längerfristigen Umleitungen im Busbetrieb. In Wittenbach wurde die Sanierung der Romanshornerstrasse im zweiten Baujahr fortgeführt. Während der Sommerferien konnte die Haltestelle Wittenbach, Zentrum zeitweise nicht bedient werden. Für die Quartiere rund um die Grüntalstrasse wurde am Morgen ein zusätzlicher Bus eingesetzt. Das gemeinsam mit Kanton und Gemeinde erarbeitete Ersatzkonzept bewährte sich. Auch im Quartier Bruggwald kam es aufgrund der Sanierung eines Abwasserkanals zu Einschränkungen. Während rund acht Monaten verkehrte die Linie 11 über eine Umleitung via Kronbühl mit neuer Endhaltestelle Bruggwald. Die Haltestelle Bruggwaldpark entfiel, und Wittenbach, Abacus-Platz wurde provisorisch verschoben.
Grössere Bahnersatzleistungen für die Appenzeller Bahnen
Im Berichtsjahr führten Bauarbeiten der Appenzeller Bahnen auf der Strecke zwischen St.Gallen und Trogen zu mehrwöchigen Streckensperrungen. Die dafür erforderlichen Bahnersatzleistungen wurden öffentlich ausgeschrieben und von den VBSG übernommen. Der Einsatz umfasste zunächst Randstundenleistungen im Frühling sowie einen umfangreichen Ersatzverkehr während der Totalsperrung in den Sommerferien, der teilweise durch Regiobus AG unterstützt wurde. Nach der Wiederaufnahme des Bahnverkehrs folgten weitere Abendleistungen sowie eine zusätzliche einwöchige Sperrung im Herbst mit Ersatzverkehr zwischen St.Gallen und Notkersegg. Zusätzlich erbrachten die VBSG im Berichtsjahr weitere Bahnersatzleistungen zwischen St.Gallen und Appenzell.
Grosse Veranstaltungen in der Stadt
Auch im Berichtsjahr fanden zahlreiche Veranstaltungen statt, die den öffentlichen Verkehr beeinflussten, darunter Fasnacht, Auffahrtslauf, WEURO 2025, St.Gallerfest, OLMA und weitere regionale Anlässe. Diese erforderten Linienumleitungen, zusätzliche Verkehrsleistungen sowie eine enge Abstimmung mit Behörden und Veranstaltern, während der reguläre Betrieb weiterhin zuverlässig aufrechterhalten wurde. Der damit verbundene Planungs- und Dispositionsaufwand war beträchtlich, konnte jedoch dank guter Vorbereitung und Zusammenarbeit erfolgreich bewältigt werden. Besonders hervorzuheben sind die reibungslosen Besuchertransporte während der WEURO 2025 sowie der OLMA.
Kampagnen im Bus
Im Berichtsjahr würdigten die VBSG den im Vorjahr erreichten Fahrgastrekord von über 31 Millionen mit einer Dankesaktion. Im Mai verteilten Mitglieder der Geschäftsleitung persönlich Saatguttütchen an Fahrgäste mit der Botschaft «Danke, dass Sie mit uns fahren». Unter dem Motto «Wir wachsen weiter» griff die Aktion symbolisch das Fahrgastwachstum sowie den Nachhaltigkeitsgedanken der Elektrifizierung der Busflotte auf.
Ein weiteres Highlight war ein Fotowettbewerb im Rahmen der Klimawoche «#sanktgallenwirdklimaneutral». Fahrgäste konnten auf Instagram Fotos mit Bezug zu Natur und Nachhaltigkeit einreichen und an einer Verlosung teilnehmen. Als Hauptpreis wurde ein Jahresabonnement für die Zone 210 / 211 vergeben.
Parallel dazu beteiligten sich die VBSG an weiteren Kampagnen, unter anderem an der schweizweiten Aktion «Sicherheit im öV» des Verbands öffentlicher Verkehr.
Neuorganisation Informations- und Verkaufsstelle VBSG
Im Zusammenhang mit einer Pensionierung und der Ausbildung von neuem Ablösepersonal wurde die Organisation der Informations- und Verkaufsstelle im Rathaus überprüft und neu geregelt. Ziel war es, die fachliche Verantwortung klar zu definieren und den Einsatz des Ablösepersonals langfristig zu sichern.
Das neue Modell sieht einen Fachverantwortlichen sowie drei Ablösen aus dem Fahrdienst vor. Zwei sich teilweise überlappende Schichten von Montag bis Freitag bleiben bestehen, während die Informations- und Verkaufsstelle am Wochenende geschlossen ist.
Die Neuorganisation hat sich bewährt: Sie verbessert die Planbarkeit, stellt die fachliche Kontinuität sicher und verbindet Einsätze im Fahrdienst mit Tätigkeiten im Verkauf.
VBSG-interne Fahrplankommission
Zur besseren Abstimmung von Fahrplananpassungen wurde im Berichtsjahr eine Fahrplankommission gebildet. Sie setzt sich aus Mitarbeitenden des Fahrdienstes und der Fahrdienstleitung zusammen und bringt Praxiserfahrungen systematisch in die Angebotsentwicklung ein.
Die Kommission nahm ihre Arbeit im Sommer auf und konnte bereits mehrere Verbesserungen für das Fahrplanangebot 2026 einbringen. Sie hat sich als wertvolles Gremium für die Diskussion und Bewertung von Anpassungen etabliert und wird auch künftig in entsprechende Prozesse einbezogen.
Personal
Per 31. Dezember 2025 beschäftigten die VBSG 336 Mitarbeitende, was 311.6 Vollzeitäquivalenten (FTE) entspricht. Der Altersdurchschnitt liegt bei 48 Jahren, das durchschnittliche Dienstalter beträgt 11 Jahre. Das längste bestehende Dienstverhältnis umfasst 44 Jahre. Der jüngste Mitarbeitende ist 15 Jahre alt, der älteste über 65 Jahre. Von den insgesamt 336 Mitarbeitenden sind 280 Männer und 56 Frauen beschäftigt. Im Fahrdienst arbeiten 262 Mitarbeitende, davon 223 Männer und 39 Frauen. Der Anteil der Teilzeitbeschäftigten beträgt 22 Prozent (77 Mitarbeitende), darunter 49 Männer und 26 Frauen. Die Belegschaft der VBSG ist international geprägt: Mitarbeitende aus insgesamt 27 verschiedenen Ländern tragen zur kulturellen Vielfalt des Unternehmens bei.
Fluktuation
Die Fluktuationsquote lag im Jahr 2025 bei 4.78 Prozent und bewegt sich damit auf einem vergleichsweise tiefen Niveau. Dies unterstreicht die insgesamt stabile Personalsituation. Die aus der Mitarbeiterzufriedenheitsumfrage 2022 abgeleiteten Massnahmen wurden konsequent weiterverfolgt und zeigen Wirkung. Dies spiegelt sich insbesondere in der gesunkenen freiwilligen Fluktuation wider.
Überzeiten reduziert
Durch eine konsequente Steuerung der Arbeitszeiten sowie einen personellen Überbestand im Fahrdienst konnten die Überzeiten deutlich gesenkt werden. Dies führte zu einer spürbaren Entlastung der Mitarbeitenden, verbessert die Planbarkeit der Arbeitszeiten und stärkt die Leistungsfähigkeit im operativen Betrieb.
Mitarbeitendenzufriedenheit
Im November 2025 nahmen rund 55 Prozent der Mitarbeitenden an der Zufriedenheitsumfrage teil (2022: 60 Prozent). Die Ergebnisse sind die besten seit Beginn der Erhebung vor 13 Jahren. Die durchschnittliche Zufriedenheit liegt bei 3.25 von 4 Punkten. Besonders positiv bewertet wurden der Gesamteindruck, die Führung sowie der Arbeitsinhalt. Verbesserungsbedarf zeigt sich insbesondere bei der räumlichen und technischen Infrastruktur sowie bei den Themen Aus- und Weiterbildung und Anstellungsbedingungen. Im Vergleich mit anderen Personentransportunternehmen schneidet die VBSG in nahezu allen Kategorien besser ab. Einzig bei der räumlichen und technischen Infrastruktur liegt der Wert unter dem Branchendurchschnitt.
