Geschäftsbericht St.Galler Stadtwerke
Marco Letta
Unternehmensleiter
Die St.Galler Stadtwerke stehen vor wichtigen strategischen Entscheidungen. Da technische, regulatorische und gesellschaftliche Entwicklungen immer mehr ineinandergreifen, geht es darum, die Rolle eines kommunalen Energieversorgers auf den Prüfstand zu stellen – im Spannungsfeld von unternehmerischem Spielraum, politischer Verantwortung und langfristiger Versorgungssicherheit.
Der ökologische Umbau der Energieversorgung nach den Vorgaben des städtischen Energiekonzepts 2050 kommt planmässig voran, insbesondere der Ausbau der Fernwärmeversorgung, die Verstärkung und Modernisierung des Stromnetzes, der stärkere Fokus auf Digitalisierung und Automatisierung, der Smart Meter Rollout sowie die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen. Dennoch sind die St.Galler Stadtwerke (sgsw) gut beraten, diese anstehenden Veränderungen nicht isoliert zu betrachten, sondern als Transformation ihres Auftrags, ihrer Infrastruktur und ihrer Organisation. Entscheidend ist, Versorgungsauftrag, Technik, Finanzierung und gesellschaftliche Verantwortung zusammenzubringen.
Die angestrebte Rechtsformänderung ist denn auch mehr als eine juristische Frage. Sie berührt das Selbstverständnis der sgsw als Service-Public-Anbieter, die dem Gemeinwohl verpflichtet sind und gleichzeitig effizient, investitionsfähig und zukunftsorientiert handeln müssen.
Die zunehmende Elektrifizierung, insbesondere durch Wärmepumpen, Elektromobilität und Photovoltaik, führt zu stark wachsenden Lastspitzen im Stromnetz, die sich bis zum Jahr 2050 prognostiziert verdoppeln. Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, sind erhebliche Investitionen in den Netzausbau notwendig, was den wirtschaftlichen Druck erhöht.
Auf regulatorischer Ebene verändern Marktliberalisierungsbestrebungen und neue gesetzliche Vorgaben das Spielfeld. Mit der Revision des Energiegesetzes und der Einführung von «Lokalen Elektrizitätsgemeinschaften (LEG)» ab dem Jahr 2026 eröffnen sich neue Chancen bei gleichzeitig steigendem Wettbewerbsdruck. Kundinnen und Kunden erhalten mehr Wahlfreiheit, während Versorgungsunternehmen gefordert sind, flexible Preis- und Abrechnungsmodelle zu entwickeln. Die entscheidende Frage lautet dabei nicht nur, ob die Systeme dafür bereit sind, sondern ob Organisation, Prozesse und Kompetenzen mit dieser neuen Marktlogik und Dynamik Schritt halten.
Die flächendeckende Einführung intelligenter Messsysteme schafft die Grundlage für dynamische Tarife, Laststeuerung und einen effizienteren Netzbetrieb. Dabei werden Daten zu einem strategischen Gut und das Steuern von Flexibilitäten zu einem entscheidenden Faktor für Stabilität.
Daten sind auch für die Integration lokaler Erzeugung wichtig, um ein virtuelles Kraftwerk umzusetzen, bei dem Strom und Wärme dezentral produziert, aber zentral koordiniert werden. Dieses Betriebsmodell ist komplexer als klassische zentrale Systeme und stellt hohe Anforderungen an Planung, Steuerung und Organisation, steht aber für eine moderne, vernetzte und flexible Energieversorgung.
Eine weitere Schlüsselrolle spielt die Nachhaltigkeit. Der Ausbau der Fernwärme beispielsweise ist ein wirksames Instrument zur CO₂-Reduktion, bringt in der anspruchsvollen Topografie unserer Stadt aber technische und wirtschaftliche Zielkonflikte mit sich.
Wer Investitionen transparent begründet, Digitalisierung als strategische Grundlage versteht und den Dialog mit Politik, Bevölkerung und Partnern aktiv sucht, stärkt Vertrauen und Handlungsspielraum. Denn erfolgreich wird nur sein, wer den Wandel bewusst gestaltet – im Interesse der Stadt und ihrer Versorgungssicherheit.
Nach neun Jahren, die bereits von einem tiefgreifenden Wandel geprägt waren, verlasse ich die sgsw, die vor einer wichtigen Phase stehen: In den kommenden Jahren geht es darum, die strategischen Grundlagen sukzessive weiterzuentwickeln und gezielt umzusetzen. Diese Aufgabe soll meine Nachfolge sowohl auf strategischer als auch auf operativer Ebene verantworten.
