Geschäftsbericht Entsorgung St.Gallen
Titelbild: 2025 durfte ein besonderes Jubiläum gefeiert werden: 50 Jahre Gebührensack – eine Innovation der Stadt St.Gallen aus dem Jahr 1975, die heute schweizweit Anwendung findet. Aus diesem Anlass nahm ESG am Rennen an der Olma teil, wo das Säuli mit dem Bild des Gebührensacks auf seinem ferrarirroten Mänteli ins Rennen geschickt wurde. (Foto: Orell Thimm)
2025 durfte ein besonderes Jubiläum gefeiert werden: 50 Jahre Gebührensack. Eine Innovation der Stadt St.Gallen aus dem Jahr 1975, die heute schweizweit Anwendung findet. Der Gebührensack ermöglicht die Anwendung des Verursacherprinzips und gibt Anreiz für das Trennen von Wertstoffen. Zum Jubiläum haben wir befristet ein neues Produkt eingeführt: den U-Sack. Mit dem U-Sack wird das Ziel verfolgt, die Nutzung der Unterflurbehälter zu fördern und damit ein sauberes Strassenbild zu erzielen und das Sammelpersonal zu entlasten. Die Einführung erfolgte am Jubiläumsdatum vom 30. Juni und wird bis Ende 2026 laufen.
Marco Sonderegger
Unternehmensleiter
Am 1. September durfte ein Generationenprojekt erfolgreich realisiert werden: Die drei AR-Gemeinden Teufen, Stein und Hundwil reinigen seit diesem Datum ihr Abwasser in der Abwassereinigungsanlage (ARA) Au an der Sitterschlaufe. Vor rund 20 Jahren entstand die Idee, die kleinen ARA der drei Ausserrhoder Gemeinden an die ARA Au in St.Gallen anzuschliessen. Damit können Synergieeffekte erzielt, Fachwissen gebündelt und die Reinigungsleistung optimiert werden. Viele Fachkräfte, Beteiligte aus Politik, Ingenieurwesen und Betriebe haben auf dieses Ziel hingearbeitet. Ebenso konnte mit der Erweiterung der ARA Au ein Kapazitätsengpass für die Einwohnerinnen und Einwohner in St.Gallen beseitigt werden. Diese regionale Projektentwicklung stellt eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten dar. Damit ist der Gewässerschutz regional verankert und nachhaltig umgesetzt.
Wir haben auch dieses Jahr Wirkung erzielt und Innovationen vorangetrieben. Ich danke allen, die dafür ihren Beitrag geleistet haben und mit Freude unser Gebührensack-Jubiläum mitgefeiert und -erlebt haben.
Durchschnittliche Personaleinheiten:
| Bereich | |||
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Verwaltung | 4.3 | 3.9 | 4.4 |
| Abfalllogistik | 18.4 | 18.9 | 19.1 |
| Deponie | 7.2 | 7.5 | 7.3 |
| Stadtentwässerung | 11.6 | 11.0 | 11.8 |
| Kanalnetz | 6.0 | 6.0 | 6.0 |
| Abwasserreinigungsanlagen | 10.0 | 10.0 | 10.4 |
| Labor | 2.1 | 1.9 | 2.0 |
| Kehrichtheizkraftwerk | 28.0 | 26.7 | 26.2 |
| Total | 87.6 | 85.9 | 87.2 |
Per Ende des vergangenen Jahres wurde der bisherige Leiter der Stadtentwässerung pensioniert. Da sich die Siedlungsentwässerung in einer strategisch bedeutenden Transformationsphase befindet, wird die Bereichsleitung seit Januar des Berichtsjahres befristet in Co-Leitung geführt. Dies gewährleistet die personelle und fachliche Kontinuität in diesem komplexen Infrastrukturbereich (siehe Kapitel «Stadtentwässerung»).
Der Betrieb des KHK St.Gallen ist auf eine kontinuierliche Leistungserbringung rund um die Uhr angewiesen. Entsprechend ist Schichtarbeit in einem regelmässigen Turnus zwischen Nacht-, Früh- und Spätschicht fester Bestandteil des Arbeitsalltags. Trotz dieser geregelten Rotation stellen die wechselnden Einsatzzeiten für die Mitarbeitenden eine erhebliche Herausforderung dar. Insbesondere die Nachtschicht bedeutet eine hohe körperliche und psychische Belastung.
Die Gesundheit der Schichtmitarbeitenden hat für ESG hohe Priorität. Vorgeschriebene arbeitsärztliche Untersuchungen werden im Zweijahresrhythmus durchgeführt; die Schichttauglichkeit wird dabei überprüft und bestätigt. Das Schichtmodell basiert auf arbeitsmedizinischen Erkenntnissen und entspricht den Vorgaben des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO). Anfallende Mehrstunden werden regelmässig kompensiert und mit Zeitzuschlag ausgeglichen.
Neben der Schichtarbeit sind insbesondere körperlich belastende Tätigkeiten mit gesundheitlichen Risiken verbunden, was sich beim Beladerpersonal im Sammeldienst deutlich zeigt. Die tägliche Arbeit ist geprägt von Heben, Bewegen und Entleeren schwerer Abfallbehältnisse, häufig unter Zeitdruck und bei unterschiedlichen Witterungsbedingungen. Über die Jahre und mit zunehmendem Alter können chronische Beschwerden und Verschleisserscheinungen auftreten, die die Einsatzfähigkeit einschränken und zu längerfristigen Ausfällen führen. Im Berichtsjahr musste eine grössere Zunahme von Krankheiten und Nichtbetriebsunfällen verzeichnet werden. Der «U-Sack» wurde unter anderem mit dem Ziel, die Nutzung der Unterflurbehälter (UFB) zu steigern und so das Sammelpersonal zu entlasten, im Rahmen eines befristeten Versuchs eingeführt.
Schichtarbeit und körperlich anspruchsvolle Tätigkeiten sind unvermeidbar, wirken sich jedoch auf die betriebliche Organisation aus. Vermehrte krankheitsbedingte Absenzen erschweren die Einsatz- und Ressourcenplanung. Dienstpläne müssen kurzfristig angepasst werden, was zusätzlichen administrativen Aufwand verursacht. Gleichzeitig führen erhöhte Ausfallquoten zu steigenden Personalkosten, so etwa durch den Einsatz temporärer Mitarbeitender bei längeren Krankheitsabsenzen. Neben der finanziellen Belastung entsteht zusätzlicher Druck auf die verbleibenden Teams, welche die Mehrarbeit auffangen müssen. Auch gestaltet sich die Rekrutierung zunehmend anspruchsvoll, da sich auf Stelleninserate, gerade im Schichtbetrieb, nur wenige geeignete Personen melden.
Im Rahmen der Erweiterung der ARA Au ergaben sich für die Mitarbeitenden während der Bauphase erhebliche Mehrbelastungen, da sie neben dem laufenden Betrieb umfangreiche fachliche Unterstützung für externe Monteure und Mechaniker leisteten. Dazu gehörten die Bereitstellung von Anlagendokumentationen, sicherheitstechnische Einweisungen und die Begleitung und Abstimmung vor Ort. Belastend waren die auftretenden Mängel bei der Planung und Umsetzung der Arbeiten durch externe Lieferanten, die zu Schäden mit entsprechenden Alarmen, auch ausserhalb der Arbeitszeit, führten. Diese Zusatzaufgaben beanspruchten weitere personelle Ressourcen und erhöhten die betriebliche Belastung zusätzlich.
Im Berichtsjahr beteiligte sich ESG aktiv am städtischen Projekt zur Verankerung von fünf zentralen Werten: Wertschätzung, Vertrauen, Respekt, Offenheit und Miteinander. Drei Wertebotschafterinnen und -botschafter aus verschiedenen ESG-Betrieben stehen den Mitarbeitenden als Ansprechpersonen zur Verfügung und unterstützen die Führungskräfte bei der Verankerung der definierten Werte. Diese prägen seither die tägliche Zusammenarbeit bei ESG und bilden die Grundlage für eine konstruktive und erfolgreiche Zusammenarbeit unter den Mitarbeitenden.
Stadtentwässerung
Genereller Entwässerungsplan (GEP); Fremdwassermessungen
Im Rahmen der Überarbeitung des GEP wurde im Einzugsgebiet der ARA Au eine Fremdwasser-Messkampagne durchgeführt. Ziel dieser Messungen ist die Ermittlung des prozentualen Anteils an Fremdwasser im Abwasser, das heisst an unverschmutztem Wasser, das nach Möglichkeit aus dem Kanalnetz fernzuhalten ist. Niederschlagsunabhängiges Fremdwasser stammt unter anderem aus Brunnen- und Reservoir-Überläufen sowie aus Kühlwasser- und Wärmepumpenanlagen. Niederschlagsabhängiges Fremdwasser gelangt über Bäche, Drainagen und Sickerleitungen in das Kanalnetz oder entsteht infolge von Kanalschäden. Als übergeordnetes Ziel wurde die weitere Reduktion des Fremdwasseranteils im Kanalnetz und damit eine Entlastung der ARA definiert.
Die Messkampagne wurde während einer trockenen Wetterphase in einer Nacht im Oktober durchgeführt. Dazu wurden aus den Kanälen Abwasserproben entnommen und anschliessend im Labor analysiert. Insgesamt wurden zwölf Messstellen berücksichtigt, davon fünf im städtischen Gebiet und sieben an den Anschlusspunkten der angrenzenden Gemeinden Gossau und Gaiserwald. Die Auswertung der Messdaten ergab insgesamt erfreulich niedrige Fremdwasseranteile. Für das gesamte Einzugsgebiet wurde ein Fremdwasseranteil von 13 Prozent ermittelt; bezogen auf das städtische Gebiet liegt dieser bei rund 11 Prozent. Ein wesentlicher Grund für die im Vergleich zu früheren Messungen deutlich niedrigeren Werte ist die vorausgegangene längere Trockenwetterperiode, durch welche insbesondere über Sickerleitungen eingetragenes Fremdwasser stark reduziert war. Zusätzlich haben die in den vergangenen Jahren durchgeführten Kanalsanierungen mittels Inliner, welche das Eindringen von Fremdwasser verhindern, massgeblich zum positiven Ergebnis beigetragen.
Künftig soll auch das neue Einzugsgebiet der Gemeinden Teufen, Stein und Hundwil in die Betrachtung miteinbezogen werden. Im Rahmen des GEP ist vorgesehen, das Messkonzept entsprechend zu erweitern und zusätzliche Messstellen zu integrieren. Durch deren kontinuierliche Nutzung können Daten über einen längeren Zeitraum erhoben werden, was eine fundiertere Beurteilung des Fremdwasseranteils auf Basis breit abgestützter Datengrundlagen anstelle von punktuellen Momentaufnahmen ermöglicht.
Einführung des Trennsystems an der Bruggwaldstrasse
Im Rahmen des Kanalneubaus an der Bruggwaldstrasse wurde in diesem Gebiet das Trennsystem eingeführt. Mit dem Bau eines neuen Meteorwasserkanals wird künftig sauberes Regenwasser getrennt von verschmutztem Abwasser abgeleitet. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zum Gewässerschutz und zu einer nachhaltigen Bewirtschaftung der Siedlungsentwässerung.
Ein besonderes Augenmerk bei diesem Projekt galt der Ressourcenschonung. Für die Rohrumhüllung und die Grabenauffüllung wurden ausschliesslich Recyclingmaterialien verwendet. Dadurch konnten natürliche Kiesressourcen geschont und Transportwege reduziert werden. Lediglich der Strassenkoffer und der Strassenbelag wurden mit Neumaterial erstellt. Dank einer koordinierten Bauleitung konnte auf einen provisorischen Belag verzichtet und nach Abschluss der Kanalarbeiten direkt der definitive Strassenbelag eingebaut werden. Dies führte zu Zeit- und Kosteneinsparungen sowie zu einer Reduktion des Materialverbrauchs und der CO2-Emissionen. Das Projekt Bruggwaldstrasse zeigt exemplarisch das erfolgreiche Zusammenspiel von ökologischer Verantwortung und technischer Effizienz.
Kanalsanierung historischer Leitungen
An der Fontana- und Zentralstrasse im Lachen-Quartier wurden im Berichtsjahr die bestehenden Mischabwasserkanäle aus dem Jahr 1908 erfolgreich saniert. Aufgrund ihres Alters bzw. der damaligen Bauweise verlaufen die Kanäle nicht gerade, sondern in leichten Schlangenlinien, was erhöhte Anforderungen an die Sanierungstechnik stellte. Mit dem Einsatz des Bluelight-Inliner-Verfahrens konnte eine innovative und technisch geeignete Lösung umgesetzt werden. Dieses Verfahren ermöglicht die Aushärtung des Schlauchliners mittels LED-Licht und eignet sich aufgrund seiner hohen Flexibilität besonders für unregelmässig verlaufende Leitungen. Dadurch konnten die Kanäle grabenlos instandgesetzt werden, ohne dass grossflächige Strassenöffnungen erforderlich waren. Die Sanierung mit dem Bluelight-System führte zu einer deutlichen Reduktion der Bauzeit und der Lärm- und Staubemissionen und senkte zugleich den Materialverbrauch. Das Projekt stellt damit ein anschauliches Beispiel für eine nachhaltige Instandhaltung der Kanalinfrastruktur und den schonenden Umgang mit bestehenden Ressourcen dar.