Fokus auf Führungsentwicklung
Im Jahr 2025 setzten die VBSG einen Schwerpunkt auf die Weiterentwicklung der Führungskultur. Die Werte der Stadt St.Gallen wurden in einem internen Prozess für die VBSG interpretiert und organisationweit kommuniziert. Darauf aufbauend wurden Führungsleitlinien abgeleitet und mit dem Kader vertieft diskutiert. In der Folge startete ein strukturiertes Führungstraining mit dem Ziel, die Leitlinien im Führungsalltag zu verankern und die Führungskräfte mit praxisnahen Instrumenten zu unterstützen. Damit soll die Führungsqualität nachhaltig gestärkt und die Werte der VBSG im Arbeitsalltag gelebt werden, was langfristig zu einer höheren Mitarbeitendenzufriedenheit beitragen soll.
Personaldisposition
Das Jahr 2025 stand in der Personaldisposition im Zeichen des Abbaus von Überstunden. Die durchschnittlichen Stundensalden im Fahrbetrieb konnten innerhalb eines Jahres von rund 150 auf knapp 70 Stunden reduziert werden. Gleichzeitig blieb die Wunscherfüllungsquote bei der automatischen Personaldisposition mit 85 bis 95 Prozent auf einem hohen Niveau. Weiter verbesserten Anpassungen bei der Planung der Personalreserve sowie klar definierte Zeitfenster für Verfügerdienste die Planbarkeit der Arbeitseinsätze und reduzierten so kurzfristige Einsätze an arbeitsfreien Tagen.
Rekrutierung und Ausbildung
Im Berichtsjahr wurden 34 neue Fahrdienstmitarbeitende rekrutiert und erfolgreich ausgebildet, darunter 14 Quereinsteiger. Damit konnte der Personalbedarf gedeckt und gleichzeitig ein gezielter Personalüberbestand aufgebaut werden. Dieser trug dazu bei, Überstunden weiter abzubauen und Pensionierungen sowie Fluktuationen frühzeitig aufzufangen.
Im Rahmen der obligatorischen Weiterbildungen (CZV-Kurse) wurden mit dem gesamten Fahrpersonal sicherheitsrelevante und praxisnahe Themen behandelt. Dazu gehörten unter anderem Fahrzeugbrand, Evakuierung bei Brand im Bus, Fahrzeugstörungen sowie das Rückwärtsfahren mit dem Doppelgelenkbus. Zur weiteren Qualitätssicherung und -steigerung wurden ergänzend zu den externen Audits zusätzliche interne Audits durch das Qualitätsmanagement eingeführt. Die Ausbildungsqualität konnte auch im Jahr 2025 auf einem sehr hohen Niveau gehalten werden. Dies zeigt sich in einer ausgezeichneten Prüfungserfolgsquote von 96.8 Prozent.
Fahrleitungsausbau abgeschlossen
Dank des ersten Ausbauschritts der Fahrleitung in Richtung Abtwil – von der St.Leonhard-Strasse bis zur Zürcher Strasse – sowie des zusätzlichen Ladepunkts beim Hinterberg konnte erstmals ein Winterbetrieb mit Batterietrolleybussen auf den Linien 3, 4, 7 und 8 sichergestellt werden. Dieser Betrieb erfolgte allerdings noch ohne grössere Leistungsreserven. Mit den beiden weiteren Ausbauschritten im vergangenen Jahr steht nun eine ausreichende Ladeinfrastruktur zur Verfügung: In Richtung Wittenbach wurde die Fahrleitung von der Heiligkreuzstrasse bis zum Sonnrainweg erweitert, in Richtung St.Georgen von der Teufenerstrasse beziehungsweise Felsenstrasse bis zur Berneggstrasse.
Noch ausstehend sind einzelne Ergänzungen. Dazu gehören der Ausbau an der Bogenstrasse – derzeit aufgrund der Bauarbeiten am Velotunnel zurückgestellt –, die Installation eines Aufbügeltrichters beim Sonnrainweg nach dem geplanten Umbau der Haltestelle sowie ein zusätzlicher Ladepunkt an der Haltestelle Neudorf / Rorschacherstrasse Zusammen mit der geplanten Spannungserhöhung von 600 auf 750 Volt wird damit künftig eine Stromversorgung mit ausreichenden Reserven sichergestellt.
Alle Billettautomaten modernisiert
Im Jahr 2023 wurde entschieden, die Billettautomaten der VBSG zu modernisieren. Die bestehenden Automaten entsprachen nicht mehr dem Stand der Technik und den Kundenbedürfnissen. Nach der Umrüstung (Retrofit) der 95 mobilen Billettautomaten in den Bussen konnten Anfang 2025 auch die 14 stationären Billettautomaten umgebaut werden. Viele mechanische Teile wurden weiterverwendet, während veraltete elektronische Bauteile ersetzt wurden.
Ab 2032 vollelektrische Busflotte für den Linienbetrieb
Die Elektrifizierungsarbeiten der VBSG sind so weit fortgeschritten, dass rund 76 Prozent der Leistung mit Strom aus Wasserkraft erfolgt. Die Projekte zur Umstellung der Quartierbusse und Ersatzfahrzeuge sind initiiert, damit die VBSG ab 2032 zu 100 Prozent elektrisch fahren. Für die Umstellung der Quartierlinien möchten die VBSG neue Elektrobusse beschaffen. Während der Detailkonzeption zeigte sich, dass die Firma, die den Zuschlag erhielt, nicht in der Lage ist, die bestellten Busse rechtzeitig zu produzieren und mit wirtschaftlichen Problemen kämpft. Aus diesen Gründen kündigten die VBSG im Dezember 2024 den Vertrag. Eine neue Beschaffung wurde im Jahr 2025 durchgeführt und der Zuschlag wird im ersten Quartal 2026 erteilt.
Ladeinfrastruktur
Damit für die Elektrobusse genügend Leistung zur Verfügung steht, wurde eine Trafostation bestellt. Damit steht im Depot zukünftig 2 Megawatt Leistung bzw. 1.8 Megawatt Ladeleistung zur Verfügung. Neben der Trafostation wird die Schreinerei zu zwei Elektroverteilräumen umgerüstet, um die Stromverteilung für das Gebäude und die Ladestationen zu ermöglichen.
Neubauprojekt Busdepot lanciert
Das bestehende Busdepot bietet für die heutige und künftige Busflotte zu wenig Platz und ist auf kleinere Fahrzeuge ausgelegt. Nach dem Abbruch des Projekts für eine gemeinsame Betriebszentrale der Direktion Technische Betriebe inklusive neuem Busdepot wurde ein neues Projekt zur Realisierung eines Busdepots lanciert.
Der Projektauftrag wurde durch die Direktion Planung und Bau, die Direktion Technische Betriebe sowie das Amt für öffentlichen Verkehr freigegeben und umfasst die Prüfung einer Ein- und einer Zweistandortlösung. In Zusammenarbeit mit dem Hochbauamt wurde eine Projektorganisation aufgebaut. Die Anforderungen an das neue Depot wurden auf Basis einer Simulation der Busflottenentwicklung bis 2050 aktualisiert. Alle verfügbaren Parzellen mit einer Fläche von über 3’000 m2 wurden geprüft.
Sanierung bestehendes Busdepot
Das bestehende Busdepot sowie die Betriebseinrichtungen und Büros sind sanierungsbedürftig. Die notwendigen Massnahmen wurden erhoben und grob kostenmässig abgeschätzt. Dazu zählen unter anderem die Erneuerung der Waschanlagen und der Wasseraufbereitung, der Ersatz der Tore, die Versiegelung der Böden in der Einstellhalle, Massnahmen im Bereich Brandschutz, die Begrünung der Dachterrasse, die Instandsetzung der Hebebühnen sowie die Sanierung der Dächer. Ergänzend ist die Installation einer Photovoltaikanlage durch die sgsw vorgesehen. Für die Umsetzung der Sanierungsmassnahmen hat der Stadtrat ein Budget von rund 5 Millionen Franken bewilligt.