Überweisung der Vorlage zur Rechtsformänderung an das Stadtparlament
Der Stadtrat hat in der Eignerstrategie für die sgsw Aufgaben und Ziele festgeschrieben, die über einen klassischen Grundversorgungsauftrag hinausgehen. Als städtisches Energieversorgungsunternehmen haben sie auch zentrale Massnahmen aus dem Energiekonzept 2050 der Stadt St.Gallen umzusetzen. Der ökologische Umbau der Energiesysteme, sich öffnende Energiemärkte sowie erhöhte Anforderungen an die Versorgungssicherheit verlangen von den sgsw eine schnellere Reaktionsfähigkeit auf sich verändernde Kundenbedürfnisse, Marktgegebenheiten und Regulierungsauflagen.
Um den sgsw mehr Flexibilität zu verschaffen, schlägt der Stadtrat vor, die sgsw in ein selbständiges öffentlich-rechtliches Unternehmen umzuwandeln. Sie sollen damit agiler und wettbewerbsfähiger werden und ihre Organisation und Ressourcen noch konsequenter auf künftige Anforderungen ausrichten können. Die sgsw sollen dabei gänzlich im Eigentum der Stadt St.Gallen verbleiben und ihre Aufgaben auch in Zukunft im öffentlichen Interesse und im Sinne des Gemeinwohls erfüllen. Zudem würden die über 330 Mitarbeitenden nicht schlechter gestellt als das übrige städtische Personal. Auch mit der neuen Rechtsform gäbe die Stadt die politische Steuerung der Unternehmung nicht aus der Hand. Der Stadtrat hat die Vorlage zur Umwandlung der sgsw in ein selbständiges öffentlich-rechtliches Unternehmen an das Stadtparlament überwiesen. Im Berichtsjahr hat eine Spezialkommission begonnen, die Vorlage zu beraten.
Umzug der Betriebsstätten an die Mövenstrasse
Die Betriebsstätten der sgsw an der Steinachstrasse können aufgrund des baulichen Zustands, des fehlenden Hochwasserschutzes und des Ersatzneubaus für das Unterwerk Steinachstrasse nur noch für einen begrenzten Zeitraum genutzt werden. Für die rund 130 betroffenen Mitarbeitenden wurde an der Mövenstrasse 17 eine Liegenschaft für eine mehrjährige Nutzung gefunden.
Nach der Bewilligung eines Kredits für den Umbau der Mövenstrasse 17 von CHF 3.96 Mio. durch das Stadtparlament im Februar 2025 haben die sgsw mit den Planungsarbeiten begonnen. Ein Kernteam mit Mitgliedern der drei betroffenen Bereiche «Netz Elektrizität und Telecom», «Wasser, Gas und Wärme» sowie «Finanzen und Dienste» hat Synergien identifiziert sowie die Flächen- und Nutzungszuordnung so definiert, dass die Bedürfnisse der Teams bestmöglich berücksichtigt werden. Erste Arbeiten an Gebäude, Aussenhülle und Dach wurden im Berichtsjahr bereits durchgeführt.
Nachhaltigkeit
Im Bestreben, der Nachhaltigkeit mehr Gewicht beizumessen, haben die sgsw das dafür zur Verfügung stehende Pensum im Berichtsjahr von 50 auf 140 Stellenprozente erhöht. Personen aus den Fachbereichen unterstützen die zwei Nachhaltigkeitsmanagerinnen und treiben die Arbeiten mit voran.
Das Projekt «Etablierung Nachhaltigkeit» gliedert sich in vier Teilprojekte:
Bilanzierung der Treibhausgasemissionen
Im Berichtsjahr haben die sgsw die Treibhausgasbilanzierung für das Jahr 2024 entlang des international etablierten Standards des «GHG Greenhouse Gas Protocol» abgeschlossen. Die Erhebung basiert auf vorhandenen Daten, ergänzt durch Hochrechnungen sowie teilweise auch durch Annahmen, und ist gegliedert nach Bilanzierungseinheiten wie Gebäude, Netze, Mobilität, Vertrieb, Materialien und Produktion. Diese Basisdaten dienen dazu, ergänzend zu den Massnahmen aus dem städtischen Energiekonzept 2050 Handlungsschwerpunkte zu definieren, welche die Treibhausgasbilanz der sgsw verbessern.
Kommunikation
Das Kernteam hat sich an den monatlichen Projektsitzungen insbesondere mit dem Aufbau von Know-how und Prozessen zur Wissensvermittlung befasst. In der externen Kommunikation haben die sgsw einen noch engeren Bezug zur Richtlinie für den Weg in die Klimaneutralität, dem städtischen Energiekonzept 2050, hergestellt. Zudem wurden sachbezogene Webinhalte mit dem Energiemonitor der Dienststelle Umwelt und Energie verknüpft, der zeigt, wo die Stadt bei der Umsetzung der Massnahmen aus dem Energiekonzept steht.
Beschaffung
Ein Schwerpunkt im Berichtsjahr lag auf der Beschaffung, da hier ein grosses Potenzial zum Senken von Emissionen besteht. Dazu haben die sgsw in enger Zusammenarbeit mit der Dienststelle Umwelt und Energie nachhaltige Beschaffungskriterien erarbeitet, um die Fachabteilungen sukzessive für dieses Thema zu sensibilisieren.