Kanalinspektionen und Kanalspülungen
Entsorgung St.Gallen unterhält ein Kanalnetz von rund 282 Kilometern. Das Stadtgebiet ist in sechs Spülkreise aufgeteilt. Jährlich wird jeweils ein Spülkreis gereinigt, wobei jeweils knapp die Hälfte der Kanäle mittels Kanal-TV inspiziert wird. Die regelmässige Reinigung und Inspektion bieten Gewähr für eine lange Lebensdauer und Werterhaltung der Anlagen. Schäden können rechtzeitig erkannt und damit unter Umständen kostspielige Gesamterneuerungen vermieden werden. Regelmässige Kanalinspektionen sind wichtige Planungsgrundlagen für die Reparatur und Erneuerung der Infrastrukturanlagen.
Im Berichtsjahr wurden im Gebiet zwischen der Straubenzellstrasse im Bruggen-Quartier und der Feldlistrasse sowie im Gebiet vom Wolfganghof bis zum Riethüsli insgesamt 527 Kanalabschnitte mit einer Gesamtlänge von 18’767 Metern inspiziert. Die Auswertung der Videoaufnahmen erfolgte unter Einsatz von künstlicher Intelligenz. Im untersuchten Bereich weisen 67 Prozent der Kanalabschnitte keine Mängel auf, die dringend oder mittelfristig behoben werden müssen. Bei rund einem Drittel der Abschnitte wurden Mängel festgestellt, deren Behebung innerhalb der nächsten acht Jahre empfohlen wird. Rund 1 Prozent der untersuchten Kanäle weisen einen dringenden Sanierungsbedarf auf, der innerhalb von drei Jahren umgesetzt werden sollte.
Co-Leitung in der Stadtentwässerung
Seit der Pensionierung der früheren Bereichsleitung wird die Stadtentwässerung in Co-Leitung geführt. Dieser Schritt dient mehreren Zielen: Er sichert die Kontinuität in einem komplexen Infrastrukturbereich, dessen Besonderheiten eine umfassende Einarbeitung einer neuen Führungsperson erforderlich machen. Durch die Co-Leitung können Aufgaben und Verantwortung in dieser Phase auf zwei Personen verteilt werden. Zudem steht die Siedlungsentwässerung vor anspruchsvollen Aufgaben. Die Klimaveränderung erfordert die Anpassung bestehender Strukturen, gleichzeitig wird der Generelle Entwässerungsplan (GEP) überarbeitet. Auch die Weiterentwicklung des Konzepts «Schwammstadt» ist Teil dieses Gesamtprozesses.
Die Co-Leitung erleichtert den Generationenwechsel in der Bereichsleitung, ohne die Kontinuität zu beeinträchtigen. Sie ermöglicht eine Arbeitsteilung, fördert den Erfahrungsaustausch und unterstützt die strategische Beratung in Personal- und Entscheidungsfragen. Gleichzeitig können externe Netzwerke ausgebaut und innovative Themen vorangetrieben werden, ohne dass das Tagesgeschäft oder die Präsenz im Team beeinträchtigt werden. Andererseits sind Informations- und Koordinationsaufgaben aufwendiger. Mit der mittelfristig bevorstehenden Pensionierung des einen Bereichsleiters ist die Phase der Co-Leitung zeitlich begrenzt.
Abwasserbetriebe
Innovative Behandlung von Prozessabwasser
Ein ortsansässiges Unternehmen, das zu den grösseren Arbeitgebern der Stadt St.Gallen zählt, betreibt an der Rechenstrasse eine Produktionsstätte für Eisenpräparate zur medizinischen Behandlung. In den pharmazeutischen Produktionsprozessen kommen Säuren und Laugen zum Einsatz, wodurch saures und basisches Prozessabwasser anfällt. Eine zuverlässige Neutralisation dieser Abwässer ist für den sicheren Betrieb der ARA Au von zentraler Bedeutung, da eine direkte Einleitung unbehandelter Abwässer gravierende Auswirkungen auf die Kläranlage hätte.
Die alte Neutralisationsanlage hatte das Ende ihrer technischen Lebensdauer erreicht, wodurch das Störungsrisiko kontinuierlich zunahm. In enger Zusammenarbeit mit dem Unternehmen wurde eine neue Anlage geplant, realisiert und nach einer umfassenden Testphase im Spätsommer in Betrieb genommen. Das Unternehmen trug dabei die eigenen Kosten, während die ARA Au die Anbindung an das Leitsystem der Kläranlage finanzierte.
Die neu erstellte Anlage besteht aus zwei parallel geschalteten Linien, die eine möglichst effiziente Neutralisation der säuren- und laugenhaltigen Abwässer sicherstellen. Der Zulauf wird kontinuierlich überwacht und in Zwischentanks gepuffert, bevor der eigentliche Neutralisationsprozess in einem separaten Tank erfolgt. Verschiedene Sensoren überwachen permanent die Reaktionsparameter. Vor der Einleitung in die öffentliche Kanalisation erfolgt eine abschliessende Qualitätskontrolle. Werden die Einleitbedingungen nicht erfüllt, wird die Abwasserzufuhr sofort unterbrochen. Die Steuerung der Neutralisationsanlage gewährleistet die Einhaltung aller Qualitätsvorgaben. Die Messdaten werden kontinuierlich an das Prozessleitsystem der Kläranlage übermittelt, sodass Störungen erkannt und entsprechende Massnahmen eingeleitet werden können. Auf diese Weise tragen die umgesetzten Massnahmen wesentlich zur Betriebssicherheit von Kanal- und Kläranlage bei.
Die Sanierung wurde schrittweise unter laufendem Betrieb umgesetzt und im Herbst abgeschlossen. Danach konnte der Datenaustausch mit dem Leitsystem der ARA Au aufgeschaltet werden. Im November besuchten Vertreter von ESG das Unternehmen und besichtigten die neue Anlage, um detaillierte Einblicke in die Neutralisationsprozesse zu erhalten. Im Gegenzug besuchten Mitarbeitende der Partnerfirma die ARA Au. Der gegenseitige Austausch fördert das Verständnis der Abläufe, stärkt die Zusammenarbeit und ermöglicht eine koordinierte Reaktion im Ernstfall.
ARA Au: Anschluss Teufeln, Stein und Hundwil
Da die ARA Au aufgrund des Bevölkerungswachstums und der veränderten Frachtverhältnisse ihre Kapazitätsgrenze erreicht hatte und zudem die Gemeinden Teufen, Stein und Hundwil ihre bisherigen Abwasserreinigungsanlagen aus Synergiegründen aufgeben und neu ihre Abwässer in der ARA Au aufbereiten lassen wollten, ist im Rahmen einer regionalen Lösung der Ausbau der Anlage erfolgt. Seit der Inbetriebnahme im Mai erfüllt die Anlage fristgerecht die verschärften Anforderungen der Luftreinhalte-Verordnung und konnte den elektrischen Eigendeckungsgrad bis Ende Jahr von 85 auf rund 100 Prozent steigern. Nach Abschluss der Sanierung der bestehenden Biologie konnten im September alle Biologiestufen in Betrieb genommen werden. Seit dem 1. September wird das Abwasser der Gemeinden Teufen, Stein und Hundwil nach St.Gallen zur erweiterten und modernisierten ARA Au geleitet und dort zentral gereinigt. Dieser Schritt stellt eine wichtige Etappe eines mehrjährigen Projekts dar, das nicht nur die Abwasserentsorgung der Region optimiert, sondern auch einen positiven Beitrag zur Gewässerqualität leistet. Die noch ausstehenden Restarbeiten auf der ARA Au betreffen insbesondere die Elektroverteilungen und die Modernisierung der Anlagensteuerung.
Sickerfähige Beläge auf der ARA Au
Im Zuge der Erweiterung der ARA Au wurden die Verkehrsflächen unter Berücksichtigung der Zertifizierungsanforderungen der Stiftung Natur & Wirtschaft neugestaltet. Zur Sicherstellung des laufenden Betriebs und unter Verzicht auf eine vollständige Versiegelung (gemäss dem Schwammstadt-Prinzip) kamen überwiegend sickerfähige Beläge zum Einsatz. Versiegelt wurden ausschliesslich jene Flächen, auf denen Chemikalien und Gefahrenstoffe transportiert werden. Die übrigen Areale wurden naturnah gestaltet und mit Ruderalflächen und Naturwiesen aufgewertet.
Schlammentwässerung ARA Hofen
Seit mehreren Jahren ist eine unzureichende Entwässerbarkeit des Klärschlamms auf der ARA Hofen zu beobachten, was zu einer hydraulischen Mehrbelastung des Faulturms führt. Dieses Phänomen der stark verschlechterten Schlammabsetzung ist schweizweit bekannt, wobei die Ursachen bislang nur teilweise geklärt sind. Zur Sicherstellung eines stabilen und effizienten Anlagenbetriebs ist daher die Realisierung einer Schlammentwässerungsanlage erforderlich.
Nach Abschluss des Vorprojekts wurde vom Parlament im April ein Investitionskredit von rund 10 Millionen Franken genehmigt, inkl. der Erneuerung der Elektro-, Mess-, Steuerungs-, Regelungs- und Leittechnik-Einrichtungen (EMSRL). Die Gemeinde Wittenbach beteiligt sich anteilmässig an den Kosten. Im Berichtsjahr erfolgten die Ausschreibung und Beauftragung des Generalplaners, und das Bauprojekt wurde planmässig gestartet.
ARA Hofen: Treibhausstrategie und Netto-Null-Ziel
Die Abwasserreinigung in der Schweiz verursacht rund 2.5 Prozent der nationalen Treibhausgasemissionen; Hauptemissionsquelle dabei ist die biologische Reinigung. Die Abwasserreinigungsanlagen sind insbesondere bedeutende Quellen für Lachgas (N2O) und tragen rund 20 Prozent der nationalen N2O-Emissionen bei. Zusätzlich entstehen Methan (CH4) und Kohlendioxid (CO2). Auf der ARA Hofen wurden bereits verschiedene Klimaschutzmassnahmen umgesetzt. Eine im Berichtsjahr erstellte strategische Treibhausgasübersicht zeigt, dass die Anlage im Vergleich zum Schweizer Durchschnitt in vielen Bewertungskriterien deutlich bessere Ergebnisse erzielt. Dies dank einer speziellen, in Zusammenarbeit mit der ETH entwickelten Belüftungssteuerung, die nachweislich die Emissionen um bis zu 90 Prozent senkt. Ein wesentliches Optimierungspotenzial besteht beim Transport und der Entsorgung des Klärschlamms: Mit der geplanten Schlammentwässerungsanlage können die Transportwege optimiert werden. Der Bericht liefert eine solide Grundlage, um den Netto-Null-Fahrplan der ARA Hofen systematisch weiterzuverfolgen und die Fortschritte zu messen.
| Parameter | Anforderungen | Jahresmittelwerte | Anforderungen erfüllt? | ||||
| gem. GSchV und Bodenseerichtlinie | Hofen | Ablauf EMV | Au | Hofen | Ablauf EMV | Au | |
| Ungelöste Stoffe | |||||||
| Abflusskonzentration | ≤ 15 mg/l | 3.0 | 0.6 | 4.0 | Ja | Ja | Ja |
| CSB | |||||||
| Abflusskonzentration | ≤ 45 mg/l | 18.7 | 16.2 | 21.0 | Ja | Ja | Ja |
| Reinigungsleistung | 85 % | 96 % | 96 % | 94 % | Ja | Ja | Ja |
| DOC | |||||||
| Abflusskonzentration | ≤ 10 mg C/l | 5.6 | 4.1 | 5.6 | Ja | Ja | Ja |
| Reinigungsleistung | 85 % | 95 % | 96 % | 93 % | Ja | Ja | Ja |
| Ammonium | |||||||
| Abflusskonzentration1 | ≤ 2 mg N/l | 0.56 | 0.05 | 0.62 | Ja | Ja | 34) |
| Nitrifikationsgrad | 90 % | 99 % | 100 % | 98 % | Ja | Ja | Ja |
| Nitrit | |||||||
| Abflusskonzentration | ≤ 0.3 mg N/l | 0.10 | 0.03 | 0.11 | Ja | Ja | Ja |
| Gesamtphosphor | |||||||
| Abflusskonzentration | ≤ 0.8 mg P/l2 | − | − | 0.43 | − | − | Ja |
| ≤ 0.3 mg P/l3 | 0.21 | 0.18 | − | 64) | Ja | − | |
| Reinigungsleistung | 80 % | 96 % | 96 % | 89 % | Ja | Ja | 34) |
| Mikroverunreinigungen | |||||||
| Reinigungsleistung | 80 % | − | 87 % | − | − | Ja | − |
| 1 Gilt für Abwassertemperaturen >10 °C 2 Gewässerschutzverordnung (GSchV) 3 Bodenseerichtlinie 4 Anzahl Tage über den zulässigen Limit-Überschreitungen | |||||||
Die beiden Abwasserreinigungsanlagen zeigen insgesamt eine sehr erfreuliche Leistungsbilanz. Sämtliche Jahresmittelwerte der Abflusskonzentrationen erfüllten die gesetzlichen Anforderungen, was die konstant hohe Reinigungsqualität beider Anlagen unterstreicht. Die ARA Au konnte trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen – insbesondere während der Umbaumassnahmen aufgrund der neuen Biologiestrasse – ihre hohe Reinigungsleistung weitgehend aufrechterhalten. Die kurzzeitigen Überschreitungen der Ammonium-Grenzwerte an 26 – bei zulässigen 23 Tagen – standen im direkten Zusammenhang mit den Bauarbeiten, bei denen einzelne Strassen vorübergehend ausser Betrieb waren. Bemerkenswert ist, dass die Anlage trotz dieser Einschränkungen die Anforderungen für Nitrit, DOC (gelöster organischer Kohlenstoff) und CSB (chemischer Sauerstoffbedarf) jederzeit einhalten konnte: ein klarer Hinweis auf die Robustheit des Gesamtsystems. Auch beim Gesamt-Phosphor zeigt sich ein grundsätzlich positives Bild: Zwar wurden 14 Proben über dem Grenzwert gemessen, erlaubt gewesen wären 11. Die Ursache liegt in den sehr niedrigen Zulaufkonzentrationen aufgrund von stark verdünntem Abwasser während sommerlichen Regenereignissen. Dieses Muster ist bekannt und es ist bestätigt, dass die Anlage unter normalen Bedingungen zuverlässig und stabil arbeitet.