VBSG-Bus wird zum mobilen Kindergarten
Nach dem die VBSG die ukrainische Stadt Tschernihiw mit elf ausgemusterten Bussen unterstützte, wurde auch der ehemalige Eventbus gespendet. Dieser wurde mit viel Engagement durch die Hilfsorganisation Swiss for Ukraine gemeinsam mit ukrainischen Flüchtlingen zu einem mobilen Kindergarten umgebaut. Er wird rund 50 Kilometer entfernt vom Frontabschnitt eingesetzt. In diesem Bereich sind die Kindergärten und Schulhäuser weitestgehend zerstört. Dieser Bus ermöglicht nun den Kindern zeitweise den Besuch des Kindergartens. Dieser wurde am 18. November 2025 in die Ukraine überführt.
Neue Hubarbeitsbühne
Am 5. Mai 2025 konnte die neue Hubarbeitsbühne in Empfang genommen werden. Sie wird für Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten an Fahrleitungen, Beleuchtungen und Haltestellen-Infrastruktur eingesetzt. Das Fahrzeug hat 5.5 Tonnen, eine maximale Arbeitshöhe von 22 Metern und einem maximale Korblast von 300 Kilogramm.
Verabschiedung des alten Turmwagens
Während dem Fahrleitungsausbau wurden bei den VBSG der alte und der neue Turmwagen verwendet. So konnte ein Turmwagen bei den Bauarbeiten beigestellt werden. Der Turmwagen MAN Typ 16.262 F ist mittlerweile 34-jährig. Er ist mit einer Arbeitsbühne ausgestattet und seit 2012 im Dienst der Verkehrsbetriebe St.Gallen. Vorher war er bei den Verkehrsbetrieben Zürich im Einsatz. Der alte Turmwagen ist am 16. September 2025 verkauft worden.
Bus Nummer 299 an Arbeitsgemeinschaft Nahverkehrsgeschichte (Bochum) übergeben
Der Bus mit der Betriebsnummer 299 mit Baujahr 2006 hat ein neues Zuhause gefunden. Bei diesem Fahrzeug handelt es sich um den einzig erhaltenen Prototyp einer längeren Bauweise von MAN. Bis zur Übergabe gehörte das Fahrzeug nach wie vor MAN und war nur leihweise bei den VBSG. Da MAN das Fahrzeug nicht mehr zurückwollte, wurde eine zweckmässiger Besitzer gesucht und mit der Arbeitsgemeinschaft Nahverkehrsgeschichte (Bochum) als neue Eigentümerin gefunden. Künftig wird das Fahrzeug dort gelegentlich im Rahmen des Bahnersatzverkehrs zum Einsatz kommen. Diese Einsätze dienen nicht nur dem öffentlichen Verkehr, sondern tragen zugleich dazu bei, den technischen Zustand des Busses durch regelmässige Bewegung zu erhalten.
Zu besonderen Anlässen, wie etwa dem bevorstehenden 130-jährigen Jubiläum des Fahrbetriebs der VBSG im Jahr 2027, wird der Bus auch in der Ostschweiz zum Einsatz kommen und dort an vergangene Zeiten des Stadtverkehrs erinnern.
Energieverbrauch
in Mio. kWh pro Jahr (GWh) für Autobusse, Trolley und BetriebVerteilung Energieverbrauch
CO2-Emissionen
in Kilogramm pro FahrzeugkilometerAutobus-Schadstoffemissionen
in Tonnen pro Jahr
Das Jahr 2025 stand ganz im Zeichen der kontinuierlichen Verbesserung. Dank der Unterstützung vieler Mitarbeitenden ist es gelungen, einen Mehrwert und nachhaltige Perspektiven für die Zukunft zu schaffen.
In diesem Zusammenhang arbeiteten die VBSG an zwei bedeutenden Projekten: den Retrofit der Billettautomaten sowie die optimierte Dienstplanung. Zwei wichtige Köpfe hinter diesen Projekten geben einen Einblick, wie Innovation bei den VBSG gelebt wird.
Neues Leben eingehaucht
Die Billettautomaten waren alt, abgenutzt und am Ende ihrer Laufzeit. Auch trudelten immer mehr Störungsmeldungen über die Billettautomaten ein. Das Ersatzmaterial ist teuer und ist auf dem freien Markt nicht verfügbar und zudem sind zwei getrennte Billettautomatensysteme im Einsatz. Der Zustand der Billettautomaten der VBSG erforderte dringendes Handeln.
Der Vertrag mit dem bestehenden Lieferanten wurde per Ende 2024 gekündigt, wodurch sich für die VBSG neue Möglichkeiten aber wenig Zeit ergaben. Nach intensiven Gesprächen entschieden sich die VBSG für den Retrofit der Billettautomaten und gegen eine komplette Neubeschaffung. Im Zuge des Retrofits setzten sich die VBSG neue Ziele, wie beispielsweise die Verlängerung der Lebensdauer oder mehr Unabhängigkeit. Die Ausschreibung für diesen Auftrag erfolgt im Juni 2023, bereits kurze Zeit später wurde der Auftrag vergeben und das Projekt gestartet.
Moreno Clerici, ICT-System-Betreuer bei den VBSG war ein wichtiger Bestandteil beim Retrofit-Projekt und erklärt was alles dahintersteckt.
Was waren die Hauptargumente für den Retrofit statt einer kompletten Neubeschaffung?
Die Entscheidung hatte mehrere Gründe. Einerseits spielten finanzielle Aspekte eine zentrale Rolle, denn eine komplette Neubeschaffung aller Automaten wäre mit massiv höheren Kosten verbunden gewesen. Zudem zeigte eine Umfrage der Stadt St.Gallen, dass Bargeld weiterhin eine wichtige Rolle spielt, was wir strategisch sehr begrüssten.
Zudem setzte unser bisheriger Lieferant zunehmend auf neue Systeme. Ersatzteile wurden somit teuer und schwer verfügbar. Mit dem Retrofit konnten wir Teile der bestehenden Infrastruktur nutzen und uns gleichzeitig unabhängiger machen.
Welche konkreten Verbesserungen ergeben sich durch den Retrofit?
Wir spüren, wie sich die Zuverlässigkeit deutlich erhöht hat. Wir beklagen deutlich weniger Störungen oder gar Ausfälle. Zudem können wir Ersatzteile nun auf dem freien Markt erwerben und sind so auch deutlich effizienter. Zudem konnten wir unsere Softwareplattform vereinheitlichen, was eine zusätzliche Vereinfachung im Arbeitsablauft ist. Dadurch haben wir heute eine stabile und zukunftsfähige Basis.
Welche strategische Bedeutung hat das Projekt?
Die Lebensdauer unserer Automaten konnten um acht bis zehn Jahre verlängert werden. Das gibt uns eine Planungssicherheit und Flexibilität für zukünftige Entwicklungen. Dabei schielen wir bereits auf das Jahr 2035, denn bis dahin möchte der Tarifverbund Ostwind 95 Prozent der Ticketverkäufe Online abwickeln. Durch den Retrofit konnten wir diese zeitliche Lücke mit grosser Zufriedenheit lösen.
Mit welchen Herausforderungen wurdet ihr konfrontiert?
Wir standen von Beginn an unter grossem Zeitdruck, denn wir haben unseren Vertrag mit dem Lieferanten per Ende 2024 aufgelöst. Somit mussten per Anfang 2025 die neuen Billettautomaten in Betrieb sein. Die Einführungsphase war entsprechend sehr kurz und nur durch den grossen Einsatz aller beteiligten Mitarbeitenden war es möglich dieses Projekt fristgerecht umzusetzen. Sie haben unzählige Stunden und einen immensen Arbeitsaufwand betrieben, was ich nochmal speziell honorieren möchte.
Was ziehst du für ein Fazit zu diesem Projekt?
Der Retrofit ist gelungen, wir sind nun unabhängiger und können auch Störungen einfacher beseitigen. Zudem haben wir keine Lizenzkosten mehr und könnten das System auch noch erweitern.
Wir sehen uns auch darin bestätigt, das Bernmobil auf das gleiche Konzept setzt, um mehr als 600 Billettautomaten zu erneuern.