Massnahmen
Erste Kontakte innerhalb der Branche haben gezeigt, wie gross unter Energieversorgungsunternehmen der Bedarf an Erfahrungsaustausch ist. Um das Thema auch bei der Stadtverwaltung zu platzieren, haben die sgsw zusammen mit Umwelt und Energie begonnen, ein Konzept für eine Community of Practice zu erarbeiten, in deren Rahmen Erfahrungen geteilt und gemeinsam Empfehlungen und Priorisierungen entwickelt werden. Die Erkenntnisse aus dem Berichtsjahr zeigen, wie wichtig die interne Sensibilisierungsarbeit ist, weshalb die diesbezüglichen Bemühungen mit Fokus auf diejenigen Fachbereiche mit der grössten Hebelwirkung noch verstärkt werden sollen.
Das Projekt «Etablierung Nachhaltigkeit» wurde per Ende 2025 abgeschlossen und in eine Daueraufgabe überführt, die auch weiterhin vom Nachhaltigkeitsausschuss überwacht wird.
Elektrizität
| 2025 | 2024 | |
| in MWh | ||
| Beschaffung | ||
| SN Energie AG | 378’145 | 376’654 |
| Lieferungen Dritter1 | 20’490 | 16’419 |
| Eigenerzeugung sgsw2 | 51’914 | 37’198 |
| Total | 450’549 | 430’271 |
| Absatz an Endkundinnen/-kunden | ||
| Elektrizität Energie | 450’549 | 430’271 |
| Elektrizität Netz | 450’748 | 461’627 |
| 1 Kleinkraftwerke an der Sitter, Blockheizkraftwerke, private Photovoltaik-Anlagen, ohne Anlagen mit kostendeckender Einspeisevergütung des Bundes (KEV). 2 Produktionsanlagen der sgsw: Kehrichtheizkraftwerk, Entspannungsanlage (Hohfirst), Photovoltaik-Anlagen, Blockheizkraftwerke und Notstrom-Dieselgenerator in St.Gallen. | ||
Wasser
| 2025 | 2024 | |
| in m3 | ||
| Beschaffung | ||
| RWSG Regionale Wasserversorgung St.Gallen AG | 6’470’849 | 6’349’618 |
| Bezug von Dritten1 | 8’026 | 8’669 |
| Eigenproduktion/Notwasserversorgung2 | 0 | 0 |
| Total | 6’478’875 | 6’358’287 |
| Absatz | ||
| an Endkundinnen/-kunden | 6’200’440 | 6’033’811 |
| 1 Belieferung einiger Liegenschaften innerhalb der St.Galler Gemeindegrenzen im grenznahen Gebiet zur Gemeinde Gaiserwald mit Mischwasser (Bodensee- und Quellwasser). 2 St.Galler Quellen und Grundwasservorkommen ausschliesslich für Notfallzwecke. | ||
Wärme
| 2025 | 2024 | |
| Fernwärme | ||
| Produktion | ||
| Abwärme aus Kehrichtheizkraftwerk | 66.3 % | 69.5 % |
| Abwärme aus Wärme-Kraft-Kopplung | 11.5 % | 8.2 % |
| Fernwärmezentralen (Au, Waldau, Olma, Lukasmühle, Stadtsäge) | ||
| Erdgas | 19.0 % | 20.0 % |
| Heizöl | 3.1 % | 2.3 % |
| Holz | 0.0 % | 0.0 % |
| Wärme Netzabgabe | 212’167 MWh | 190’077 MWh |
| Wärme Verkaufsmenge | 197’908 MWh | 160’691 MWh |
| Elektrizitätserzeugung aus Wärme-Kraft-Kopplung Fernwärme | 49’160 MWh | 34’415 MWh |
| Neuanschlüsse Fernwärme | ||
| Anzahl Neuanschlüsse | 85 Stk. | 94 Stk. |
| Neu installierte Nennleistung | 6’134 kW | 9’322 kW |
| Zu erwartender Energieverbrauch | 12’876 MWh | 19’804 MWh |
| Anzahl mit Fernwärme versorgter Haushaltsäquivalente | 21’876 Stk. | 20’853 Stk. |
| Energiedienstleistungen (EDL)1 | ||
| Anzahl Anschlüsse EDL mit vorgezogenen Fernwärmeanschlüssen (vFWA) | 13 Stk. | 14 Stk. |
| Anzahl Anschlüsse EDL mit Wärmepumpen | 27 Stk. | 25 Stk. |
| Anzahl Anschlüsse EDL mit Wärme-Kraft-Kopplung | 54 Stk. | 54 Stk. |
| Anzahl Anschlüsse EDL, total | 94 Stk. | 93 Stk. |
| Beschaffung / Produktion für EDL vorgezogene Fernwärmeanschlüsse (vFWA) | 5’187 MWh | 5’430 MWh |