Die ARA Hofen weist insgesamt ebenfalls eine sehr gute Reinigungsleistung auf. Die 18 Überschreitungen beim Gesamt-Phosphor (statt zulässiger 12) konnten durch die EMV-Stufe (Elimination von Mikroverunreinigungen) vollständig kompensiert werden. Damit zeigt die Anlage, dass sie über effektive technische Reserven verfügt, um selbst bei herausfordernden Zulaufbedingungen die gesetzlichen Anforderungen sicherzustellen.
Auf die beiden ARA Hofen und Au wurden im Betriebsjahr 2025 insgesamt 16’964’822 m3 Abwasser geleitet. Es wurden 76 Tonnen Phosphor gebunden und im Klärschlamm entsorgt, 1’793 Tonnen Kohlenstoff entfernt und 324 Tonnen Stickstoff aus organischen Stickstoffverbindungen in ungefährliches Nitrat, in Luftstickstoff oder Klärschlammbestandteile umgewandelt.
Weiterentwicklung Labor
Das vergangene Jahr war geprägt von gezielter Weiterentwicklung und strategischer Optimierung der Laborprozesse. Die Ionenchromatographie läuft stabil und wurde erfolgreich erweitert. Neue Ionen wurden ins Analysenprogramm aufgenommen und erste externe Analysen konnten durchgeführt werden – ein wichtiger Schritt in Richtung Dienstleistungsangebot und Qualitätssicherung.
Die erfolgreiche Teilnahme am kantonalen Ringversuch zeigt, dass sämtliche Analysen den Anforderungen weiterhin entsprechen. Im Sinne der Effizienzsteigerung wurden unnötige Routineanalysen abgebaut. Diese Massnahme schafft Raum für relevante Untersuchungen und ermöglicht eine bessere Nutzung der Ressourcen. Zudem wurden weitere Digitalisierungsprojekte angestossen, die langfristig zur Automatisierung und Transparenz der Abläufe beitragen werden. Die Weichen für ein modernes, zukunftsorientiertes Labor sind gestellt.
Kehrichtheizkraftwerk (KHK) St.Gallen
Sanierung Schlackenbunker
Die Sanierung des knapp 40-jährigen Schlackenbunkers des KHK St.Gallen wurde im Berichtsjahr erfolgreich abgeschlossen. Anlass für die Massnahmen waren erhebliche Betonschäden, fortgeschrittene Bewehrungskorrosion sowie damit einhergehende statische Defizite.
Die Arbeiten erfolgten unter laufendem Betrieb des KHK und stellten besondere organisatorische, technische und logistische Anforderungen. Zur Aufrechterhaltung des Anlagenbetriebs wurde ein provisorisches Förderband eingesetzt, zudem war eine enge Koordination zwischen allen Beteiligten erforderlich.
Mit der gewählten Instandsetzungsmethode, einschliesslich der Einbindung eines modernen kathodischen Korrosionsschutzsystems, konnten die Tragsicherheit des Bauwerks und der Schutz vor Hochwasserereignissen der Sitter nachhaltig wiederhergestellt werden. Die umgesetzten Massnahmen sichern die langfristige Nutzung des Schlackenbunkers für mindestens 20 Jahre.
Ersatz Kabelschlepp Müllkran West
Der Ersatz des Hauptkabelschlepps des automatisierten Müllkrans West im Müllbunker des KHK wurde im Berichtsjahr erfolgreich umgesetzt. Die rund fünf Tonnen schwere Kabelschleppanlage erforderte eine sorgfältige Planung und Ausführung. Die Massnahme war notwendig, da der bestehende Kabelschlepp das Ende seiner technischen Lebensdauer erreicht hatte und die langfristig sichere Versorgung des im ganzjährigen Dauerbetrieb eingesetzten Krans mit Steuerungs- und Kommunikationssignalen nicht mehr gewährleistet war.
Die Arbeiten umfassten die Planung, das Engineering sowie die Demontage der bestehenden und die Montage einer neuen, vorkonfektionierten Kabelschleppanlage. Die Ausführung erfolgte in enger Abstimmung mit dem Anlagenbetrieb; der Müllkran West war während der Montagezeit lediglich rund 62 Stunden ausser Betrieb. Der Austausch erfolgte gemäss einem präzise definierten Montage- und Inbetriebnahme-Plan. Während dieser Zeit hielt der Kran Ost die Anlieferung und Beschickung der Ofenlinien aufrecht. Nach Abschluss der elektrischen Anschlüsse, der Signaltests sowie der Inbetriebnahme konnte die Krananlage West erfolgreich in den Regelbetrieb überführt werden. Mit dem Ersatz des Hauptkabelschlepps ist die Betriebssicherheit des Müllkrans West langfristig sichergestellt und die hohe Anlagenverfügbarkeit weiterhin gewährleistet.
Inbetriebnahme Primärluftentstaubung
Mit der Inbetriebnahme der Primärluftentstaubungsanlage im Januar wurde ein weiterer wichtiger Schritt zur Modernisierung und zukunftsgerichteten Weiterentwicklung des KHK realisiert. Die Anlage ist seitdem erfolgreich in Betrieb und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Arbeitssicherheit, zur Verbesserung des Umweltschutzes sowie zur Steigerung der Anlagenverfügbarkeit des KHK. Die Primärluftentstaubung erfolgt dabei durch eine zyklonartige Wirkung, bei der die Staubpartikel infolge der rotierenden Luftströmung aus dem Luftstrom herausgetrennt, über einen nachgeschalteten Schlauchfilter gesammelt und der abgeschiedene Staub anschliessend direkt der Verbrennung zugeführt wird. Die neue Primärluftentstaubungsanlage schützt Mitarbeitende sowie staubempfindliche Anlagenkomponenten durch zuverlässige Absaugung vor Staubemissionen aus dem Müllbunker. Gleichzeitig konnten durch ihren Einsatz der Reinigungsaufwand sowie der Bedarf an konventionellen Filter- und Schutzmaterialien deutlich reduziert werden.
Bereits im ersten Betriebsjahr erfüllte die Anlage sämtliche betrieblichen, sicherheitstechnischen und umweltrelevanten Anforderungen vollumfänglich. Der stabile und störungsfreie Betrieb trug massgeblich zur Erhöhung der Verfügbarkeit der Verbrennungs- und Energieerzeugungsprozesse bei und unterstützte direkt die zuverlässige Energielieferung an das Strom- und Fernwärmenetz. Die Primärluftentstaubungsanlage hat sich somit bereits im ersten Betriebsjahr als effiziente und nachhaltige Investition bewährt und stärkt langfristig die Betriebs- und Arbeitssicherheit des KHK.
Installation Sicherheits-Flachschieber
Aufgrund gestiegener Sicherheitsanforderungen an Wartung und Instandhaltung wurde im Berichtsjahr ein Sicherheits-Flachschieber vor dem Entschlacker der Ofenlinie 2 installiert. Die Massnahme dient dem verbesserten Schutz des Wartungs- und Betriebspersonals sowie der sicheren Trennung des Entschlacker-Bereichs während Instandhaltungsarbeiten, sowohl im laufenden Betrieb als auch bei Stillstand des Verbrennungsprozesses.
Der Sicherheits-Flachschieber ermöglicht eine zuverlässige hydraulische Absperrung und verhindert ungewollte Bewegungen oder Schlackenaustrag während Wartungs- und Revisionsarbeiten. Dadurch konnte die Arbeitssicherheit weiter erhöht, das Risiko für das Personal deutlich reduziert und die Durchführung von Unterhaltsarbeiten auch bei laufender Anlage nachhaltig verbessert werden.
Carbon Capture and Storage (CCS)
Im Berichtsjahr wurden die Aktivitäten zur Einführung von Carbon Capture and Storage (CCS) in der Schweizer Kehrichtverwertungsbranche weiter vorangetrieben. Im Rahmen der Branchenvereinbarung zwischen dem Verband der Betreiber Schweizerischer Abfallverwertungsanlagen (VBSA) und dem Bund (UVEK) wurde im Berichtsjahr die KVA Linth in Niederurnen als Projektierungsstandort für die erste CCS-Anlage bestimmt. Die vorliegenden Projekt- und Vorstudien bestätigten die grundsätzliche technische Machbarkeit von CCS, zeigten jedoch auch die erheblichen Investitions- und Betriebskosten auf. Parallel dazu wurden Abscheidungsverfahren, Umweltaspekte sowie Transport- und Speicherlösungen vertieft analysiert. Die Ergebnisse belegen den potenziellen Beitrag von CCS zur Erreichung der nationalen Klimaziele. Insbesondere aufgrund des biogenen Anteils im Abfall können Negativemissionen entstehen.
Eine zentrale Herausforderung stellt derzeit die Finanzierung dar, die noch nicht abschliessend gesichert ist. Diskutiert wird ein einheitlicher Finanzierungsmechanismus für Kehrichtverwertungsanlagen, der eine solidarische Beteiligung aller Anlagen vorsieht. Insbesondere sind die rechtlichen Grundlagen für eine tragfähige Finanzierungsregelung in Abstimmung mit dem UVEK weiter zu klären und neu zu verhandeln. Für das KHK ist CCS von strategischer Bedeutung im Hinblick auf die langfristige Ausrichtung der Anlage. Eine Umsetzung am Standort St.Gallen ist jedoch abhängig von den weiteren politischen, regulatorischen und wirtschaftlichen Entwicklungen und langfristige Verfahren sind zu berücksichtigen.
Grafik 1 (eigene Grafik; Quelle: KVA Linth):
Prinzip: Im KHK soll das CO2 aus dem Rauchgas abgeschieden und verdichtet bzw. verflüssigt werden, um es transportfähig zu machen. Per Bahn, Schiff oder Pipeline wird das CO2 zu erschöpften Gas- oder Ölfeldern transportiert und definitiv eingelagert (CCS). Die direkte Nutzung des CO2 wird als CCU (Carbon Capture Use) bezeichnet und kann z.B. zur Herstellung von synthetischen Treibstoffen genutzt werden.
SwissZinc
Das Projekt verfolgt das Ziel der inländischen Rückgewinnung von Metallen – insbesondere Zink – aus KVA-Filteraschen und Hydroxidschlämmen und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung der Schweizer Kreislaufwirtschaft. Vor dem Hintergrund der bevorstehenden Anpassungen der Abfallverordnung (VVEA) und der daraus resultierenden Verpflichtung zur Metallrückgewinnung aus Filteraschen wurden im Berichtsjahr zentrale Grundlagen für das Projekt erarbeitet. Dazu zählten insbesondere die Klärung der politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen, die Ausarbeitung des Beteiligungsmodells sowie die Erarbeitung fundierter Entscheidungsgrundlagen für alle beteiligten Schweizer Kehrichtverwertungsanlagen. Auch wurde der Standort für die Aufbereitung der Filterasche definiert.
Für das KHK St.Gallen stellt SwissZinc eine langfristige Lösung für die gesetzeskonforme, umweltverträgliche und wirtschaftlich planbare Entsorgung der eigenen Verbrennungsrückstände dar. Gleichzeitig trägt das Projekt zur Reduktion von Umweltbelastungen im In- und Ausland bei und stärkt die inländische Wertschöpfung. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden eine zentrale Grundlage für die weiteren strategischen Entscheidungsprozesse in den kommenden Jahren.
Grafik 2 (eigene Grafik; Quelle «SwissZinc»):
Prinzip: Abfälle sollen dem KHK zur thermischen Behandlung zugeführt werden, wobei im Rahmen dieses Verwertungsprozesses zunächst Flug- und Elektrofilteraschen in der Rauchgasreinigung abgeschieden werden (1). Diese Aschen sind stark mit Schwermetallen wie Zink, Blei, Cadmium und Quecksilber belastet und werden daher in einer sauren Flugaschewäsche weiterbehandelt (2). Dabei werden die Schwermetalle aus der Asche gelöst und bleiben als Hydroxidschlämme zurück. Diese Schlämme werden weiter aufbereitet und die enthaltenen Schwermetalle separiert (3). Insbesondere Zink wird in grossen Mengen herausgelöst und kann als Rohstoff an die Zinkindustrie geliefert werden.