Zur Person
Moreno Clerici ist 44 Jahre alt und arbeitet seit 4 Jahren bei den VBSG. Er ist als ICT-System-Betreuer tätig. Moreno ist verheiratet. In seiner Freizeit taucht er gerne im Bodensee und geht gerne Reisen.
Marcel, wie wurde die Dienstplanung früher bei den VBSG organisiert?
Früher arbeiteten wir mit einem Jahresturnus. Die Mitarbeitenden waren in rund 6 feste Gruppen mit je 3 Untergruppen eingeteilt und arbeiteten nach dem starren Mustern 5 / 1, 4 / 2, 4 / 2 – also mehrere Arbeitstage gefolgt von fixen freien Tagen. Diese freien Tage waren für das ganze Jahr festgelegt. Wünsche bezüglich Dienstzeiten oder freien Tagen konnten kaum berücksichtigt werden. Wer etwas ändern wollte, musste selbst mit Kolleginnen und Kollegen tauschen. Insgesamt war das System wenig flexibel.
Wie funktioniert die Dienstplanung heute?
Die Planung beginnt bereits im Frühjahr des Vorjahres mit der Ferienplanung für das kommende Jahr. Anschliessend werden die Dienstpläne erstellt. Ein grosser Fortschritt ist dabei die automatische Personaldisposition, die wir seit Juni 2023 einsetzen. Unsere Fahrerinnen und Fahrer können ihre Wünsche zu freien Tagen oder Schichtlagen direkt im System eingeben. In der Regel können wir über 80 Prozent dieser Wünsche erfüllen.
Das System erstellt anschliessend eine Diensteinteilung, die sich möglichst stark an den Wünschen orientiert. Nach der automatischen Planung braucht es nur noch etwa rund zwei bis drei Stunden manuelle Nachbearbeitung. Das System sorgt für eine faire und nachvollziehbare Einteilung.
Welche Rolle spielt die Disposition im täglichen Betrieb?
Neben der langfristigen Planung gibt es die tägliche operative Disposition. Hier geht es darum, kurzfristige Änderungen zu bewältigen – etwa Krankmeldungen oder spontane Termine von Mitarbeitenden. Unser Ziel ist klar: Jeder Bus soll jederzeit besetzt sein und zuverlässig verkehren. Dafür müssen wir oft sehr kurzfristig reagieren und Lösungen finden. Diese Aufgabe übernimmt heute für die ersten drei Tage Abwesenheit die Leitstelle und die weiteren Tage werden durch die Personaldisponenten umdisponiert.
Welche Verbesserungen konntet ihr in den letzten Jahren umsetzen?
Wir entwickeln das System laufend weiter. Ein aktuelles Beispiel: Wenn ein Wunsch nach einer bestimmten Schichtlage nicht erfüllt werden kann, teilt das System heute einfach eine andere Schicht zu. So kann es sein, dass sich ein Mitarbeiter eine Frühschicht wünscht und dann eine Spätschicht zugeteilt erhält. Hier passen wir das System dahingehend an, dass es versucht eine möglichst nahe Alternative zu finden – also nur eine etwas spätere oder frühere Schicht.
Gleichzeitig mussten wir auch klare Regeln definieren. Zu viele individuelle Wünsche würden das System überfordern und wären für den Betrieb nicht umsetzbar. Heute können Mitarbeitende beispielsweise so viele Freiwünsche setzen wie Wochenendtage / Feiertage in einem Kalendermonat enthalten sind plus einen zusätzlichen freien Tag. In besonders intensiven Monaten mit Zusatzleistungen wie dem Open Air oder der OLMA kann die Anzahl etwas reduziert
Wie siehst du die Zukunft der Dienstplanung?
Wir werden die Planung weiter an den Bedürfnissen der Mitarbeitenden ausrichten und schrittweise optimieren – etwa bei der Ferienplanung. Gleichzeitig entwickeln sich die technischen Möglichkeiten weiter. Algorithmen und künftig auch künstliche Intelligenz können dabei helfen, noch bessere Lösungen zu berechnen. Entscheidend bleibt aber der richtige Mix: Der Betrieb muss zuverlässig laufen und gleichzeitig wollen wir eine möglichst hohe Zufriedenheit bei unseren Mitarbeitenden erreichen.
Die VBSG planen, die Leitstelle und Disposition in einem Team zu vereinen.
Was sind die Vorteile?
Die Aufgaben werden vielseitiger. Leitstelle und Disposition wachsen stärker zusammen, die Mitarbeitenden können sich gegenseitig aushelfen. Für alle wird der Job dadurch abwechslungsreicher und flexibler. Das passt gut zu den Anforderungen eines modernen Verkehrsunternehmens.
Zur Person
Marcel Haltiner ist 39 Jahre alt und arbeitet seit 14 Jahren bei den VBSG. Er startete als Chauffeur und war vor seiner Tätigkeit als Leiter Disposition 6 Jahre als Fahrdienstleiter tätig. Marcel ist verheiratet und hat zwei Kinder. In seiner Freizeit wandert er gerne durch den Alpstein und ist als Offizier in der Milizfeuerwehr St.Gallen tätig.
Lagebericht
Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
Der Verkehrsertrag der VBSG betrug per Ende 2025 rund CHF 31.8 Millionen. (Vorjahr CHF 29.6 Millionen). Befördert wurden im Berichtsjahr 32.7 Millionen Fahrgäste. Im Vorjahr waren dies 31.5 Millionen. Dies ist eine Steigerung von + 3.8 Prozent. Dieser sehr erfreuliche und anhaltende Fahrgastanstieg unterstreicht die Wichtigkeit und die Beliebtheit der VBSG bei den Fahrgästen.
Die Nebenerlöse nahmen im Vergleich zum Vorjahr CHF 0.4 Millionen zu und beliefen sich per Jahresende auf CHF 2.9 Millionen. Der übrige Ertrag betrug im Geschäftsjahr 2025, wie im Vorjahr CHF 0.5 Millionen. Die grösste Position innerhalb dieses Ertragsblockes bilden die CO2-Rückvergütungen von myclimate, die die VBSG aufgrund des Einsatzes von Bussen mit Elektroantrieb einfordern konnten.
Die Abgeltungen reduzierten sich um 0.6 Millionen Franken auf 19.9 Millionen Franken und machten 2025 rund 36.1 Prozent des Gesamtertrags aus (Vorjahr 38.6 Prozent). Die Elektrifizierung wurde teilweise mit einem Direktbeitrag von 0.6 Millionen aus den freien Reserven der VBSG finanziert.
Die Stadt hatte dereinst einem entsprechenden Wunsch des Kantons zugestimmt.
Im Geschäftsjahr 2025 resultierte ein Unternehmensergebnis von CHF + 4.8 Millionen (Vorjahr CHF + 1.5 Millionen). Der Kostendeckungsgrad entwickelte sich im Berichtsjahr mit 70.0 Prozent (Vorjahr 63.2 %) erfreulich. Zum guten Geschäftsergebnis haben tiefere Energiepreise, vor allem für den Traktionsstrom, und ein kleinerer Aufwand für den Fahrzeugunterhalt beigetragen.
Geplante Investitionen konnten grösstenteils durchgeführt werden.
Die Eigenkapitalquote beläuft sich zum 31.12.2025 auf komfortable 61.6 Prozent (Vorjahr 57.2 %). Im Jahresdurchschnitt 2025 hatten die VBSG 311.6 Vollzeitstellen (Vorjahr 293.3 Vollzeitstellen) besetzt.
Durchführen einer Risikobeurteilung
Die VBSG haben einen Risikokatalog erstellt und die Risiken in operationelle, finanzielle, Compliance- und Rechts- sowie IT- und Cyber-Risiken unterteilt. Die Risikobewertung erfolgte anhand einer Risikomatrix, die die Eintretenswahrscheinlichkeit und die Auswirkung systematisch berücksichtigt. Die Risikoanalyse dient als Grundlage für die Priorisierung der Prozessaufnahmen und die Ableitung von Kontrollmassnahmen für das neue interne Kontrollsystem, welches sich im Aufbau befindet. Das bisherige interne Kontrollsystem der Vorjahre wurde im Zuge des Neuaufbaus der Prozesslandschaft und der Integration des IKS in die Prozesslandschaft nicht weitergeführt. Kontrollen wurden im Wesentlichen im Rahmen der Jahresabschlusserstellung durchgeführt und dokumentiert.