| Beschaffung / Produktion für EDL mit Wärmepumpen | 480 MWh | 415 MWh |
| Beschaffung / Produktion für EDL mit Wärme-Kraft-Kopplung | 27’335 MWh | 27’434 MWh |
| Beschaffung / Produktion für EDL, total | 33’002 MWh | 33’279 MWh |
| Wärme-Verkaufsmenge aus EDL vorgezogene Fernwärmeanschlüsse (vFWA) | 3’726 MWh | 4’603 MWh |
| Wärme-Verkaufsmenge aus EDL mit Wärmepumpen | 1’719 MWh | 1’500 MWh |
| Wärme-Verkaufsmenge aus EDL mit Wärme-Kraft-Kopplung | 18’410 MWh | 16’231 MWh |
| Wärme-Verkaufsmenge aus EDL, total | 23’855 MWh | 22’334 MWh |
| Elektrizitätserzeugung aus EDL mit Wärme-Kraft-Kopplung | 7’713 MWh | 6’516 MWh |
| 1 Dezentrale Heizungsanlagen mit Wärme-Kraft-Kopplung, Wärmepumpen, Nahwärmeverbunde etc. | ||
Erd- und Biogas
| 2025 | 2024 | |
| in MWh | ||
| Beschaffung | ||
| Gas (Erd- und Biogas) | 853’870 | 885’264 |
| Absatz | ||
| Gas Energie | 853’870 | 885’264 |
| davon Biogas | 60’436 | 63’214 |
| Gas Netz | 1’176’906 | 1’137’609 |
| davon Netz sgsw | 757’949 | 732’693 |
| davon Netz Partnergemeinden | 418’957 | 404’916 |
| Neuanschlüsse | ||
| Anzahl Neuanschlüsse | 13 Stk. | 16 Stk. |
| Neu installierte Nennleistung | 0.45 MW | 1 MW |
| Zu erwartender Energieverbrauch | 927 MWh | 2’147 MWh |
| Erdgasgeräte-Service | ||
| Anzahl Serviceverträge | 1’231 Stk. | 1’261 Stk. |
Glasfaser
| 2025 | 2024 | |
| in Stk. | ||
| Glasfasersteckdosen (OTO1), abgenommen | ||
| Privat | 44’945 | 44’521 |
| Business | 7’023 | 6’939 |
| Total Glasfasersteckdosen (OTO1) | 51’968 | 51’460 |
| Erschlossene Gebäude | ||
| FTTH-Gebäude | 11’678 | 11’571 |
| PoP-Gebäude2/-Standorte Passivnetz | 127 | 127 |
| PoP-Gebäude2/-Standorte Aktivnetz3 | 5 | 97 |
| Verträge | ||
| Dienstanbieter auf dem Glasfasernetz4 | 4 | 9 |
| Anzahl FTTH-Kundinnen und -Kunden5 | 12’282 | 11’776 |
| 1 Optical Termination Outlet (Glasfaser-Abschlussdose). 2 Points of Presence (zentrale Ausbaustandorte mit aktivem/passivem Glasfaserequipment). 3 Umstellung auf G-PON Technologie, ab den fünf Unterwerken nur noch passives Netz. 4 Einstellung des Produkts FCS (Fiber Connectivity Service). 5 Exkl. Kundschaft der Swisscom Schweiz AG. | ||
Smart Meter Rollout
Die Einführung von Smart Metern ist ein zentraler Baustein der Energiestrategie 2050 des Bundes. Bis zum Jahresende 2027 müssen mindestens 80 Prozent aller Stromzähler durch Smart Meter ersetzt sein. Die sgsw werden diese Vorgaben erfüllen und bis zum Jahresende 2028 sämtliche ihrer über 50'000 Stromzähler austauschen.
In einem Testgebiet haben die sgsw im ersten Halbjahr 2025 rund 4'000 Stromzähler installiert, um Erfahrungen für die flächendeckende Einführung zu sammeln. Die Erkenntnisse daraus flossen sukzessive in den Planungsprozess ein, sodass bis zum Ende des Berichtsjahrs insgesamt bereits 17'000 Zähler ersetzt wurden.
Ausgewechselt werden auch die Wasser-, Gas- und Wärmezähler, womit die sgsw über ein effizientes und zukunftsfähiges Messsystem für alle Versorgungsbereiche verfügen werden.
Eigenverbrauchslösungen
Eigenverbrauchslösungen tragen nicht nur zur besseren Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik-Anlagen bei, sondern erhöhen den Selbstversorgungsgrad, reduzieren die Einspeisung ins öffentliche Netz und stellen damit einen zentralen Bestandteil der Energiewende dar, da sie die dezentrale Erzeugung und Nutzung von Solarstrom stärken.