Fernwärmeprojekt «Hestia» – Ausbau Fernwärmezentrale Au
Im Rahmen des Fernwärmeprojekts «Hestia» der St.Galler Stadtwerke (sgsw) wurde im Berichtsjahr der Ausbau und die Erneuerung der Fernwärmezentrale Au gestartet. Die Bau- und Gesamtprojektverantwortung liegt bei den sgsw. Da sich der Bauplatz auf dem Areal des Kehrichtheizkraftwerks St.Gallen befindet und zentrale Anlagenteile – insbesondere der 916 m3 grosse Heisswasserspeicher, der neue Heizkessel sowie weitere technische Erweiterungen – direkt in das bestehende System des KHK integriert werden, war eine enge und vertiefte Zusammenarbeit erforderlich. Seitens des KHK umfasste diese Mitarbeit insbesondere die Koordination der Bau- und Montagearbeiten auf dem Betriebsgelände, die Abstimmung der Schnittstellen zu den bestehenden Anlagen sowie die Sicherstellung des laufenden Anlagenbetriebs während der Bauphase. Die komplexen technischen und organisatorischen Abhängigkeiten erforderten eine intensive Projektbegleitung und eine enge Abstimmung zwischen allen Beteiligten.
Mit dem neuen Heisswasserspeicher und der umfassenden Erneuerung der Fernwärmezentrale Au wird die Nutzung der Abwärme aus dem KHK weiter optimiert. Die zusätzliche Speicherkapazität ermöglicht eine verbesserte zeitliche Entkopplung von Wärmeerzeugung und -bedarf und trägt zu einer effizienteren und flexibleren Einspeisung der KHK-Abwärme in das Fernwärmenetz bei. Mit dem Ausbau wird ein weiterer wesentlicher Beitrag zur Stärkung der Fernwärmeversorgung und zur nachhaltigen Nutzung der Abwärme des Kehrichtheizkraftwerks in der Stadt St.Gallen geleistet.
Abfalllogistik
Die in der Stadt St.Gallen gesammelte Kehrichtmenge blieb im Berichtsjahr mit insgesamt 15’527 Tonnen gegenüber dem Vorjahr konstant. Die Anzahl neu gelöster Grüngut-Abonnemente sowie der angeschlossenen Haushalte nahm gegenüber dem Vorjahr zu: Im Berichtsjahr wurden 136 Abos neu gelöst, gesamthaft beträgt der Stand der Abos 3’074. An der Sammlung beteiligten sich 15’670 Haushalte mit einer Zunahme von 972 Haushalten im Berichtsjahr. Die Menge des gesammelten Grünguts stieg im Vergleich zum Vorjahr um rund fünf Prozent.
Die Kartonsammelmenge blieb insgesamt auf einem konstanten Niveau, während die Mengen von Papier, Glas und Aluminium / Weissblech leicht abnahmen. Detaillierte Informationen stehen auf dem OpenData-Portal der Stadt St.Gallen zur Verfügung (daten.stadt.sg.ch) sowie in der Beilage «Kennzahlen Entsorgung St.Gallen».
50 Jahre Gebührensack
Seit dem Jahr 1975 entsorgt die Bevölkerung der Stadt St.Gallen ihren Abfall über Gebührensäcke – ein System, das die Stadt als erste eingeführt hat und das heute schweizweit etabliert ist. Die Lancierung des Gebührensacks vor 50 Jahren geht auf ein Bürgerreferendum zurück: Ein von der Stadt geplantes Gebührenreglement, das die Abfallgebühr nach Wohnungsgrösse bemessen hätte, wurde mit fast 70 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt. Als Alternative wurde am 30. Juni 1975 der erste St.Galler Gebührensack eingeführt, der seither als bewährtes Beispiel einer verursachergerechten Abfallentsorgung gilt.
«U-Sack»: Jubiläums-Aktion für den Einwurf in Unterflurbehälter
Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Gebührensacks bedankte sich Entsorgung St.Gallen bei der Bevölkerung für ihre Unterstützung und das umweltfreundliche Entsorgen. An der OFFA wurde der «U-Sack» der Öffentlichkeit vorgestellt und per 30. Juni 2025 im Rahmen einer befristeten Jubiläums-Aktion zum Sonderpreis eingeführt. Der «U-Sack» lehnt sich an die Innovation aus dem Jahr 1975 an und ist ebenfalls eine schweizweite Neuheit. Er darf nur in Unterflurbehältern entsorgt werden. In St.Gallen sind mittlerweile 436 Unterflurbehälter im Einsatz, rund 93 Prozent der Haushalte befinden sich in maximal 150 Metern Gehdistanz zu einem Behälter. Der «U-Sack» trägt zu einem saubereren Stadtbild bei, verhindert das Aufreissen von Abfallsäcken durch Tiere und erleichtert die Arbeit des Sammelpersonals. Dadurch wird die Abfallsammlung effizienter und belastungsärmer gestaltet. Aufgrund des dadurch geänderten Verhaltens der Entsorgenden müssen einige Unterflurbehälter neu mehrfach pro Woche geleert werden. Die Integration in die Tourenplanung erfolgt kontinuierlich.
Ersatzbeschaffung Sammelflotte
Die Ausschreibung von zwei weiteren Kehrichtfahrzeugen sowie eines Hakenfahrzeugs für die Wertstoffsammlung mit elektrischem Antrieb wurde abgeschlossen und die Fahrzeuge sind bestellt. Aufgrund der Lieferfrist von rund eineinhalb Jahren wird die Sammlung von Kehricht und Wertstoffen voraussichtlich ab dem Jahr 2027 vollständig elektrisch erfolgen.
Einführung Sammelsack für Plastik-Recycling
Mit der Separatsammlung von Plastikabfällen sollen Wertstoffe im Kreislauf gehalten und Emissionen reduziert werden. Der Detailhandel führte dazu ein Sammelangebot mit dem «RecyBag»-System der Schweizer Non-Profit-Organisation RecyPac ein. RecyPac strebt ein schweizweites Recyclingsystem für Plastikverpackungen und Getränkekartons an und hat von Entsorgung St.Gallen eine Konzession erhalten. Ein wesentlicher Vorteil besteht darin, dass die bestehende Rücklogistik des Handels genutzt werden kann, wodurch zusätzliche Fahrten vermieden werden.
Deponie
Im Berichtsjahr wurde in allen vier Kompartimenten der Deponie Tüfentobel insgesamt weniger Material eingebaut als im Vorjahr. Beim sauberen Aushubmaterial des Typs A ging die Einbaumenge um rund 70’000 Tonnen zurück, was auf die geltende Kontingentierung zurückzuführen ist. Wenig belastete mineralische Abfälle (Typ B) wurden aufgrund einer restriktiveren Anwendung der Verordnung über die Vermeidung und Entsorgung von Abfällen (VVEA) nur noch dann angenommen, wenn sie nicht dem Recycling zugeführt werden konnten, wodurch die Annahmemenge halbiert wurde. Vom Material des Typs D (KHK-Schlacke) wurden nach Aufbereitung und Rückgewinnung der Wertstoffe 16’007 Tonnen eingebaut. Im Berichtsjahr lag der Wert unter dem Vorjahresniveau, da keine Schlacke aus anderen Kehrichtverwertungsanlagen entgegengenommen wurde. Die Einbaumenge stark belasteter Abfälle (Typ E) sank im Vergleich zum Vorjahr wieder. Insgesamt spiegeln die Entwicklungen die Auswirkungen regulatorischer Vorgaben und optimierter Verwertungsprozesse wider.
Entgasungsanlage
Das über Gasbrunnen angesaugte, methanhaltige Deponiegas wird über die Gasverbrennungsanlage thermisch entsorgt. Da Methan eine rund 28-fach höhere Klimawirkung als Kohlendioxid (CO2) aufweist, leistet diese Massnahme einen wesentlichen Beitrag zur Emissionsminderung. Im Berichtsjahr konnten dadurch 504 Tonnen CO2-Äquivalente vermieden werden (Vorjahr 586 Tonnen). Die anfallende Deponiegasmenge unterliegt witterungsbedingten Schwankungen. Die bei der Deponiegasverbrennung entstehende Abwärme wird zur Beheizung des Betriebsgebäudes und des Werkstattbereichs genutzt.
Schlackenaufbereitung
Die Aufbereitung der Rohschlacke sowie die damit verbundene Rückgewinnung von Wertstoffen erfolgen jeweils mittels einer mobilen Anlage vor Ort durch ein externes Unternehmen. Die Qualität der zurückgewonnenen Wertstoffe ist durchgehend sehr gut. Die behandelte Schlacke wird im Anschluss daran definitiv auf der Deponie eingebaut.
| Schlackenaufbereitung | ||
| Rohschlacke Q2 / 2024 | Rohschlacke Q2 / 2025 | |
| t | t | |
| Behandelte Schlacke total | 19’397.7 | 17'626.1 |
| davon Schlacke VfA Buchs | 3’951.7 | 0.0 |
| Eisenschrott | 1’066.3 | 957.7 |
| Nichteisen-Metalle (z.B. Aluminium, Kupfer) | 454.3 | 395.1 |
| Edelstahl | 47.9 | 44.1 |
| Elektro-Motoren (Fe-Cu) | 22.0 | 18.2 |
| Total Ausbeute | 1’590.5 | 1’415.1 |
| Anteil Gewichtsprozente | 8.2 % | 8.0 % |
Tabelle Schlackenaufbereitung: Mengen Q2 / 2024 im Vergleich zu Q2 / 2025
Projekt Erweiterung Tüfentobel
Die bestehende Deponie Tüfentobel soll um ein Volumen von rund 4 Millionen Kubikmetern erweitert werden. Das interdisziplinäre Planerteam, bestehend aus Fachpersonen aus den Bereichen Deponietechnik, Geologie, Wasserbau, Landschaft, Verkehr, Umwelt und Ökologie, erarbeitete im Berichtsjahr die Grundlagen für das Auflageprojekt. Aufgrund verfahrenstechnischer Anpassungen seitens des Kantons St.Gallen und infolge neuer rechtlicher Rahmenbedingungen kommt es zu Verzögerungen im Projektfortschritt.
Infoveranstaltung Deponie Tüfentobel
Am 24. September lud die Deponie Tüfentobel in Engelburg zu einem öffentlichen Informationsanlass ein. Über 80 interessierte Personen mehrheitlich aus der Gemeinde Gaiserwald nutzten die Gelegenheit, sich aus erster Hand über den laufenden Betrieb und den aktuellen Stand des Erweiterungsprojekts «Optimale Auffüllung» zu informieren.
Fonds für ökologische Ausgleichsmassnahmen der Deponie Tüfentobel
Entsorgung St.Gallen unterstützt mit dem Fonds für ökologische Ausgleichsmassnahmen der Deponie Tüfentobel gezielte Massnahmen zur Förderung von Lebensräumen schützenswerter Tier- und Pflanzenarten. Der Fonds beteiligt sich an Projekten sowohl auf dem Stadtgebiet St.Gallen als auch auf dem Gemeindegebiet Gaiserwald. Er wird mit einem Prozent der jährlichen Gebühreneinnahmen der Deponie geäufnet. Per 31. Dezember 2025 beliefen sich die Fondsreserven auf 1’107’963 Franken. Im Berichtsjahr wurden 11 Projekte unterstützt und Förderbeiträge in der Höhe von insgesamt 145’698 Franken gesprochen, mitunter für folgende Projekte:
Fast täglich war ESG an der Olma präsent – allerdings nicht mit einem Stand zur Erläuterung von fachgerechter Entsorgung oder mit Erklärungen zur Schwammstadt St.Gallen. Der Auftritt war eine Spur kreativer und wurde damit dem Jubiläum mit der Errungenschaft aus dem Jahr 1975 – dem Gebührensack – gerecht. ESG hat ein Olma-Säuli ins Rennen geschickt. Verschiedene Namen – wie Entso, Güseli, Unterflurina, Gebührli, Säuberli – wurden intern vorgeschlagen, ein «ferrarirotes» Rennmänteli entworfen und genäht und die Rennvorbereitung im Training auf dem Bauernhof verfolgt. Das Publikum in der Olma-Arena sowie Kundinnen und Kunden, Partner und Mitarbeitende haben unseren Auftritt und jenen von «Güseli» – dieser Name machte schlussendlich das Rennen – mit Freude aufgenommen und kräftig angefeuert.