Bestell-Auftragslage
Das Bundesamt für Verkehr und das Amt für den öffentlichen Verkehr St.Gallen haben die Fahrplanleistungen für das Jahr 2025 und 2026 aufgrund der Offerte der Verkehrsbetriebe aus dem Jahr 2024 bestellt.
Subventionsrechtliche Prüfung der Jahresrechnung durch das Bundesamt für Verkehr nach Art. 37 Abs. 3 PBG
Das Bundesamt für Verkehr prüft die genehmigten Rechnungen der Unternehmen, die vom Bund Finanzhilfen oder Abgeltungen nach dem Eisenbahn- oder dem Personenbeförderungsgesetz erhalten, periodisch oder nach Bedarf. Der Befund der Prüfung liegt zum Zeitpunkt der Publikation des Geschäftsberichtes noch nicht vor.
| Anhang | 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
| in CHF | in CHF | ||
| Aktiven | |||
| Flüssige Mittel | 1 | 15’479’937 | 11’163’890 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2 | 2’973’932 | 2’276’367 |
| Übrige kurzfristige Forderungen | 3 | 2’971’661 | 2’986’793 |
| Vorräte und nicht fakturierte Dienstleistungen | 4 | 2’834’701 | 2’863’062 |
| Aktive Rechnungsabgrenzungen | 5 | 344’899 | 195’599 |
| Total Umlaufvermögen | 24’605’131 | 19’485’710 | |
| Finanzanlagen | 6 | 2’001 | 2’001 |
| Sachanlagen | 7 | 53’284’247 | 57’099’307 |
| Immaterielle Werte | 7 | 94’654 | 186’829 |
| Total Anlagevermögen | 53’380’902 | 57’288’137 | |
| Total Aktiven | 77’986’033 | 76’773’847 | |
| Passiven | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 8 | 5’650’531 | 3’336’354 |
| Kurzfristige verzinsliche Verbindlichkeiten | 9 | 3’571’400 | 3’571’400 |
| Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten | 10 | 659’661 | 502’611 |
| Passive Rechnungsabgrenzungen | 11 | 7’701’725 | 9’147’307 |
| kurzfristige Rückstellungen | 12 | 817’296 | 441’648 |
| Total kurzfristiges Fremdkapital | 18’400’613 | 16’999’319 | |
| Langfristige verzinsliche Verbindlichkeiten | 13 | 5’714’400 | 9’285’800 |
| langfristige Rückstellungen | 14 | 5’734’801 | 6’552’097 |
| Total langfristiges Fremdkapital | 11’449’201 | 15’837’897 | |
| Gesetzliche Reserven gem. Art. 36 PBG | 2’860’885 | 2’860’885 | |
| Bestellerreserven Kanton SG | 11’702’690 | 11’580’708 | |
| Freie Reserven | 28’773’056 | 27’957’609 | |
| Unternehmensergebnis | 4’799’587 | 1’537’429 | |
| Total Eigenkapital | 15 | 48’136’218 | 43’936’632 |
| Total Passiven | 77’986’033 | 76’773’847 |
| Anhang | 2025 | 2024 | |
| in CHF | in CHF | ||
| Nettoerlöse aus Lieferungen und Leistungen | 16 | 31’787’450 | 29’577’277 |
| Nebenerlöse | 17 | 2’897’836 | 2’508’516 |
| Übriger Ertrag | 450’778 | 506’607 | |
| Betriebsertrag | 35’136’064 | 32’592’400 | |
| Abgeltungen | 18 | 19’882’608 | 20’515’653 |
| Gesamtertrag | 55’018’672 | 53’108’053 | |
| Leistungsabhängiger Aufwand | 19 | −5’816’264 | −6’049’417 |
| Deckungsbeitrag | 49’202’408 | 47’058’637 | |
| Löhne | −26’444’442 | −26’559’841 | |
| Sozialversicherungen | −5’116’567 | −5’140’266 | |
| Übriger Personalaufwand | −634’158 | −775’595 | |
| Personalaufwand | −32’195’167 | −32’475’702 | |
| Raum- und Einrichtungsunterhalt | −465’583 | −484’389 | |
| Fahrzeugunterhalt | −2’783’920 | −3’072’202 | |
| Sachversicherungen und Gebühren | −51’592 | −53’116 | |
| Energie und Entsorgung | −380’941 | −381’460 | |
| Verwaltung und IT | −3’272’415 | −3’090’753 | |
| Werbung | −60’877 | −123’403 | |
| Übriger betrieblicher Aufwand | −7’015’327 | −7’205’324 | |
| Betriebliches Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 9’991’914 | 7’377’610 | |
| Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Sachanlagen | −5’406’089 | −5’703’599 | |
| Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Immaterielle Werte | −117’974 | −158’957 | |
| Veräusserungsergebnis Sachanlagen | 57’027 | 71’243 | |
| Betriebliches Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 4’524’877 | 1’586’297 | |
| Finanzertrag | 3’202 | 74’619 | |
| Finanzaufwand | −192’862 | −219’454 | |
| Ausserordentlicher oder periodenfremder Ertrag | 20 | 277’121 | 95’967 |
| Veräusserungsergebnis Immobile Anlagen | 21 | 187’248 | – |
| Unternehmensergebnis | 4’799’587 | 1’537’429 |
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |||
| in CHF | in CHF | |||
| Unternehmensergebnis | 4’799’587 | 1’537’429 | ||
| +/− Ergebnis Anlagenveräusserungen | −57’027 | −71’243 | ||
| +/− Abschreibungen | 5’524’063 | 5’862’556 | ||
| +/− Rückstellungen | −441’648 | 9’824’976 | −508’195 | 6’820’547 |
| Veränderung Nettoumlaufvermögen | ||||
| +/− Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | −697’566 | −58’518 | ||
| +/− Übrige kurzfristige Forderungen | 15’131 | 3’385’824 | ||
| +/− Vorräte und nicht fakturierte Dienstleistungen | 28’361 | 349’702 | ||
| +/− Aktive Rechnungsabgrenzungen | −149’300 | 116’389 | ||
| +/− Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2’314’178 | −170’101 | ||
| +/− Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten | 157’050 | 111’850 | ||
| +/− Passive Rechnungsabgrenzungen | −1’445’582 | 222’273 | 362’799 | 4’097’945 |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit | 10’047’248 | 10’918’492 | ||
| Investierung | ||||
| Zugang aus Sachanlagen | −1’591’030 | −8’933’115 | ||
| Zugang aus immateriellen Werten | −25’799 | − | ||
| Zugang aus Finanzanlagen | −1’616’829 | − | −8'933'115 | |
| Desinvestierung | ||||
| Abgang aus Sachanlagen | 57’027 | 71’243 | ||
| Abgang aus immateriellen Werten | − | |||
| Abgang aus Finanzanlagen | 57’027 | − | 71’243 | |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | −1’559’802 | −8’861’872 | ||
| Free Cashflow | 8’487’446 | 2’056’620 | ||
| Finanzierung | ||||
| Veränderung Eigenkapital | −600’000 | −2’250’000 | ||
| Veränderung kurzfristig verzinsliche Verbindlichkeiten | − | − | ||
| Veränderung langfristig verzinsliche Verbindlichkeiten | −3’571’400 | −3’571’400 | ||
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | −4’171’400 | −5’821’400 | ||
| Veränderung liquide Mittel | 4’316’046 | −3’764’780 | ||
| Liquide Mittel am Anfang der Berichtsperiode | 11’163’890 | 14’928’670 | ||
| Liquide Mittel am Ende der Berichtsperiode | 15’479’937 | 11’163’890 | ||
| Veränderung liquide Mittel | 4’316’047 | −3’764’780 |
Allgemeine Informationen
Die VBSG haben erstmals am 8. November 1894 vom Gemeinderat der Stadt St.Gallen die Konzession zur Personenbeförderung erhalten.