Die sgsw bieten mit den beiden Produkten «Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV Komfort)» und «Eigenverbrauchsgemeinschaft (EVG Komfort)» Dienstleistungen zur Verrechnung der Energie-ströme innerhalb von Gebäuden an. Im Berichtsjahr wurden insgesamt 112 Projekte umgesetzt, so-dass bereits rund 860 Gebäude über eine Eigenverbrauchslösung verfügen.
Zudem haben die sgsw das Produkt «Lokale Elektrizitätsgemeinschaften (LEG)» entwickelt, das ab dem 1. Quartal 2026 bestellbar ist. Es vereinfacht die Nutzung von lokal produziertem Solarstrom, beispielsweise aus dem Quartier.
Neue rechtliche Vorgaben des Bundes
Flexibilität bedeutet in der Energieversorgung, dass Erzeugung, Verbrauch oder Speicherung von Energie gezielt verändert werden können. Diese Flexibilität wird vor allem dazu genutzt, lokale Netze wie auch das Gesamtsystem widerstandsfähiger zu machen – wenn zu viel oder zu wenig elektrische Energie vorhanden ist –, oder wirtschaftlich zu optimieren. Diese Massnahme kann dazu beitragen, teure Netzausbauprojekte zu vermeiden, zu reduzieren oderzeitlich zu verschieben. Im Rahmen der Gesetzesrevisionen zum Stromversorgungsgesetz (StromVG) und der Stromversorgungsverordnung (StromVV/Mantelerlass) wird das Thema Flexibilitäten rechtlich stärker geregelt.
Bis anhin konnten die sgsw darüber entscheiden, welche Anlagen oder Geräte (z.B. Wärmepumpen, Elektroboiler etc.) sie gezielt ein- oder ausschalten. Dies ermöglichte einen effizienteren und stabileren Betrieb des Stromnetzes. Per Jahresbeginn 2026 kann die Kundschaft selbst über diese Flexibilität verfügen. Im Berichtsjahr haben die sgsw diese Umstellung und die Kommunikation an die rund 15'000 betroffenen Kundinnen und Kunden vorbereitet.
Weiter schreibt der Gesetzgeber auf der Stromrechnung den separaten Ausweis der Messkosten vor. Die sgsw haben Vorkehrungen getroffen, damit diese künftig als monatliche Gebühr pro Messpunkt verrechnet werden können.
Ersatzneubau Unterwerk Steinachstrasse
Als eines von fünf Unterwerken stellt jenes an der Steinachstrasse rund einen Fünftel der Elektrizitätsversorgung der Stadt St.Gallen sicher. Mit einem Alter von 47 Jahren hat das Unterwerk Steinachstrasse das Ende seiner Lebensdauer erreicht. Da es zudem die Anforderungen an die Hochwasser- und Erdbebensicherheit nicht erfüllt, ist ein Ersatz aus Gründen der Versorgungs- und Betriebssicherheit unumgänglich.
Nach der Ausschreibung hat das Preisgericht in der Präqualifikation fünf von 21 Teams für die Teilnahme am Projektwettbewerb ausgewählt. Aus der im März 2025 durchgeführten Jurierung ging das Projekt «Victoria» der Lukas Imhof Architektur GmbH aus Zürich als Siegerin hervor.
Der Verbindungsbau zwischen der historischen Turbinenhalle des Elektrizitätswerks und dem Feuerwehrgebäude aus der Nachkriegsmoderne greift den historischen Bestand des Elektrizitätswerks auf und liegt zwischen dem Betriebsgebäude von Feuerwehr und Zivilschutz, der Steinachstrasse und der Sonnenstrasse. Das neue Unterwerk wird im Jahr 2030 in Betrieb gehen.
Fernwärmeversorgung
Produktionsseitig haben die sgsw im Berichtsjahr drei wichtige Projekte umgesetzt:
In der Fernwärmezentrale Au hatten die beiden Spitzenlast-Heisswasserkessel und der Öl-Dampfkessel das Ende ihrer Lebensdauer erreicht und erfüllten auch die zwischenzeitlich angepassten Lärmvorschriften nicht mehr. Die sgsw haben die drei alten Kessel durch zwei neue ersetzt: Einen Spitzenlastkessel mit einer Leistung von 10 MW sowie einen Öl-Dampfkessel mit einer Leistung von 1 MW. Diese Redimensionierung war möglich, weil mittlerweile mehrere Zentralen in der Talsohle als Wärmedrehscheiben fungieren.
Zudem wurde in der Au eine neue Speicheranlage installiert. Mit diesem Speicher – sein Fassungsvermögen beträgt 800 m3 – lässt sich eine Wärmeleistung von 10 MW ein- und ausspeichern. Die überschüssige Wärme aus dem Kehrichtheizkraftwerk wird zwischengelagert und insbesondere im Frühjahr und im Herbst dazu verwendet, Morgenspitzen zu brechen. Damit muss der Energiebedarf frühmorgens, auch wenn es noch kalt ist, nicht mehr aus fossilen Quellen gedeckt werden.