Rennatmosphäre an der Olma und das ESG-Säuli mittendrin. (Foto: Michael Huwiler)
Die Sanierung des Schlackenbunkers des KHK erfolgte unter laufendem Betrieb und stellte besondere organisatorische, technische und logistische Anforderungen. (Foto: Entsorgung St.Gallen)
Im Zuge der Erweiterung der ARA Au wurden die Verkehrsflächen neugestaltet. Entsprechend dem Schwammstadt-Prinzip kamen überwiegend sickerfähige Beläge zum Einsatz. Nur Flächen für den Transport von Chemikalien und Gefahrenstoffen wurden versiegelt, während die übrigen Areale mit Sickerbelägen oder naturnah mit Ruderalflächen und Naturwiesen aufgewertet wurden. (Foto: Entsorgung St.Gallen)
Mit der Inbetriebnahme der Primärluftentstaubungsanlage wurde ein weiterer Schritt zur Modernisierung des KHK realisiert. Die Anlage ist erfolgreich in Betrieb und trägt wesentlich zur Erhöhung der Arbeitssicherheit, zur Verbesserung des Umweltschutzes und zur Steigerung der Anlagenverfügbarkeit bei. (Foto: Entsorgung St.Gallen)
Leitungsgang der modernisierten ARA Au: Im neu erstellten Energiekanal verlaufen die Elektroverteilungen sowie zahlreiche Installationen für die Anlagenerweiterung. (Foto: Ueli Alder)
Ersatz des Hauptkabelschlepps im Müllbunker des KHK: Die rund fünf Tonnen schwere Anlage überträgt Steuerungs- und Kommunikationssignale zum Müllkran. (Foto: Entsorgung St.Gallen)
Als wichtiger Beitrag zum Gewässerschutz wurde an der Bruggwaldstrasse ein neuer Meteorwasserkanal erstellt zur getrennten Ableitung von sauberem Regenwasser und verschmutztem Abwasser. (Foto: Entsorgung St.Gallen)
Im Rahmen des Jubiläums «50 Jahre Gebührensack» und zur Förderung der Nutzung der Unterflurbehälter wurde der «Jubiläums-U-Sack» vorläufig befristet eingeführt. Dieser ist ausschliesslich für den Einwurf in die Unterflurbehälter bestimmt und darf nicht der Strassensammlung übergeben werden. (Foto: Anna-Tina Eberhard)
An der OFFA-Sonderschau wurde der «Jubiläums-U-Sack» dem Publikum vorgestellt. (Foto: Michael Huwiler)
Gewässerschutz
| 2023 | 2024 | 2025 | Δ zum Vorjahr | ||
| Finanzen in TCHF | |||||
| Entgelte | 16’259 | 13’114 | 11’068 | −2’046 | −16 % |
| übrige Erträge | 1’376 | 1’539 | 1’475 | −64 | −4 % |
| Vermögenserträge | 142 | 134 | 159 | +25 | 19 % |
| Total Erträge | 17’777 | 14’787 | 12’703 | −2’084 | −14 % |
| Personalaufwand | 3’896 | 3’849 | 3’966 | +117 | 3 % |
| Sachaufwand | 5’481 | 5’484 | 5’183 | −302 | −5 % |
| übriger Aufwand | 1’263 | 1’245 | 1’280 | +35 | 3 % |
| Einlage Fonds | 300 | 300 | 300 | +0 | 0 % |
| Zinsen | 811 | 851 | 817 | −34 | −4 % |
| Abschreibungen | 3’905 | 4’155 | 3’923 | −232 | −6 % |
| Total Aufwand | 15’657 | 15’884 | 15’468 | −416 | −3 % |
| Veränderung Spezialfinanzierung | 2’120 | −1’097 | −2’765 | −1’668 | 152 % |
Kanalnetz (Bau und Unterhalt)
| 2023 | 2024 | 2025 | Δ zum Vorjahr | ||
| Finanzen in TCHF | |||||
| Entgelte | 138 | 153 | 149 | −4 | −3 % |
| übrige Erträge | 10 | 20 | 12 | −8 | −40 % |
| Total Erträge | 148 | 173 | 161 | −12 | −7 % |
| Personalaufwand | 667 | 681 | 668 | −12 | −2 % |
| Sachaufwand | 1’029 | 1’072 | 1’005 | −66 | −6 % |
| übriger Aufwand | 357 | 343 | 360 | +17 | 5 % |
| Zinsen | 597 | 614 | 571 | −43 | −7 % |
| Abschreibungen | 2’530 | 2’704 | 2’707 | +4 | 0 % |
| Total Aufwand | 5’180 | 5’412 | 5’312 | −100 | −2 % |
| Aufwandsüberschuss | −5’032 | −5’239 | −5’151 | +88 | −2 % |
Abwasserbetriebe
| 2023 | 2024 | 2025 | Δ zum Vorjahr | ||
| Finanzen in TCHF | |||||
| Entgelte | 1’396 | 1’339 | 1’344 | +5 | 0 % |
| übrige Erträge | 46 | 54 | 48 | −6 | −11 % |
| Vermögenserträge | 136 | 123 | 146 | +23 | 19 % |
| Total Erträge | 1’579 | 1’516 | 1’538 | +22 | 1 % |
| Personalaufwand | 1’233 | 1’251 | 1’267 | +16 | 1 % |
| Sachaufwand | 3’351 | 3’596 | 3’268 | −328 | −9 % |
| übriger Aufwand | 464 | 505 | 488 | −17 | −3 % |
| Zinsen | 164 | 190 | 206 | +16 | 8 % |
| Abschreibungen | 1’119 | 1’195 | 959 | −236 | −20 % |
| Total Aufwand | 6’331 | 6’737 | 6’189 | −548 | −8 % |
| Aufwandüberschuss | −4’752 | −5’221 | −4’651 | +570 | −11 % |
Abfalllogistik
| 2023 | 2024 | 2025 | Δ zum Vorjahr | ||
| Finanzen in TCHF | |||||
| Entgelte | 7’520 | 8’116 | 7’899 | −217 | −3 % |
| übrige Erträge | 127 | 116 | 114 | −2 | −2 % |
| Vermögenserträge | 167 | 173 | 174 | +1 | 1 % |
| Total Erträge | 7’815 | 8’405 | 8’187 | −218 | −3 % |
| Personalaufwand | 2’084 | 2’035 | 1’899 | −136 | −7 % |
| Sachaufwand | 4’277 | 4’446 | 4’464 | +18 | 0 % |
| übriger Aufwand | 792 | 815 | 820 | +5 | 1 % |
| Zinsen | 59 | 57 | 51 | −6 | −11 % |
| Abschreibungen | 280 | 282 | 284 | +2 | 1 % |
| Total Aufwand | 7’491 | 7’635 | 7’518 | −117 | −2 % |
| Veränderung Spezialfinanzierung | 324 | 771 | 670 | −101 | −13 % |
Deponie
| 2023 | 2024 | 2025 | Δ zum Vorjahr | ||
| Finanzen in TCHF | |||||
| Entgelte | 9’712 | 12’589 | 7’424 | −5’166 | −41 % |
| übrige Erträge | 1’602 | 1’831 | 1’160 | −672 | −37 % |
| Vermögenserträge | 532 | 397 | 1’030 | +633 | 159 % |
| Total Erträge | 11’847 | 14’817 | 9’613 | −5’204 | −35 % |
| Personalaufwand | 856 | 885 | 773 | −112 | −13 % |
| Sachaufwand | 2’437 | 2’073 | 1’633 | −440 | −21 % |
| Abgeltung allgemeiner Haushalt | 2’700 | 2’700 | 4’700 | +2’000 | 74 % |
| übriger Aufwand | 1’810 | 1’951 | 1’435 | −516 | −26 % |
| ökologische Ausgleichsmassnahmen | 91 | 125 | 71 | −54 | −43 % |
| Zinsen | 3 | 6 | 9 | +3 | 50 % |
| Abschreibungen | 6 | 29 | 6 | −23 | −79 % |
| Total Aufwand | 7’903 | 7’769 | 8’628 | +859 | 11 % |
| Veränderung Spezialfinanzierung | 3’944 | 7’048 | 985 | −6’063 | −86 % |
Abwasserreinigungsanlage Au-St.Gallen
| Rechnung 2024 | Voranschlag 2025 | Rechnung 2025 | |
| Betriebsmengen | |||
| Personaleinsatz in Std. | 7’370 | 7’600 | 7’936 |
| Zufluss zur Biologie in m3/Jahr | 9’356’186 | 7’711’400 | |
| Berechnung nach Einwohnergleichwerten | |||
| St.Gallen | 49’550 | 52’000 | 47’890 |
| Gaiserwald | 14’590 | 15’400 | 13’780 |
| Gossau | 5’656 | 5’800 | 6’262 |
| Teufen, Stein, Hundwil | 2’800 | 3’797 | |
| Total | 69’796 | 76’000 | 71’729 |
| Verrechnete Leistungen Trockensubstanz (TS) in Tonnen | |||
| Schlammbehandlung ARA Au | 932 | 916 | |
| Rechnung 2024 | Voranschlag 2025 | Rechnung 2025 | ||||
| Einwohnergleichwerte | ||||||
| St.Gallen | 49’550 | 70.99 % | 52’000 | 68.42 % | 47’890 | 66.77 % |
| Gaiserwald | 14’590 | 20.90 % | 15’400 | 20.26 % | 13’780 | 19.21 % |
| Gossau | 5’656 | 8.10 % | 5’800 | 7.63 % | 6’262 | 8.73 % |
| Teufen, Stein, Hundwil | 0.00 % | 2’800 | 3.68 % | 3’797 | 5.29 % | |
| Total | 69’796 | 100.00 % | 76’000 | 100.00 % | 71’729 | 100.00 % |
| Aufteilung Betriebskosten in CHF | ||||||
| St.Gallen | 1’286’975.73 | 70.99 % | 1’327’183.68 | 68.42 % | 1’364’507.03 | 66.77 % |
| Gaiserwald | 378’950.07 | 20.90 % | 393’050.55 | 20.26 % | 392’627.00 | 19.21 % |
| Gossau | 146’904.84 | 8.10 % | 148’032.03 | 7.63 % | 178’420.19 | 8.73 % |
| Teufen, Stein, Hundwil | 0.00 | 0.00 % | 71’463.74 | 3.68 % | 108’186.12 | 5.29 % |
| Total | 1’812’830.64 | 100.00 % | 1’939’730.00 | 100.00 % | 2’043’740.34 | 100.00 % |
Erfolgsrechnung Abwasserreinigungsanlage Au-St.Gallen
| in CHF | Rechnung 2024 | Voranschlag 2025 | Rechnung 2025 | |
| Aufwand Art. | Betriebskosten in CHF | |||
| 1 | Löhne / Sozialleistungen | 541’443.54 | 683’700.00 | 667’974.71 |
| 2 | Werkkosten | |||
| 2.1 | Strom | 210’859.69 | 255’500.00 | 228’351.66 |
| 2.3 | Trinkwasser | 4’763.62 | 2’500.00 | 790.93 |
| 2.4 | Phosphatfällung | 81’031.23 | 86’500.00 | 88’030.39 |
| 2.5 | Rücklaufbehandlung | 7’907.87 | 10’700.00 | 11’100.16 |
| 2.6 | Schlamm-Entsorgung | 419’477.47 | 476’500.00 | 396’108.70 |
| 2.7 | Schlamm-Transporte | 0.00 | 0.00 | 0.00 |
| 2.8 | Rechengut und Sandfang | 38’461.95 | 40’000.00 | 47’996.64 |
| 2.9 | Unterhalt / Reparaturen Maschinen | 62’821.57 | 59’000.00 | 58’946.16 |
| 2.1 | Unterhalt / Reparaturen Gebäuden | 105’688.86 | 113’000.00 | 109’715.48 |
| 2.11 | Anschaffungen Maschinen, Geräte, Ersatzteile | 143’801.78 | 141’000.00 | 139’381.76 |
| 2.12 | Betriebs-, Unterhalts- und Reinigungsmaterial | 14’123.57 | 20’000.00 | 26’400.49 |
| 2.13 | Untersuchungen, Expertisen | 114’025.95 | 173’000.00 | 168’159.28 |
| 2.14 | Versicherungsprämien | 30’937.26 | 32’100.00 | 32’393.59 |
| 3 | Sonstige Betriebsaufwendungen | |||
| 3.4 | Übriger Personalaufwand | 5’386.43 | 7’100.00 | 4’144.59 |
| 3.5 | Unterhalt der Betriebsfahrzeuge | 9’083.25 | 8’400.00 | 7’202.38 |
| 3.1 | übriger Sachaufwand | 7’072.28 | 9’000.00 | 8’415.30 |
| 3.11 | Informatikaufwand | 16’926.21 | 17’000.00 | 18’220.63 |
| Total Aufwand | 1’813’812.53 | 2’135’000.00 | 2’013’332.85 | |
| Verwaltungskosten 16 % vom Aufwand | 290’210.00 | 341’600.00 | 322’133.26 | |
| Total Betriebsaufwand | 2’104’022.53 | 2’476’600.00 | 2’335’466.11 | |
| Betriebserträge in CHF | ||||
| 4.2 | Rückerstattung aus Versicherungen | 0.00 | 0.00 | 0.00 |
| 4.3 | Einnahme aus Stromverkauf | 260’927.62 | 304’000.00 | 257’384.29 |
| 4.4 | Einnahme Rücklaufbehandlungsinvestitionen | 23’500.00 | 23’500.00 | 23’500.00 |
| 4.5 | Einnahme Schlammverbrennungsinvestitionen | 0.00 | ||
| 4.6 | übrige Einnahmen | 6’764.29 | 0.00 | 10’841.48 |
| Total Betriebserträge | 291’191.91 | 327’500.00 | 291’725.77 | |
| Netto Betriebskosten | 1’812’830.62 | 2’149’100.00 | 2’043’740.34 |
Abwasserreinigungsanlage Hofen-St.Gallen
| Rechnung 2024 | Voranschlag 2025 | Rechnung 2025 | |
| Betriebsmengen | |||
| Personaleinsatz in Std. | 7’476 | 8’200 | 7’743 |
| Gesamtzufluss in m3/Jahr | 11’166’050 | 10’000’000 | 9’152’180 |
| Berechnungswassermengen in m3 | |||
| St.Gallen | 3’414’124 | 3’540’000 | 3’454’328 |
| Wittenbach | 654’081 | 675’000 | 674’979 |
| Total | 4’068’205 | 4’215’000 | 4’129’307 |
| Verrechnete Leistungen Trockensubstanz (TS) in Tonnen | |||
| Schlammbehandlung ARA Au | 1’219 | 1’079 | |