Rechtsform / Sitz
Die VBSG sind eine unselbständige, öffentlich-rechtliche Unternehmung der Stadt St.Gallen mit eigenständiger Rechnungslegung. Der Sitz der Unternehmung ist St.Gallen.
Vollzeitstellen im Jahresdurchschnitt
Im Berichtsjahr betrug der Personalbestand der VBSG 312 Vollzeitstellen im Jahresdurchschnitt, im Vorjahr waren es 293 Vollzeitstellen.
Wichtige Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Rechnungslegungsgrundsätze
Die vorliegende Jahresrechnung der Verkehrsbetriebe St.Gallen (VBSG) wurde gemäss den Bestimmungen der ARPV (Verordnung über die Abgeltung und die Rechnungslegung im regionalen Personenverkehr), welche die Bestimmungen der RKV ab 1. Januar 2025 ersetzt haben, erstellt. Die wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, die nicht bereits durch die ARPV oder das Obligationenrecht vorgeschrieben sind, sind nachfolgend erwähnt. Die Rechnungslegung erfolgt in ganzen Schweizer Franken. Infolge der Rundung führt dies unter Umständen zu leichten Abweichungen bei der Summenbildung.
Schätzungen und Annahmen des Managements
Bei der Erstellung eines Jahresabschlusses muss die Geschäftsleitung Schätzungen vornehmen und Annahmen treffen, die sich auf die im Bericht ausgewiesenen Aktiven und Passiven, die Offenlegung von Eventualverbindlichkeiten und -forderungen zum Zeitpunkt des Jahresabschlusses und auf die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen der Berichtsperiode auswirken. Die tatsächlichen Ergebnisse können von den Schätzungen abweichen. Schätzungen und Annahmen werden kontinuierlich überprüft und basieren auf Erfahrungswerten und sonstigen Faktoren wie zum Beispiel der Erwartung und Einschätzung zukünftiger Ereignisse, die unter den gegebenen Umständen als vernünftig betrachtet werden.
Wesentliche Positionen in der Jahresrechnung, die auf Schätzungen und Annahmen des Managements basieren, sind:
Nahestehende Parteien
Zu den nahestehenden Parteien gehört die Stadt St.Gallen. Transaktionen mit der Stadt St.Gallen erfolgen grundsätzlich zu marktgerechten Bedingungen.
Die VBSG zeichnen auch für die Geschäftsführung der Mühleggbahn AG verantwortlich. Allfällige Leistungen erfolgen auch hier nach dem «Arm’s length-Prinzip».
Der Kanton St.Gallen bezahlt als Besteller der Verkehrsbetriebe den grössten Teil der Abgeltungen.
Im Weiteren sind die Verkehrsbetriebe Genossenschaften im Tarifverbund Ostwind.
Fremdwährungsumrechnung
Fremdwährungstransaktionen werden zum Wechselkurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles oder zu einem diesem Wechselkurs angenäherten Kurs umgerechnet. Am Bilanzstichtag werden alle Fremdwährungspositionen mit öffentlich publizierten Jahresendkursen bewertet. Die daraus resultierenden Kursdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst.
| Umrechnungskurse | ||
| per 31.12.2025 | per 31.12.2024 | |
| 1 EUR | CHF 0.93050 | 0.93845 |
| 1 USD | CHF 0.79225 | 0.90625 |
Flüssige Mittel
Die Position «Flüssige Mittel» beinhaltet Kassenbestände, Bankguthaben sowie kurzfristige Geldmarktanlagen mit einer Laufzeit von höchstens 3 Monaten. Sie werden zu Nominalwerten bilanziert.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit dem ursprünglichen Netto-Rechnungsbetrag erfasst, abzüglich einer Wertberichtigung für spezifische risikobehaftete Forderungen (Delkredere). Wertberichtigungen werden vorgenommen für Forderungen, die mehr als 3 Monate überfällig (in Verzug) sind oder für die spezifische Risiken identifiziert wurden. Zweifelhafte Forderungen werden ausgebucht.
Vorräte und nicht fakturierte Dienstleistungen
Vorräte und nicht fakturierte Dienstleistungen sind grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erfasst. Die Anschaffungskosten werden unter Anwendung der Methode des gewichteten Durchschnitts ermittelt. Erhaltene Skonti werden dabei als Anschaffungskostenminderung behandelt. Liegt der Nettoveräusserungswert am Abschlussstichtag unter den Anschaffungskosten, ist dieser massgebend für die Bewertung.
Finanzanlagen
Die Finanzanlagen umfassen langfristig gehaltene Wertschriften ohne Börsenkurs oder beobachtbaren Marktpreis. Sie sind höchstens zu Anschaffungskosten abzüglich allfälliger Wertberichtigungen bewertet.
Sachanlagen
Die Kostengrenze, unterhalb welcher Sachanlagen nicht aktiviert werden, liegt bei CHF 10’000.00. Sachanlagen werden entsprechend ihrer erwarteten wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Ausnahmen bilden die Grundstücke, die nicht abgeschrieben werden. Die Nutzungsdauern wurden wie folgt festgelegt und werden jährlich überprüft:
| Grundstücke | Keine Abschreibung |
| Gebäude | 20 bis 40 Jahre |
| Gebäudeeinrichtungen | 10 bis 40 Jahre |
| Fahrleitungen | 25 Jahre |
| Maschinen und Anlagen | 5 bis 15 Jahre |
| Computer und Hardware | 5 Jahre |
| Software | 5 Jahre |
| Trolleybusse | 15 Jahre |
| Autobusse | 12 Jahre |
| Anlagen im Bau | je nach Anlagenkat. |
Sofern Anzeichen einer Überbewertung erkennbar werden, werden die Buchwerte überprüft und gegebenenfalls wertberichtigt.
Immaterielle Werte
Die Position «Software» umfasst erworbene Software und Software-Implementierungskosten, die dann als immaterielle Vermögenswerte erfasst (aktiviert) werden, wenn es wahrscheinlich ist, dass sie einen zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen schaffen werden. Die aktivierten Kosten werden linear über die geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben.
Umsatzrealisierung
Umsatzerlöse werden dann verbucht, wenn die massgeblichen Eigentumsrisiken oder der Eigentumsnutzen auf den Käufer übertragen sind. Dies ist normalerweise bei Erbringung der Dienstleistung der Fall oder nach Lieferung und Fakturierung der Tickets oder Produkte. Für Einnahmen im Berichtsjahr, deren Leistungserbringung erst in der Folgeperiode erfolgt, wird eine angemessene passive Rechnungsabgrenzung gebildet.