Die Erweiterung der Fernwärmeversorgung schreitet planmässig voran. Im Berichtsjahr haben die sgsw alle geplanten Lose umgesetzt.
Umlegung der Fernwärmeleitungen beim Beginenweg
Im Zusammenhang mit dem Bau des neuen Velo- und Fussgängertunnels, dem Beginenweg, haben die sgsw bestehende Fernwärmeleitungen umgelegt, die im Bereich der künftigen Tunnelrampe verliefen. Im Frühjahr 2025 wurde die zweite Etappe im Bereich der Reithalle realisiert. Dabei wurden zwei Fernwärmerohre mit einem Aussendurchmesser von 450 Millimetern unter laufendem Betrieb umgelegt und wieder in das bestehende Netz eingebunden.
Vorgängig haben die sgsw die Auswirkungen auf die Versorgung analysiert und Massnahmen zur Sicherstellung des Betriebs definiert. Während der Arbeiten, die an frostfreie Temperaturen gebunden waren, um Versorgungsausfälle zu vermeiden, wurde die Wärmeversorgung vorübergehend über die Fernwärmezentrale Lukasmühle sichergestellt.
Strategie Netz Elektrizität
Die sgsw haben das Ausführungskonzept für die geplante Umstellung des Mittelspannungsnetzes von 10 kV auf 20 kV erarbeitet. Parallel dazu haben sie die Projektierungs- und Ausführungsarbeiten für die ersten als kritisch identifizierten Niederspannungsnetze aufgenommen, um lokalen Engpässen vorzubeugen und mehr Kapazität zu schaffen.
Um die Transparenz im Niederspannungsnetz zu erhöhen, haben die sgsw im Rahmen eines Pilotprojekts ein Netzmonitoring-System in zwei Trafostationen realisiert. Auf Basis dieser Erkenntnisse haben sie festgelegt, welche Komponenten bis zur Jahresmitte 2027 in 33 Trafostationen installiert werden, damit diese überwacht werden können.
Dazu haben die sgsw die Regel- und Steuerungsgrundlagen für das gezielte Verwenden netzdienlicher und garantierter Flexibilitäten definiert, welche im Rahmen eines Pilotprojekts getestet werden.
Umbau Netzarchitektur Telecom
Der Stadtrat hat im Jahr 2023 beschlossen, keine Reinvestitionen in die Infrastruktur zur Bereitstellung von Internet-, Telefon- und Fernsehdiensten zu tätigen. Die sgsw haben deshalb eine Ersatzlösung realisiert, die es den davon betroffenen Serviceprovidern erlaubt, ihrer Kundschaft diese Dienstleistungen auch weiterhin anzubieten.
Drei Serviceprovider haben sich für eine individuelle Lösung entschieden. In Kooperation mit einem Schweizer Internetdienstleister haben die sgsw gemeinsam mit den zwei anderen Partnern ein Nachfolgekonzept entwickelt, damit diese ihre Kundschaft in St.Gallen auch künftig mit Services über das passive städtische Glasfasernetz versorgen können.
Dazu sind zwischen Januar und Mai 2025 rund 720 Endkundinnen und -kunden migriert worden. Gleichzeitig haben die sgsw bis August 2025 auch die rund 400 Anschlüsse ihrer Geschäftskundschaft sowie aller stadtinternen Dienste auf die neue GPON-Infrastruktur (Gigabit Passive Optical Network) überführt. Diese weit verbreitete Glasfasertechnologie für schnellen Internetzugang (FTTH/Fiber to the Home) ist so konzipiert, dass kritische Infrastrukturdienste für z.B. Smart Meter, Versorgungs- und Fernwirkanlagen etc. physisch getrennt vom Standard-FTTH-Geschäft betrieben werden können.
Erweiterung der PV-Anlage auf dem Dach des Stadions kybunpark
Im Jahr 2015 haben die sgsw die ursprüngliche Photovoltaik-Anlage auf dem Stadiondach installiert. Mit einer Spitzenleistung von 633 Kilowatt produzierte sie jährlich rund 520'000 Kilowattstunden Solarstrom und war damals die grösste Anlage auf einem Dach in der Stadt St.Gallen.
Durch die im Berichtsjahr abgeschlossene Erweiterung ist das Stadiondach nun wo sinnvoll und möglich vollständig mit Solarmodulen belegt. Die Gesamtleistung der Anlage beträgt neu 1'205 Kilowatt Spitzenleistung, und sie erzeugt jährlich über eine Million Kilowattstunden Solarstrom. Das entspricht dem Jahresbedarf von etwa 288 Vier-Personen-Haushalten. Damit ist die Anlage erneut die grösste auf einem Dach auf Stadtgebiet.