| Rechnung 2024 | Voranschlag 2025 | Rechnung 2025 | ||||
| Aufteilung Betriebskosten nach Gemeinden | ||||||
| Wassermengen in m3 | ||||||
| St.Gallen | 3’414’124 | 83.92 % | 3’540’000 | 83.99 % | 3’454’328 | 83.65 % |
| Wittenbach | 654’081 | 16.08 % | 675’000 | 16.01 % | 674’979 | 16.35 % |
| Total | 4’068’205 | 100.00 % | 4’215’000 | 100.00 % | 4’129’307 | 100.00 % |
| Aufteilung Betriebskosten in CHF | ||||||
| St.Gallen | 2’056’598.61 | 83.92 % | 2’048’454.80 | 83.99 % | 1’698’096.10 | 83.65 % |
| Wittenbach | 394’005.04 | 16.08 % | 390’595.20 | 16.01 % | 331’809.60 | 16.35 % |
| Total | 2’450’603.65 | 100.00 % | 2’439’050.00 | 100.00 % | 2’029’905.70 | 100.00 % |
Erfolgsrechnung Abwasserreinigungsanlage Hofen-St.Gallen
| in CHF | Rechnung 2024 | Voranschlag 2025 | Rechnung 2025 | |
| Aufwand Art. | Betriebskosten in CHF | |||
| 1 | Löhne / Sozialleistungen | 575’277.98 | 590’000.00 | 557’302.84 |
| 2 | Werkkosten | |||
| 2.1 | Strom | 40’371.34 | 50’400.00 | 38’544.96 |
| 2.3 | Trinkwasser | 2’990.63 | 2’500.00 | 3’339.90 |
| 2.4 | Phosphatfällung | 126’615.09 | 136’500.00 | 130’279.74 |
| 2.5 | Rücklaufbehandlung | 1’506.26 | 2’000.00 | 3’700.05 |
| 2.6 | Schlamm-Entsorgung | 585’713.73 | 608’800.00 | 466’630.84 |
| 2.7 | Schlamm-Transporte | 176’882.98 | 190’000.00 | 153’119.43 |
| 2.8 | Rechengut und Sandfang | 38’539.20 | 43’000.00 | 32’229.07 |
| 2.9 | Unterhalt / Reparaturen Maschinen | 72’858.73 | 99’000.00 | 62’975.63 |
| 2.10 | Unterhalt / Reparaturen Gebäuden | 178’573.70 | 118’800.00 | 111’316.96 |
| 2.11 | Anschaffungen Maschinen, Geräte, Ersatzteile | 146’203.94 | 147’000.00 | 122’846.80 |
| 2.12 | Betriebs-, Unterhalts- und Reinigungsmaterial | 61’993.51 | 61’000.00 | 71’145.75 |
| 2.13 | Untersuchungen, Expertisen | 190’801.51 | 116’000.00 | 94’992.55 |
| 2.14 | Versicherungsprämien | 37’574.66 | 35’700.00 | 33’684.44 |
| 3 | Sonstige Betriebsaufwendungen | |||
| 3.4 | Übriger Personalaufwand | 5’360.20 | 7’200.00 | 4’686.43 |
| 3.5 | Unterhalt der Betriebsfahrzeuge | 9’059.25 | 8’400.00 | 9’017.73 |
| 3.10 | übriger Sachaufwand | 10’168.63 | 8’900.00 | 8’770.52 |
| 3.11 | Informatikaufwand | 15’055.07 | 15’500.00 | 15’126.08 |
| Total Aufwand | 2’275’546.41 | 2’240’700.00 | 1’919’709.72 | |
| Verwaltungskosten 16 % vom Aufwand | 364’087.43 | 358’500.00 | 307’153.56 | |
| Total Betriebsaufwand | 2’639’633.84 | 2’599’200.00 | 2’226’863.28 | |
| Betriebserträge in CHF | ||||
| 4.2 | Rückerstattung aus Versicherungen | 0.00 | 0.00 | 0.00 |
| 4.3 | Einnahme aus Stromverkauf | 92’030.69 | 68’000.00 | 74’555.58 |
| 4.4 | Einnahme Rücklaufbehandlungsinvestitionen | −23’500.00 | −23’500.00 | −23’500.00 |
| 4.5 | Einnahmen Mieten | 119’262.00 | 129’200.00 | 145’902.00 |
| 4.6 | Übrige Einnahmen | 1’237.50 | 0.00 | 0.00 |
| Total Betriebserträge | 189’030.19 | 173’700.00 | 196’957.58 | |
| Netto Betriebskosten | 2’450’603.65 | 2’425’500.00 | 2’029’905.70 |
Aufteilung der Betriebskosten nach Vertragsgemeinden
ARA Au
| nach Gemeinden | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | FP – 2025 |
| in CHF | ||||||
| St.Gallen | 1’220’831.60 | 1’212’993.02 | 1’336’499.55 | 1’286’975.73 | 1’364’507.03 | 1’470’437.00 |
| Gaiserwald | 325’488.17 | 366’611.54 | 394’240.13 | 378’950.07 | 392’627.00 | 435’476.00 |
| Gossau | 117’888.21 | 124’172.98 | 145’561.65 | 146’904.84 | 178’420.19 | 164’010.00 |
| Teufen, Stein, Hundwil | 108’186.12 | 79’177.00 | ||||
| Total | 1’664’207.98 | 1’703’777.54 | 1’876’301.33 | 1’812’830.64 | 2’043’740.34 | 2’149’100.00 |
| St.Gallen | 73.36 % | 71.19 % | 71.23 % | 70.99 % | 66.77 % | 68.42 % |
| Gaiserwald | 19.56 % | 21.52 % | 21.01 % | 20.90 % | 19.21 % | 20.26 % |
| Gossau | 7.08 % | 7.29 % | 7.76 % | 8.10 % | 8.73 % | 7.63 % |
| Teufen, Stein, Hundwil | 0.00 % | 0.00 % | 0.00 % | 0.00 % | 5.29 % | 3.68 % |
| Total | 100.00 % | 100.00 % | 100.00 % | 100.00 % | 100.00 % | 100.00 % |
Hauptkanal Wiesenbach / Düker Au
| 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | FP – 2025 | |
| in CHF | ||||||
| St.Gallen | 3’234.72 | 9’846.41 | 2’607.68 | 2’014.01 | 2’348.80 | 6’499.25 |
| Gaiserwald | 1’150.23 | 3’501.28 | 927.27 | 716.16 | 835.21 | 2’311.07 |
| Gossau | 637.90 | 1’941.76 | 514.25 | 397.17 | 463.19 | 1’281.68 |
| Total | 5’022.85 | 15’289.45 | 4’049.20 | 3’127.34 | 3’647.20 | 10’092.00 |
| St.Gallen | 64.40 % | 64.40 % | 64.40 % | 64.40 % | 64.40 % | 64.40 % |
| Gaiserwald | 22.90 % | 22.90 % | 22.90 % | 22.90 % | 22.90 % | 22.90 % |
| Gossau | 12.70 % | 12.70 % | 12.70 % | 12.70 % | 12.70 % | 12.70 % |
| Total | 100.00 % | 100.00 % | 100.00 % | 100.00 % | 100.00 % | 100.00 % |
Regenbecken Au
| 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | FP – 2025 | |
| in CHF | ||||||
| St.Gallen | 29’634.40 | 25’908.79 | 18’128.67 | 24’642.50 | 22’020.54 | 26’726.40 |
| Gaiserwald | 16’669.35 | 14’573.70 | 10’197.38 | 13’861.40 | 12’386.56 | 15’033.60 |
| Total | 46’303.75 | 40’482.49 | 28’326.05 | 38’503.90 | 34’407.10 | 41’760.00 |
| St.Gallen | 64.00 % | 64.00 % | 64.00 % | 64.00 % | 64.00 % | 64.00 % |
| Gaiserwald | 36.00 % | 36.00 % | 36.00 % | 36.00 % | 36.00 % | 36.00 % |
| Total | 100.00 % | 100.00 % | 100.00 % | 100.00 % | 100.00 % | 100.00 % |
Pumpwerk Rechen
| 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | FP – 2025 | |
| in CHF | ||||||
| St.Gallen | 59’190.88 | 56’752.93 | 59’630.56 | 58’678.21 | 58’229.70 | 58’974.40 |
| Gaiserwald | 13’731.24 | 12’306.37 | 12’222.14 | 11’393.69 | 11’842.15 | 12’945.60 |
| Total | 72’922.12 | 69’059.30 | 71’852.70 | 70’071.90 | 70’071.85 | 71’920.00 |
| St.Gallen | 81.17 % | 82.18 % | 82.99 % | 83.74 % | 83.10 % | 82.00 % |
| Gaiserwald | 18.83 % | 17.82 % | 17.01 % | 16.26 % | 16.90 % | 18.00 % |
| Total | 100.00 % | 100.00 % | 100.00 % | 100.00 % | 100.00 % | 100.00 % |
Kanal Sittertobel / Düker Schiltacker
| 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | FP – 2025 | |
| in CHF | ||||||
| St.Gallen | 0.00 | 571.97 | 361.01 | 546.40 | 180.74 | 1’902.40 |
| Gaiserwald | 0.00 | 124.03 | 73.99 | 106.10 | 36.76 | 417.60 |
| Total | 0.00 | 696.00 | 435.00 | 652.50 | 217.50 | 2’320.00 |
| St.Gallen | 0.00 % | 82.18 % | 82.99 % | 83.74 % | 83.10 % | 82.00 % |
| Gaiserwald | 0.00 % | 17.82 % | 17.01 % | 16.26 % | 16.90 % | 18.00 % |
| Total | 0.00 % | 100.00 % | 100.00 % | 100.00 % | 100.00 % | 100.00 % |
Pumpwerk Hätterenwald
| 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | FP – 2025 | |
| in CHF | ||||||
| St.Gallen | 71’035.67 | 68’829.68 | 78’086.42 | 88’544.99 | 71’020.55 | 71’931.60 |
| Gaiserwald | 62’490.03 | 58’467.68 | 64’329.08 | 74’792.01 | 60’840.85 | 63’788.40 |
| Total | 133’525.70 | 127’297.36 | 142’415.50 | 163’337.00 | 131’861.40 | 135’720.00 |
| St.Gallen | 53.20 % | 54.07 % | 54.83 % | 54.21 % | 53.86 % | 53.00 % |
| Gaiserwald | 46.80 % | 45.93 % | 45.17 % | 45.79 % | 46.14 % | 47.00 % |
| Total | 100.00 % | 100.00 % | 100.00 % | 100.00 % | 100.00 % | 100.00 % |
Total alle Anlagen
| 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | FP – 2025 | |
| in CHF | ||||||
| Total | 1’921’982.40 | 1’956’602.14 | 2’123’379.78 | 2’088’523.29 | 2’283’945.44 | 2’410’912.00 |
Abfall Stadt St.Gallen
| 2024 | 2025 | 2024 | 2025 | ||
| in Tonnen | in kg/Einw. | ||||
| Hauskehricht und Sperrgut | 15’470 | 15’527 | 186 | 186 | |
| Biogene Abfälle (Grüngut) | 2’431 | 2’537 | 29 | 30 | |
| Altpapier / Karton | 3’548 | 3’440 | 43 | 41 | |
| Altglas | 2’269 | 2’083 | 27 | 25 | |
| Altmetall | 255 | 288 | 3.1 | 3.4 | |
| Weissblech / Aluminium | 186 | 172 | 2.2 | 2.1 | |
| Sonderabfälle | 6 | 6 | 0.1 | 0.1 | |
| Total Stadt St.Gallen | 24’165 | 24’053 | 291 | 288 | |
| Davon Recyclingstoffe | 8’695 | 8’526 | 105 | 102 | |
| Unterflurbehälter | 424 | 436 | |||
| UFB-Pressmulden | 5 | 5 |
Kehrichtheizkraftwerk
| 2024 | 2025 | ||||
| in Tonnen | |||||
| Sammeldienst Stadt | 15’470 | 15’527 | |||
| Sammeldienst Gemeinden | 26’289 | 26’461 | |||
| Klärschlamm ARA Au | 6’137 | 6’379 | |||
| Direktanlieferungen | 35’213 | 37’350 | |||
| Total Kehrichtanlieferungen | 83’109 | 85’717 | |||
| Verbrannte Abfallmenge | 82’521 | 84’820 | |||
| Lagerveränderung / Weitergabe | 469 | 668 |
Deponie Tüfentobel
| 2024 | 2025 | ||||
| in Tonnen | |||||
| A Unverschmutzter Aushub | 179’292 | 107’785 | |||
| B Übrige Inertstoffe | 126’986 | 60’902 | |||
| D Schlacke | 20’065 | 16’007 | |||
| E Reaktorstoffe | 29’217 | 19’181 | |||
| Total | 355’560 | 203’875 |
Abwasserreinigungsanlagen
| 2024 | 2025 | ||||
| Abwasserzuflussmengen in m3 | |||||
| Au | 9'356’186 | 7’711’400 | |||
| Hofen | 11'166’050 | 9’152’180 | |||
| Total | 20'522’236 | 16’863’580 | |||
| Durchschnittliche Abwasserzuflussmenge in l/sek. | |||||
| Au | 296 | 244 | |||
| Hofen | 353 | 290 | |||
| Klärschlammmenge nass in m3 | |||||
| Au | 27’175 | 22’150 | |||
| Hofen | 30’628 | 32’992 | |||
| Total | 57’803 | 55’142 | |||
| Klärschlammmenge Trockensubstanz (TS) in Tonnen | |||||
| Au | 932 | 916 | |||
| Hofen | 1’219 | 1’079 | |||
| Investitionen In TCHF | |||||
| Gewässerschutzbauten | 2’949 | 2’691 | |||
| Abwasserreinigungsanlagen | 7’419 | 4’377 | |||
| KHK St.Gallen | 987 | 1’046 | |||
| Deponie Tüfentobel | 280 | 289 | |||
| Abfallentsorgung | 111 | 88 | |||
| Verwaltung / Übrige | 0 | 0 | |||
| Total | 11’746 | 8’491 | |||
| Subventionen | 0 | 0 | |||
| Anteile an Investitionen | −2’500 | −2’444 | |||
| Total Nettoinvestitionen | 9’246 | 6’047 | |||
Strombewirtschaftung
| 2023 | 2024 | 2025 | Veränderung | |
| Stromproduktion in kWh | ||||
| ARA Au | 1’386’683 | 1’407’393 | 1’487’820 | 5.7 % |
| ARA Hofen | 2’206’837 | 2’173’240 | 2’195’610 | 1.0 % |
| Ableitung Hofen-Bodensee | 3’875’629 | 4’055’539 | 3’325’038 | −18.0 % |
| Kehrichtheizkraftwerk (KHK) | 26’981’000 | 19’351’000 | 26’413’000 | 36.5 % |