1 Flüssige Mittel
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
| in CHF | in CHF | |
| Kassa | 219’058 | 50’714 |
| Postfinance | 15’197’064 | 11’113’176 |
| Geldtransferkonten | 63’814 | − |
| Total | 15’479’937 | 11’163’890 |
2 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
| in CHF | in CHF | |
| Forderungen gegenüber Dritte im Inland | 935’650 | 460’076 |
| Forderungen gegenüber Stadt St.Gallen | 84’532 | 50’690 |
| Forderungen gegenüber Mühleggbahn AG | 48’358 | 31’837 |
| Forderungen gegenüber SBB aus direktem Verkehr | 1’935’392 | 1’763’763 |
| abzüglich Wertberichtigungen | −30’000 | −30’000 |
| Total | 2’973’932 | 2’276’367 |
3 Übrige kurzfristige Forderungen
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
| in CHF | in CHF | |
| Vorauszahlungen an Lieferanten | – | 60’641 |
| Kontokorrent Stadt St.Gallen | 2’971’192 | 2’922’376 |
| Guthaben Verrechnungssteuer | 470 | 3’777 |
| Total | 2’971’661 | 2’986’793 |
4 Vorräte und nicht fakturierte Dienstleistungen
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
| in CHF | in CHF | |
| Ersatzteile, Pneus, Diesel | 2’883’382 | 2’905’178 |
| Ware unterwegs | 51’319 | 57’884 |
| abzüglich Wertberichtigungen | −100’000 | −100’000 |
| Total | 2’834’701 | 2’863’062 |
5 Aktive Rechnungsabgrenzungen
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
| in CHF | in CHF | |
| Vorausbezahlte Aufwendungen | 344’899 | 195’599 |
| Total | 344’899 | 195’599 |
6 Finanzanlagen
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
| in CHF | in CHF | |
| 1 Anteilschein Genossenschaft OTV à nominal CHF 2’000 | 2’000 | 2’000 |
| 1 Anteilschein Genossenschaft openmobility à nominal CHF 1’000 | 1 | 1 |
| Total | 2’001 | 2’001 |
| * ohne persönliche Haftung / Nachschusspflicht | ||
7 Sachanlagen und immaterielle Werte
| Mobile Sachanlagen | Immobile Sachanlagen | Anlagen im Bau | Total Sachanlagen | Immaterielle Werte | |
| in CHF | in CHF | in CHF | in CHF | in CHF | |
| Anschaffungskosten | |||||
| Bestand am 31.12.2023 | 83’903’020 | 31’986’992 | 55’586’713 | 171’476’725 | 1’846’375 |
| Zugänge | −27’660 | 38’588 | 8’922’187 | 8’933’115 | − |
| Abgänge | −10’692’580 | −28’082 | −1’490’790 | −12’211’452 | − |
| Umgliederungen Anlagen im Bau | 2’033’369 | −2’828 | −1’814’665 | 215’876 | −215’876 |
| Umgliederungen Anlagen im Bau* | 50’428’806 | − | −50’428’806 | − | − |
| Bestand am 31.12.2024 | 125’644’955 | 31’994’670 | 10’774’639 | 168’414’264 | 1’630’499 |
| Zugänge | 44’909 | 122’049 | 1’424’072 | 1’591’030 | 25’799 |
| Abgänge | −458’195 | - | - | −458’195 | − |
| Umgliederungen Anlagen im Bau | 1’815’389 | - | −1’815’389 | - | - |
| Bestand am 31.12.2025 | 127’047’058 | 32’116’718 | 10’383’322 | 169’547’099 | 1’656’298 |
| Wertberichtigungen | |||||
| Bestand am 31.12.2023 | −76’436’558 | −31’150’673 | −10’019’705 | −117’606’935 | −1’500’589 |
| Zugänge | −1’748’953 | -204’399 | -3’789’635 | −5’742’987 | -119’568 |
| Abgänge | 10’692’580 | − | 1’518’872 | 12’211’452 | − |
| Umgliederungen Anlagen im Bau | -534’816 | − | 358’329 | −176’487 | 176’487 |
| Umgliederungen Anlagen im Bau* | -10’965’954 | − | 10’965’954 | − | − |
| Bestand am 31.12.2024 | −78’993’701 | −31’355’072 | −966’185 | −111’314’957 | −1’443’670 |
| Zugänge | −4’754’831 | −103’488 | −547’770 | −5’406’090 | −117’974 |
| Abgänge | 458’195 | − | − | 458’195 | − |
| Umgliederungen Anlagen im Bau | −654’846 | 8’365 | 646’481 | − | − |
| Bestand am 31.12.2025 | −83’945’184 | 31’450’195 | −867’473 | −116’262’852 | −1’561’644 |
| Nettobuchwert am 31.12.2024 | 46’651’254 | 639’598 | 9’808’454 | 57’099’307 | 186’829 |
| Nettobuchwert am 31.12.2025 | 43’101’875 | 666’523 | 9’515’849 | 53’284’247 | 94’654 |
| * neue Buchungslogik ab 2024: Anlagen im Bau werden umgebucht, wenn sie fertig erstellt sind, nicht mehr, wenn der Kredit geschlossen wird. | |||||
8 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
| in CHF | in CHF | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Dritte im Inland | 4’236’508 | 1’676’199 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Stadt St.Gallen | 407’332 | 619’240 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Dritte im Ausland | 99’775 | 10’874 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Ostschweizer Tarifverbund (OTV) | 906’916 | 1’030’040 |
| Total | 5’650’531 | 3’336’354 |
9 Kurzfristige verzinsliche Verbindlichkeiten
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
| in CHF | in CHF | |
| Darlehensschulden gegenüber AFDL des Kantons St.Gallen | 3’571’400 | 3’571’400 |
| Total | 3’571’400 | 3’571’400 |
10 Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
| in CHF | in CHF | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Pensionskasse | 19’410 | |
| Geschuldete Mehrwertsteuer | 640’251 | 502’611 |
| Total | 659'661 | 502’611 |
11 Passive Rechnungsabgrenzungen
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
| in CHF | in CHF | |
| Noch nicht bezahlter Aufwand | 120’000 | 635’641 |
| Im Voraus erhaltener Ertrag | 598’865 | 660’366 |
| Abonnementanteil des Folgejahres | 5’270’600 | 5’075’000 |
| Zeitkonti Mitarbeitende | 1’712’260 | 2’776’300 |
| Total | 7’701’725 | 9’147’307 |
12 Kurzfristige Rückstellungen
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
| in CHF | in CHF | |
| Rückstellung für Besitzstandswahrung Ausgliederung Pensionskasse | 597’096 | 191’420 |
| Rückstellung für Teuerungszulage Rentner | 220’200 | 250’228 |
| Total | 817’296 | 441’648 |
13 Langfristige verzinsliche Verbindlichkeiten
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |||
| fällig 2 – 5 Jahre | fällig > 5 Jahre | in CHF | in CHF | |
| Darlehensschulden gegenüber AFDL des Kt. St.Gallen | 5’714’400 | − | 5’714’400 | 9’285’800 |
| Total | 5’714’400 | − | 5’714’400 | 9’285’800 |
| * Rahmenkredit CHF 50 Mio. bezogen CHF 20 Mio., 1. Darlehensperiode: 01.06.2022 – 31.12.2032, 1.15 % p.a., 2. Darlehensperiode: 01.01.2033 – 31.12.2037, Zinssatz gemäss dann gültigen Marktkonditionen | ||||
14 Langfristige Rückstellungen
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
| in CHF | in CHF | |
| Rückstellung für Grossunterhalt (für Trolleybusse gekauft 2021) | 4’120’000 | 4’120’000 |
| Rückstellung für Besitzstandswahrung Ausgliederung Pensionskasse | – | 597’096 |
| Rückstellung für Teuerungszulage Rentner | 1’614’801 | 1’835’002 |
| Total | 5’734’801 | 6’552’097 |
15 Eigenkapitalnachweis
| Gesetzliche Reserve (Art.36 PBG) | Reserve Besteller Kanton | Freie Reserven | Unternehmensergebnis | Total | |
| in CHF | in CHF | in CHF | in CHF | in CHF | |
| Bestand am 31.12.2023 | 2’860’885 | 12’000’000 | 29’655’491 | 132’826 | 44’649’203 |
| Verteilung Unternehmensergebnis | − | −419’292 | 552’118 | −132’826 | − |
| Beitrag Elektrifizierung Stadt St.Gallen | − | − | −2’250’000 | − | −2’250’000 |
| Unternehmensergebnis | − | − | − | 1’537’429 | 1’537’429 |
| Bestand am 31.12.2024 | 2’860’885 | 11’580’708 | 27’957’609 | 1’537’429 | 43’936’632 |
| Verteilung Unternehmensergebnis | − | 121’982 | 1’415’447 | −1’537’429 | − |
| Beitrag Elektrifizierung Stadt St.Gallen | − | − | −600’000 | − | −600’000 |
| Unternehmensergebnis | − | − | − | 4’799’587 | 4’799’587 |
| Bestand am 31.12.2025 | 2’860’885 | 11’702’690 | 28’773’056 | 4’799’587 | 48’136’218 |
16 Nettoerlöse aus Lieferungen und Leistungen
| 2025 | 2024 | |
| in CHF | in CHF | |
| Erlöse aus Tarifverbund Ostschweiz für VBSG | 27’782’331 | 25’610’286 |
| Ticketerlöse DV Halbtax- und Generalabonnemente sowie Einzelbillette | 3’750’312 | 3’750’004 |
| Erlöse RogF | 254’808 | 216’987 |
| Total | 31’787’450 | 29’577’277 |
17 Nebenerlöse
| 2025 | 2024 | |
| in CHF | in CHF | |