Die St.Galler Stadtwerke tragen eine besondere Verantwortung: Sie gewährleisten die zuverlässige Versorgung der städtischen Bevölkerung und Wirtschaft mit Energie und Wasser und betreiben das Glasfasernetz – heute wie in Zukunft.
Innovationen sind dabei unverzichtbar: Neue Technologien, intelligente Netze und flexible Produktionsformen ermöglichen es, den steigenden Anforderungen an Versorgungssicherheit, Effizienz und Nachhaltigkeit gleichzeitig gerecht zu werden. Insbesondere die zunehmende Dezentralisierung der Energieerzeugung verlangt nach neuen, zukunftsorientierten Lösungen.
Gleichzeitig entstehen neue Dienstleistungen, die unsere Kundinnen und Kunden aktiv mit einbezieht. Innovation schafft damit auch den Spagat zwischen ambitionierten Klimazielen und einer praktikablen Umsetzung. Und sie stärkt die eigene Resilienz und stellt sicher, dass Energie auch unter veränderten Rahmenbedingungen verfügbar und bezahlbar bleibt.
Verlässliche Daten gepaart mit künstlicher Intelligenz ermöglichen viertelstündliche Prognosen, mit denen die sgsw die Effizienz und Zuverlässigkeit der Versorgung erhöhen. (Foto: Jerry Gross)
Die erweiterte Photovoltaik-Anlage auf dem Fussballstadion liefert über 1 Million kWh Solarstrom pro Jahr und ist damit erneut die grösste Dachanlage auf Stadtgebiet. (Foto: Helion Energy AG)
Der neue Speicher in der Fernwärmezentrale Au macht das System flexibler und trägt wesentlich zur Stärkung der städtischen Versorgung mit klimaschonender Wärme bei. (Foto: Jerry Gross)
Die neuen LED-Leuchten beim Skatepark Kreuzbleiche löschen automatisch um 22 Uhr. (Foto: Urs Bucher)
Mit dem Ersatz von rund 17'000 Elektrizitätszählern durch Smart Meter haben die sgsw im Berichtsjahr einen weiteren Schritt hin zu einem effizienten und zukunftsorientierten Messsystem gemacht. (Foto: Urs Bucher)
Die St.Galler Stadtwerke sind ein unselbstständiges öffentlich-rechtliches Unternehmen und werden als Dienststelle der Direktion Technische Betriebe der Stadt St.Gallen geführt. Sie sind für die städtische Bevölkerung der Partner für die Elektrizitäts-, Gas-, Wärme- und Wasserversorgung. Bei der Gasversorgung sind die St.Galler Stadtwerke regional tätig: von St.Gallen bis an den Bodensee. Zudem erstellen und betreiben sie das städtische Glasfasernetz und bieten weitere, ihrem Kerngeschäft nahe Dienstleistungen an.
Geschäftsleitung
Mitarbeitende
Die sgsw haben im Berichtsjahr durchschnittlich 338 Mitarbeitende beschäftigt, die mit ihrem Engagement entscheidend zum Geschäftserfolg des Unternehmens beigetragen haben. Im Jahresdurchschnitt entspricht dies 310 Vollzeitstellen (Vorjahr: 283 Vollzeitstellen).
Durchführung einer Risikobeurteilung
Im Rahmen des Nachhaltigkeits- und Risikomanagements stellt die Geschäftsleitung der sgsw sicher, dass Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, rechtzeitig erkannt werden. Alle erkennbaren Risiken, welche die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage wesentlich beeinflussen könnten, werden periodisch erfasst, klassifiziert und ihre Auswirkungen bewertet. Auf Basis dieser Risikobeurteilung werden geeignete Massnahmen definiert, um die Risiken zu reduzieren und zu überwachen. Das «Interne Kontrollsystem (IKS)» bildet einen integrierenden Bestandteil des Nachhaltigkeits- und Risikomanagements.
Bestell- und Auftragslage
Die sgsw nehmen einen Versorgungsauftrag wahr, dessen Inhalt weitgehend durch die regulatorischen Rahmenbedingungen vorgegeben ist. Doch befinden sich die Geschäftsfelder der Versorgungsunternehmen in einer Umbruchphase, in der die Marktkräfte vermehrt zu wirken beginnen. Ausserdem beeinflussen die meteorologischen Verhältnisse den Absatz von Energie und Wasser massgeblich.
Forschungs- und Entwicklungstätigkeit
Die sgsw haben im Berichtsjahr weder Forschungs- noch Entwicklungstätigkeiten ausgeübt.
Aussergewöhnliche Ereignisse
Im Geschäftsjahr 2025 waren keine aussergewöhnlichen Ereignisse zu verzeichnen.