| Total | 34’450’149 | 26’987’172 | 33’421’468 | 23.8 % |
| Stromabgabe in kWh | ||||
| ARA Au | 158’493 | 182’000 | 159’850 | −12.2 % |
| ARA Hofen | 585’824 | 572’854 | 510’814 | −10.8 % |
| Ableitung Hofen-Bodensee | 3’875’629 | 4’055’539 | 3’325’038 | −18.0 % |
| Kehrichtheizkraftwerk (KHK) | 20’385’000 | 11’750’000 | 18’049’000 | 53.6 % |
| Total | 25’004’946 | 16’560’393 | 22’044’702 | 33.1 % |
| Stromverbrauch in kWh | ||||
| ARA Au | 1’622’089 | 1’623’189 | 1’593’375 | −1.8 % |
| ARA Hofen | 1’717’170 | 1’726’816 | 1’832’866 | 6.1 % |
| Ableitung Hofen-Bodensee | 15’855 | 15’977 | 20’656 | 29.3 % |
| Kehrichtheizkraftwerk (KHK) | 7’171’000 | 7’609’000 | 8’364’000 | 9.9 % |
| Abfallentsorgung | 49’821 | 50’457 | 47’054 | −6.7 % |
| Deponie | 163’742 | 161’852 | 147’783 | −8.7 % |
| Total | 10’739’677 | 11’187’291 | 12’005’734 | 7.3 % |
Wärmenutzung
| 2023 | 2024 | 2025 | Veränderung | |
| Wärmeproduktion in kWh | ||||
| ARA Au | 2’099’865 | 1’985’755 | 1’841’961 | −7.2 % |
| ARA Hofen | 2’763’631 | 2’764’354 | 2’792’383 | 1.0 % |
| Kehrichtheizkraftwerk (KHK) | 207’763’000 | 269’902’000 | 269’794’000 | 0.0 % |
| Total | 212’626’496 | 274’652’109 | 274’428’344 | −0.1 % |
| Wärmeabgabe in kWh | ||||
| ARA Au | 47’529 | 60’395 | 59’814 | −1.0 % |
| ARA Hofen | 480’890 | 339’558 | 264’193 | −22.2 % |
| Kehrichtheizkraftwerk (KHK) | 120’101’000 | 131’999’820 | 140’756’000 | 6.6 % |
| Total | 120’629’419 | 132’399’773 | 141’080’007 | 6.6 % |
| Wärmeverbrauch in kWh | ||||
| ARA Au | 2’052’336 | 1’925’360 | 1’782’147 | −7.4 % |
| ARA Hofen | 2’282’741 | 2’424’796 | 2’528’190 | 4.3 % |
| Kehrichtheizkraftwerk (KHK) | 37’400’000 | 78’500’000 | 57’700’000 | −26.5 % |
| Total | 41’735’077 | 82’850’156 | 62’010’337 | −25.2 % |
Bilanz
| Anhang | 31.12.2024 | 31.12.2025 | |
| in CHF | in CHF | ||
| Flüssige Mittel | 5’449’498 | 5’229’930 | |
| Forderungen | 1 | 2’710’710 | 1’950’895 |
| Aktive Rechnungsabgrenzung | 2 | 323 | 50’997 |
| Vorräte | 3 | 1’582’000 | 1’150’000 |
| Finanzvermögen | 9’742’531 | 8’381’822 | |
| Sachanlagen Verwaltungsvermögen | 4 | 39’702’904 | 36’778’793 |
| Verwaltungsvermögen | 39’702’904 | 36’778’793 | |
| Aktiven | 49’445’435 | 45’160’615 | |
| Laufende Verbindlichkeiten | 5 | 12’998’794 | 7’812’374 |
| Passive Rechnungsabgrenzung | 6 | 133’689 | 43’020 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 7 | 214’716 | 229’509 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 13’347’199 | 8’084’903 | |
| Langfristige Rückstellungen | 7 | 243’900 | 223’500 |
| Langfristige Rückstellungen | 243’900 | 223’500 | |
| Fremdkapital | 13’591’049 | 8’308’403 | |
| Reserven | 35’854’336 | 36’852’212 | |
| Eigenkapital | 8 | 35’854’336 | 36’852’212 |
| Passiven | 49’445’435 | 45’160’615 |
Erfolgsrechnung
| Anhang | Ist 2024 | Budget 2025 | Ist 2025 | |
| in CHF | in CHF | in CHF | ||
| Entgelte | 9 | 15’582’217 | 14’794’070 | 16’587’540 |
| Übrige Entgelte | 2’382 | 169’000 | 8’448 | |
| Betrieblicher Ertrag | 15’584’600 | 14’963’070 | 16’595’988 | |
| Personalaufwand | −3’566’929 | −3’603’000 | −3’414’199 | |
| Sachaufwand | 10 | −8’363’838 | −8’136’648 | −8’160’902 |
| Abschreibungen | 4 | −3’897’068 | −2’468’600 | −3’970’570 |
| Betrieblicher Aufwand | −15’827’835 | −14’208’248 | −15’545’670 | |
| Betriebsergebnis | −243’235 | 754’822 | 1’050’318 | |
| Finanzertrag | 129’291 | 108’500 | 111’739 | |
| Finanzaufwand | −173’280 | −168’000 | −164’181 | |
| Finanzergebnis | 11 | −43’989 | −59’500 | −52’442 |
| Operatives Ergebnis | −287’224 | 695’322 | 997’876 | |
| Einlage (-) / Bezug (+) Reserven | 287’224 | −695’322 | −997’876 | |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 |
Geldflussrechnung
| Ist 2024 | Ist 2025 | |
| in CHF | in CHF | |
| Ergebnis Erfolgsrechnung | 0 | 0 |
| Einlage in Reserven | 0 | 997’876 |
| Entnahme aus Reserven | −287’224 | 0 |
| Abschreibungen | 3’897’068 | 3’970’570 |
| Veränderung Forderungen / Aktive Rechnungsabgrenzung | 347’585 | 709’141 |
| Veränderung Vorräte | −25’000 | 432’000 |
| Veränderung Laufende Verbindlichkeiten / Passive Rechnungsabgrenzung | 547’105 | −950’253 |
| Veränderungen kurzfristige Rückstellungen | 111’163 | 14’793 |
| Veränderungen langfristige Rückstellungen | −128’900 | −20’400 |
| Geldfluss aus betrieblicher Tätigkeit | 4’461’796 | 5’153’726 |
| Investitionen | −986’650 | −1’046’459 |
| Geldfluss aus Investitionstätigkeit | −986’650 | −1’046’459 |
| Free Cashflow | 3’475’146 | 4’107’267 |
| Veränderung Kontokorrent Politische Gemeinde St.Gallen | −423’238 | −4’326’836 |
| Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit | −423’238 | −4’326’836 |
| Veränderung Flüssige Mittel | 3’051’907 | −219’568 |
| Flüssige Mittel 1.1. | 2’397’591 | 5’449’498 |
| Flüssige Mittel 31.12. | 5’449’498 | 5’229’930 |
| Veränderung | 3’051’907 | −219’568 |
Investitionsrechnung
| 31.12.2024 | 31.12.2025 | |
| in CHF | in CHF | |
| Hochbauten | 246’713 | 318’408 |
| Mobilien, Maschinen | 739’937 | 728’051 |
| Nettoinvestitionen | 986’650 | 1’046’459 |
Grundsätze der Rechnungslegung einschliesslich der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die Jahresrechnung des Kehrichtheizkraftwerks (KHK) wird im System der Stadt als eigener Geschäftsbereich geführt. Das KHK unterliegt als unselbständig öffentlich-rechtliches Unternehmen der Stadt St.Gallen dem öffentlichen Recht. Demnach wurde die vorliegende Rechnung in Übereinstimmung mit dem Gemeindegesetz (sGS 151.2) und der Verordnung über den Finanzhaushalt der Gemeinden (sGS 151.53) erstellt. Es werden die allgemeinen Grundlagen und Grundsätze der Rechnungslegung der St.Galler Gemeinden angewendet. Diese können bei der Stadtkanzlei St.Gallen bezogen werden.
1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
| 31.12.2024 | 31.12.2025 | |
| in CHF | in CHF | |
| Debitoren zum Nominalwert | 900’970 | 859’606 |
| Debitoren zum Nominalwert stadtintern | 1’809’740 | 1’091’288 |
| Bilanzwert | 2’710’710 | 1’950’895 |
2 Aktive Rechnungsabgrenzung
| 31.12.2024 | 31.12.2025 | |
| in CHF | in CHF | |
| Material Sammler- und Rostwangensteine | 0 | 9’500 |
| Klärschlamm Dezember | 0 | 40’568 |
| Diverse Positionen | 323 | 929 |
| Bilanzwert | 323 | 50’997 |
3 Vorräte
| 31.12.2024 | 31.12.2025 | |
| in CHF | in CHF | |
| Lager Ersatzteile | 2’650’364 | 2’233’727 |
| Wertberichtigung | −1’068’364 | −1’083’727 |
| Bilanzwert | 1’582’000 | 1’150’000 |
| Wertberichtigung in % | 40 % | 49 % |
| Die Bewertung erfolgt anhand der Altersstruktur. Pro Jahr werden seit der Anschaffung 10 Prozent Abschreibung berücksichtigt. Ab dem elften Jahr werden 100 Prozent abgeschrieben. Ist kein Anschaffungsjahr bekannt, wird das Änderungsjahr herangezogen. Ist kein Bewegungsdatum bekannt, wird der Artikel mit 0 Franken bewertet. | ||
4 Sachanlagen Verwaltungsvermögen
| Anschaffungskosten | Kumulierte Abschreibungen | Buchwert | |||||
| 01.01.2025 | Zugänge | 31.12.2025 | 01.01.2025 | Zugänge | 31.12.2025 | 31.12.2025 | |
| in CHF | in CHF | in CHF | in CHF | in CHF | in CHF | in CHF | |
| Erneuerung und Erweiterung KHK | 1 | −1 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Anlagen im Bau | 0 | 521’451 | 521’451 | 0 | 0 | 521’451 | |
| Tiefbau | 1’553’143 | 1’553’143 | 31’063 | 31’063 | 62’126 | 1’491’017 | |
| Hochbau | 2’100’501 | 2’100’501 | 63’015 | 63’015 | 126’030 | 1’974’471 | |
| Maschinen | 11’576’269 | 525’008 | 12’101’277 | 1’620’678 | 1’694’179 | 3’314’857 | 8’786’420 |
| Übrige Investitionen | 96’182’484 | 96’182’484 | 69’994’736 | 2’182’312 | 72’177’049 | 24’005’435 | |
| Bilanzwert | 111’412’398 | 1’046’458 | 112’458’856 | 71’709’494 | 3’970’569 | 75’680’063 | 36’778’793 |
| Anschaffungskosten | Kumulierte Abschreibungen | Buchwert | ||||||
| 01.01.2024 | Zugänge | Umgliederung | 31.12.2024 | 01.01.2024 | Zugänge | 31.12.2024 | 31.12.2024 | |
| in CHF | in CHF | in CHF | in CHF | in CHF | in CHF | in CHF | in CHF | |
| Erneuerung und Erweiterung KHK | 1 | 0 | 1 | 0 | 0 | 0 | 1 | |
| Anlagen im Bau | 14’243’262 | 986’650 | −15’229’912 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Tiefbau | 0 | 0 | 1’553’143 | 1’553’143 | 0 | 31’063 | 31’063 | 1’522’080 |
| Hochbau | 0 | 0 | 2’100’501 | 2’100’501 | 0 | 63’015 | 63’015 | 2’037’486 |
| Maschinen | 0 | 0 | 11’576’269 | 11’576’269 | 0 | 1’620’678 | 1’620’678 | 9’955’591 |
| Übrige Investitionen | 96’182’484 | 0 | 96’182’484 | 67’812’424 | 2’182’312 | 69’994’736 | 26’187’748 | |
| Bilanzwert | 110’425’747 | 986’650 | 0 | 111’412’397 | 67’812’424 | 3’897’068 | 71’709’492 | 39’702’905 |
| Die Bewertung erfolgt höchstens zu den Anschaffungskosten abzüglich der betriebswirtschaftlich notwendigen Abschreibungen. Diese erfolgen linear über die Nutzungsdauer. Die Anlagen in den übrigen Sachanlagen können aufgrund ihrer speziellen Ausgestaltung für das Kehrichtheizkraftwerk (z. B. Rauchgaserneuerung, Logistikgebäude KHK mit Elektroinfrastrukturen) keiner vorgegebenen Anlagekategorie zugeordnet werden. Mit der Umstellung auf RMSG wurde die Abschreibungsdauer für die übrigen Sachanlagen auf 15 Jahre festgelegt. | ||||||||
5 Laufende Verbindlichkeiten
| 31.12.2024 | 31.12.2025 | |
| in CHF | in CHF | |
| Lieferungen und Leistungen CHF Dritte | 897’691 | 126’919 |
| Lieferungen und Leistungen CHF stadtintern | 227’782 | 126’935 |
| Lieferungen und Leistungen EUR in CHF | 151’041 | 43’173 |
| Abrechnungskonto MWST | 145’600 | 266’113 |
| Politische Gemeinde St.Gallen Kontokorrent | 11’576’069 | 7’249’233 |
| Akontozahlungen | 611 | 0 |
| Bilanzwert | 12’998’793 | 7’812’374 |
| Lieferungen und Leistungen in EUR | 159’481 | 46’076 |
| Kurs | 0.95 | 0.94 |
6 Passive Rechnungsabgrenzung
| 31.12.2024 | 31.12.2025 | |
| in CHF | in CHF | |
| übrige Abgrenzungen | 11’115 | 14’252 |