| Transportleistungen für andere öV-Unternehmungen und Dritte | 927’696 | 997’241 |
| Reklame- und Provisionsertrag aus Ticketverkäufen* | 1’724’161 | 1’285’946 |
| Übrige Leistungen für andere öV-Unternehmungen und Dritte | 245’978 | 225’329 |
| Total | 2’897’836 | 2’508’516 |
| * davon Einmaleffekte aus Einbuchung Kassabestand, Geldtransferkonten | 318’820 |
18 Abgeltungen
| 2025 | 2024 | |
| in CHF | in CHF | |
| Abgeltung Bundesamt für Verkehr | 428’393 | 301’499 |
| Abgeltung Kanton SG | 18’854’215 | 17’964’154 |
| Beitrag Stadt St.Gallen | 600’000 | 2’250’000 |
| Total | 19’882’608 | 20’515’653 |
19 Leistungsabhängiger Aufwand
| 2025 | 2024 | |
| in CHF | in CHF | |
| Verkaufsaufwand | 2’545’201 | 2’563’390 |
| Diesel, Strom und Pneus | 3’051’395 | 3’420’839 |
| Übriger leistungsabhängiger Aufwand | 219’668 | 65’188 |
| Total | 5’816’264 | 6’049’417 |
20 Ausserordentlicher oder
periodenfremder Ertrag
| 2025 | 2024 | |
| in CHF | in CHF | |
| Auflösung Rückstellung für nicht versicherte Schäden | – | 250’000 |
| Konventionalstrafen Hess AG | 190’000 | – |
| MWST Nachbelastung 2019 – 2023 gemäss MWST-Kontrolle | 87’121 | −154’033 |
| Total | 277’121 | 95’967 |
21 Veräusserungsergebnis immobile Anlagen
| 2025 | 2024 | |
| in CHF | in CHF | |
| Neubewertungsgewinn Grundstück nach Teilverkauf | 187’248 | − |
| Total | 187’248 | − |
Aufteilung Unternehmensergebnis
| 2025 | 2024 | |
| in CHF | in CHF | |
| abgeltungsberechtigte Linien | 4’573’926 | 1’002’330 |
| ergänzende Marktleistungen (nicht abgeltungsberechtigt) | 225’661 | 535’099 |
| Total | 4’799’587 | 1’537’429 |
Verwendung des Unternehmensergebnis
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
| in CHF | in CHF | |
| Zuweisung zu Bestellreserven BAV | 521’109 | − |
| Zuweisung zu Bestellreserven Kanton St.Gallen | 1’765’854 | 121’982 |
| Freie Reserven | 2’512’624 | 1’415’447 |
| Total | 4’799’587 | 1’537’429 |
| Gemäss Personenbeförderungsgesetz (PBG) Art. 36 muss ab 01.01.2025 50% des Gewinnes den Spezialreserven zugewiesen werden | ||
Absicherungsgeschäfte
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
| in CHF | in CHF | |
| Absicherung elektrische Energie | 1’577’486 | 1’707’060 |
| Die abgesicherten Einkaufspreise sind von Bund und Kanton durch den Abgeltungsteil für Energiekosten in den Bestellungen gedeckt. | ||
Sachversicherungen
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | ||
| in CHF | in CHF | ||
| Gebäude | zum Neuwert | 44’996’700 | 44’594’700 |
| Waren und Einrichtungen | zum Neuwert | 23’010’739 | 21’377’584 |
| Trolley- und Autobusse, Dienstfahrzeuge | zum Zeitwert | 52’104’552 | 54’432’041 |
Haftpflichtversicherungen
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
| in CHF | in CHF | |
| von Trolleybussen pro Schadenereignis | 20’000’000 | 20’000’000 |
| von Autobussen pro Schadenereignis | 20’000’000 | 20’000’000 |
| – als Zweifach-Garantie pro Versicherungsjahr für alle Autobus-Schadenereignisse total | 80’000’000 | 80’000’000 |
Bericht der Revisionsstelle zur Prüfung der Jahresrechnung 2025
Bericht zur Prüfung
der Jahresrechnung
Prüfungsurteil
Wir haben die Jahresrechnung der Verkehrsbetriebe St.Gallen – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2025, der Erfolgsrechnung und der Geldflussrechnung für das dann endende Jahr sowie dem Anhang, einschliesslich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden – geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht die beigefügte Jahresrechnung dem schweizerischen Gesetz.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den Schweizer Standards zur Abschlussprüfung (SA-CH) durchgeführt. Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt «Verantwortlichkeiten der Revisionsstelle für die Prüfung der Jahresrechnung» unseres Berichts weitergehend beschrieben. Wir sind von den Verkehrsbetrieben St.Gallen unabhängig im Sinne des Reglements über die Finanzkontrolle und wir haben unsere sonstigen beruflichen Verhaltenspflichten in Übereinstimmung mit den Anforderungen des Berufsstands erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als eine Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Sonstige Informationen
Der Stadtrat ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die im Geschäftsbericht enthaltenen Informationen, aber nicht die Jahresrechnung und unseren dazugehörigen Bericht.
Unser Prüfungsurteil zur Jahresrechnung erstreckt sich nicht auf die sonstigen Informationen, und wir bringen keinerlei Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu zum Ausdruck.
Im Zusammenhang mit unserer Abschlussprüfung haben wir die Verantwortlichkeit, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zur Jahresrechnung oder unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortlichkeiten des Stadtrates für die Jahresrechnung
Der Stadtrat ist verantwortlich für die Aufstellung einer Jahresrechnung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und für die internen Kontrollen, die der Stadtrat als notwendig feststellt, um die Aufstellung einer Jahresrechnung zu ermöglichen, die frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung der Jahresrechnung ist der Stadtrat dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Verkehrsbetriebe St.Gallen zur Fortführung der Geschäftstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Geschäftstätigkeit – sofern zutreffend – anzugeben sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Geschäftstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die zuständigen politischen Organe beabsichtigen, entweder die Verkehrsbetriebe St.Gallen zu liquidieren oder Geschäftstätigkeiten einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.
Verantwortlichkeiten der Revisionsstelle für die Prüfung der Jahresrechnung
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die Jahresrechnung als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bericht abzugeben, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Mass an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den SA-CH durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich gewürdigt, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieser Jahresrechnung getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Eine weitergehende Beschreibung unserer Verantwortlichkeiten für die Prüfung der Jahresrechnung befindet sich auf der Webseite von EXPERTsuisse: expertsuisse.ch/wirtschaftspruefung-revisionsbericht. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Berichts.
Bericht zu sonstigen
gesetzlichen und anderen
rechtlichen Anforderungen
m Rahmen unserer Prüfung gemäss Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und PS-CH 890 haben wir festgestellt, dass im Finanzjahr 2025 unterjährig für finanzrelevante Prozesse noch keine formal definierten, dokumentierten und nachweisbar durchgeführten IKS-Kontrollen bestehen. Das bisherige IKS-Konzept der Vorjahre wurde im Zuge des Neuaufbaus der Prozesslandschaft nicht weitergeführt. Kontrollen werden im Wesentlichen im Rahmen der Jahresabschlusserstellung durchgeführt und dokumentiert.
Nach unserer Beurteilung existiert mit Ausnahme des im vorstehenden Absatz dargelegten Sachverhalts ein gemäss den Vorgaben des Stadtrats ausgestaltetes Internes Kontrollsystem für die Aufstellung der Jahresrechnung.
Wir empfehlen, dem Parlament Antrag auf Genehmigung der Jahresrechnung zu stellen.
Finanzkontrolle der Stadt St.Gallen
Daniel Inauen
Revisionsexperte
Leitender Revisor
Patrick Schneeberger
Revisionsexperte
St.Gallen, 31. März 2026
Stadt St.Gallen
Verkehrsbetriebe St.Gallen
Steinachstrasse 42
CH-9001 St.Gallen
Telefon +41 71 243 95 11
vbsg@stadt.sg.ch
vbsg.ch