| Abgrenzung stadtinterne Positionen | 11’974 | 28’767 |
| Definitive Abrechnung Strom sgsw | 110’600 | 0 |
| Bilanzwert | 133’689 | 43’020 |
7 Rückstellungsspiegel
| 01.01.2025 | Bildung | Auflösung | 31.12.2025 | |
| in CHF | in CHF | in CHF | in CHF | |
| Rückstellung Gleit- und Feriensaldo | 194’316 | 14’793 | 0 | 209’109 |
| Rückstellung Vorsorgeverpflichtung | 20’400 | 0 | 0 | 20’400 |
| Total kurzfristige Rückstellungen | 214’716 | 14’793 | 0 | 229’509 |
| Rückstellung Vorsorgeverpflichtung | 243’900 | 0 | 20’400 | 223’500 |
| Total langfristige Rückstellungen | 243’900 | 0 | 20’400 | 223’500 |
| 01.01.2024 | Bildung | Auflösung | 31.12.2024 | |
| in CHF | in CHF | in CHF | in CHF | |
| Rückstellung Gleit- und Feriensaldo | 103’553 | 90’763 | 0 | 194’316 |
| Rückstellung Vorsorgeverpflichtung | 0 | 20’400 | 0 | 20’400 |
| Total kurzfristige Rückstellungen | 103’553 | 111’163 | 0 | 214’716 |
| Rückstellung Vorsorgeverpflichtung | 372’800 | 0 | 128’900 | 243’900 |
| Total langfristige Rückstellungen | 372’800 | 0 | 128’900 | 243’900 |
| Die Rückstellung für Vorsorgeverpflichtung berücksichtigt die Teuerungszulagen auf den Altersrenten wie auch die Zusatzgutschriften. | ||||
8 Eigenkapitalnachweis
| 01.01.2025 | Zunahme | Umbuchung | Abnahme | 31.12.2025 | |
| in CHF | in CHF | in CHF | in CHF | in CHF | |
| Ausgleichsreserve | 35’854’336 | 997’876 | 0 | 0 | 36’852’212 |
| Bilanzwert | 35’854’336 | 997’876 | 0 | 0 | 36’852’212 |
| 01.01.2024 | Zunahme | Umbuchung | Abnahme | 31.12.2024 | |
| in CHF | in CHF | in CHF | in CHF | in CHF | |
| Ausgleichskonto | 4’000’000 | 0 | −4’000’000 | 0 | 0 |
| Baureserve | 30’584’560 | 0 | −30’584’560 | 0 | 0 |
| Neubewertungsreserve | 1’557’000 | 0 | −1’557’000 | 0 | 0 |
| Ausgleichsreserve | 0 | 0 | 36’141’560 | 287’224 | 35’854’336 |
| Bilanzwert | 36’141’560 | 0 | 0 | 287’224 | 35’854’336 |
9 Entgelte
| 31.12.2024 | 31.12.2025 | |
| in CHF | in CHF | |
| Gebühren Kehrichtverbrennung Dritte | 5’091’448 | 5’370’891 |
| Gebühren Kehrichtverbrennung städtische Dienststellen | 145’625 | 140’987 |
| Gebühren Kehrichtverbrennung Stadt St.Gallen | 2’088’435 | 2’099’270 |
| Gebühren Kehrichtverbrennung A-Region | 3’549’464 | 3’572’297 |
| Gebühren Kehrichtverbrennung Klärschlamm | 675’035 | 701’704 |
| Diverse Gebühren Stadt St.Gallen | 59’392 | 59’647 |
| Energieabgabe Fernwärme | 2’680’642 | 3’426’528 |
| Übrige Dienstleistungen Fernwärme | 989’014 | 953’050 |
| Übrige Erträge | 238’468 | 263’166 |
| Lohnrückerstattungen | 64’695 | 0 |
| Entgelte | 15’582’217 | 16’587’540 |
10 Sachaufwand
| 31.12.2024 | 31.12.2025 | |
| in CHF | in CHF | |
| Material- und Warenaufwand | 2’033’947 | 1’776’232 |
| Nicht aktivierbare Anlagen | 60’530 | 63’053 |
| Dienstleistungen und Honorare | 1’056’107 | 1’069’541 |
| Baulicher und betrieblicher Unterhalt | 506’689 | 224’067 |
| Unterhalt Mobilien und immaterielle Anlagen | 2’756’943 | 2’682’079 |
| Übriger Betriebsaufwand | 1’949’622 | 2’345’930 |
| Sachaufwand | 8’363’838 | 8’160’902 |
11 Finanzergebnis
| 31.12.2024 | 31.12.2025 | |
| in CHF | in CHF | |
| Zinsertrag | 20’791 | 3’239 |
| Mietzins Liegenschaft | 108’500 | 108’500 |
| Finanzertrag | 129’291 | 111’739 |
| Passivzinsen | 173’280 | 164’181 |
| Finanzaufwand | 173’280 | 164’181 |
| Finanzergebnis | −43’989 | −52’442 |
Investitionskontrolle
| Status | Kredit- geber | Beschluss- datum | Gesamt- kredit | Planung 2025 | Umsatz 2025 | Objektstand Saldo | |
| in CHF | in CHF | in CHF | in CHF | ||||
| Erneuerung Rauchgasreinigung mit flankierenden Massnahmen | bewilligt | Volk | 29.11.2020 | 17’692’000 | 0 | 0 | 16’355’556 |
| Nutzung Brüdendampf | bewilligt | SR | 02.03.2021 | 170’000 | 0 | 0 | 174’838 |
| Sanierung und Instandhaltung Leit-, Steuerungs- und Systemtechnik | bewilligt | SP | 14.02.2022 | 2’607’000 | 300’000 | 218’685 | 1’991’661 |
| Sanierung und Nachrüstung Entstaubungsanlage Müllbunker | bewilligt | SP | 12.09.2023 | 522’900 | 300’000 | 306’323 | 522’256 |
| Sanierung Schlackenbunker | bewilligt | SR | 04.03.2025 | 455’000 | 500’000 | 363’456 | 363’456 |
| Ersatz Energiekabel Müllkrananlage | bewilligt | SR | 04.03.2025 | 640’000 | 200’000 | 157’994 | 157’994 |
| Total | 22’086’900 | 1’300’000 | 1’046’458 | 19’565’761 |
Bericht der Finanzkontrolle an die Geschäftsprüfungskommission des Stadtparlamentes St.Gallen
Bericht zur Prüfung
der Jahresrechnung
Prüfungsurteil
Wir haben die Jahresrechnung des Kehrichtheizkraftwerks St.Gallen – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2025, der Erfolgsrechnung, der Investitionsrechnung und der Geldflussrechnung für das dann endende Jahr sowie dem Anhang, einschliesslich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden – geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht die beigefügte Jahresrechnung dem Gemeindegesetz (sGS 151.2) und der Verordnung über den Finanzhaushalt der Gemeinden (sGS 151.53).
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit dem Gemeindegesetz und der Verordnung über den Finanzhaushalt der Gemeinden und dem Schweizer Prüfungshinweis 60 Prüfung und Berichterstattung des Abschlussprüfers einer Gemeinderechnung durchgeführt. Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften sind im Abschnitt «Verantwortlichkeiten der Finanzkontrolle für die Prüfung der Jahresrechnung» unseres Berichts weitergehend beschrieben. Wir sind vom Kehrichtheizkraftwerk St.Gallen unabhängig im Sinne des Reglements über die Finanzkontrolle und wir haben unsere sonstigen beruflichen Verhaltenspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als eine Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Sonstige Informationen
Der Stadtrat ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die im Geschäftsbericht der Entsorgung inklusive Kehrichtheizkraftwerk St.Gallen enthaltenen Informationen, aber nicht die Jahresrechnung und unseren dazugehörigen Bericht.
Unser Prüfungsurteil zur Jahresrechnung erstreckt sich nicht auf die sonstigen Informationen, und wir bringen keinerlei Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu zum Ausdruck.
Im Zusammenhang mit unserer Abschlussprüfung haben wir die Verantwortlichkeit, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zur Jahresrechnung oder unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortlichkeiten des Stadtrates für die Jahresrechnung
Der Stadtrat ist verantwortlich für die Aufstellung der Jahresrechnung in Übereinstimmung mit dem Gemeindegesetz und der Verordnung über den Finanzhaushalt der Gemeinden und für die internen Kontrollen, die der Stadtrat als notwendig feststellt, um die Aufstellung einer Jahresrechnung zu ermöglichen, die frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung der Jahresrechnung ist der Stadtrat dafür verantwortlich, die Fähigkeit Kehrichtheizkraftwerk St.Gallen zur Fortführung der Geschäftstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Geschäftstätigkeit – sofern zutreffend – anzugeben sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Geschäftstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die zuständigen politischen Organe beabsichtigen, entweder das Kehrichtheizkraftwerk zu liquidieren oder Geschäftstätigkeiten einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.
Verantwortlichkeiten der
Finanzkontrolle für die Prüfung
der Jahresrechnung
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die Jahresrechnung als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bericht abzugeben, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Mass an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit dem Gemeindegesetz und der Verordnung über den Finanzhaushalt der Gemeinden und dem Schweizer Prüfungshinweis 60 Prüfung und Berichterstattung des Abschlussprüfers einer Gemeinderechnung durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich gewürdigt, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieser Jahresrechnung getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Eine weitergehende Beschreibung unserer Verantwortlichkeiten für die Prüfung der Jahresrechnung befindet sich auf der Webseite von EXPERTsuisse: expertsuisse.ch/wirtschaftspruefung-revisionsbericht. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Berichts.
Bericht zu sonstigen
gesetzlichen und anderen
rechtlichen Anforderungen
Aufgrund unserer Prüfung gemäss Art. 32 Abs. 1 lit. c der Verordnung über den Finanzhaushalt der Gemeinden bestätigen wir, dass ein gemäss den Vorgaben des Stadtrates ausgestaltetes Internes Kontrollsystem für die Aufstellung der Jahresrechnung vorhanden ist.
Wir empfehlen, dem Parlament Antrag auf Genehmigung der Jahresrechnung zu stellen.
Finanzkontrolle der Stadt St.Gallen
Marc Müntener
Dipl. Wirtschaftsprüfer
Co-Leiter Finanzkontrolle
Daniel Inauen
Dipl. Wirtschaftsprüfer
Co-Leiter Finanzkontrolle
St.Gallen, 28. April 2026
Beilagen:
Jahresrechnung 2025 bestehend aus
– Bilanz
– Erfolgsrechnung
– Investitionsrechnung
– Geldflussrechnung
– Anhang
Stadt St.Gallen
Entsorgung St.Gallen
Blumenbergplatz 3, CH-9001 St.Gallen
Telefon +41 71 224 51 53
entsorgung@stadt.sg.ch
www.entsorgung.stadt.sg.ch
Abfallberatung
Telefon +41 71 224 50 50
Abwasserreinigungsanlagen
ARA Hofen, St.Gallen
Arbonerstrasse 42, CH-9300 Wittenbach
Telefon +41 71 272 61 20
ARA Au, St.Gallen
Rechenwaldstrasse 32, CH-9014 St.Gallen
Telefon +41 71 272 60 00
Verfahrenstechnik / Labor
Arbonerstrasse 42, CH-9300 Wittenbach
Telefon +41 71 272 61 35
Kehrichtheizkraftwerk und Sonderabfallsammelstelle
Rechenwaldstrasse 30, CH-9014 St.Gallen
Telefon +41 71 274 31 11
Deponie Tüfentobel
CH-9032 Engelburg
Telefon +41 71 224 52 12
Kanalunterhalt
Rechenwaldstrasse 36, CH-9014 St.Gallen
Telefon +41 71 272 61 30
Tierkörpersammelstelle
Rechenwaldstrasse 32, CH-9014 St.Gallen
Telefon +41 71 272 60 00