Zukunftsaussichten
Die sgsw stellen sich kontinuierlich auf die anhaltenden Änderungen im Energiemarkt und in der Wasserversorgung ein und bereiten sich, wo erforderlich, auf die sich abzeichnenden Marktliberalisierungen vor. Die damit einhergehenden Herausforderungen sehen sie als Chance. Bei der Umsetzung von Projekten, insbesondere im Bereich von erneuerbaren Energien und Telecom-Diensten, haben die Spezialistinnen und Spezialisten der sgsw in den letzten Jahren ihr vielfältiges technisches und betriebswirtschaftliches Know-how laufend erweitert. Die sgsw antizipieren neue Entwicklungen rechtzeitig und stellen dabei die Bedürfnisse der Menschen ins Zentrum ihrer Überlegungen. Sie werden im Sinne des Energiekonzepts 2050 der Stadt St.Gallen auch künftig professionelle Lösungen sowie zukunftsgerichtete Produkte und Dienstleistungen anbieten, damit sich Bevölkerung und Wirtschaft in einer fortschrittlichen, effizienten und ökologischen Stadt wohlfühlen und erfolgreich agieren können.
Peter Jans, Stadtrat
Direktion Technische Betriebe
Marco Letta
Unternehmensleiter St.Galler Stadtwerke
| 2025 | 2024 | ||
| Beschaffung1 | |||
| Elektrizität | 451 GWh | 430 GWh | |
| Wasser | 6.479 Mio. m3 | 6.358 Mio. m3 | |
| Wärme | 245 GWh | 223 GWh | |
| Gas | 853 GWh | 855 GWh | |
| Absatz1 | |||
| Elektrizität Energie | 451 GWh | 430 GWh | |
| Elektrizität Netz | in Niederspannung | 344 GWh | 348 GWh |
| in Mittelspannung | 107 GWh | 114 GWh | |
| Total an Endkundinnen/-kunden | 451 GWh | 462 GWh | |
| Wasser | an Endkundinnen/-kunden | 6.200 Mio. m3 | 6.033 Mio. m3 |
| Wärme | an Endkundinnen/-kunden / Verkaufsmenge | 222 GWh | 183 GWh |
| Gas Energie | 853 GWh | 855 GWh | |
| Gas Netz | davon Netz sgsw | 758 GWh | 733 GWh |
| davon Netz Partnergemeinden | 419 GWh | 405 GWh | |
| Total | 1'177 GWh | 1'138 GWh | |
| Installationen (Zähler) | |||
| Elektrizität | inkl. Smart ME/Care Up Elektromobilität | 61’225 Stk. | 60’215 Stk. |
| Wasser | 9’363 Stk. | 9’422 Stk. | |
| Wärme | 1’161 Stk. | 1’079 Stk. | |
| Gas | 6’269 Stk. | 6’411 Stk. | |
| Leitungsnetz (Transport und Verteilung) | |||
| Elektrizität2 | Versorgung | 880'390 m | 879’010 m |
| Signalkabel | 134'398 m | 134’735 m | |
| Wasser2 | 456'609 m | 457’005 m | |
| Fernwärme | 66'318 m | 65’766 m | |
| Nahwärme | 3'950 m | 3’911 m | |
| Gas2 | 337'669 m | 338’751 m | |
| Telecom | Versorgung | 6'317'155 m | 6’265’917 m |
| 1 Beschaffung und Absatz beziehen sich auf das jeweilige Kalenderjahr. 2 Die Länge des Leitungsnetzes wird inkl. der Hauszuleitungen ausgewiesen. | |||
| 2025 | 2024 | |
| in CHF | in CHF | |
| Liquidität | ||
| Flüssige Mittel | 14’369’512 | 12’975’113 |
| Liquiditätsgrad 2 (Quick Ratio) | 303.2 % | 211.8 % |
| Liquiditätsgrad 3 (Current Ratio) | 345.1 % | 242.5 % |
| Sicherheit | ||
| Anlagedeckungsgrad 1 | 31.1 % | 30.0 % |
| Anlagedeckungsgrad 2 | 121.2 % | 117.9 % |
| Erfolgsrechnung | ||
| Betriebsertrag | 251’859’157 | 306’035’972 |
| Ablieferung an den Allgemeinen Haushalt1 | 3’000’000 | 3’000’000 |
| Jahresergebnis | 6’835’693 | 30’637’617 |
| Mittelfluss | ||
| Geldfluss aus Betriebstätigkeit | 34’381’731 | 10’167’134 |
| Geldfluss aus Investitionstätigkeit | −34’987’332 | −32’904’418 |
| Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit | 2’000’000 | 26’000’000 |
| Nettoverschuldungsfaktor | 8.5 Jahre | 29.2 Jahre |
| Rentabilität | ||
| Gesamtkapital-Rentabilität | 1.8 % | 6.1 % |
| Eigenkapital-Rentabilität | 5.2 % | 24.0 % |
| Cashflow-Rentabilität | 13.7 % | 3.3 % |
| 1 Zudem wird eine Gebühr für die Nutzung des öffentlichen Grundes von CHF 4.4 Mio. geleistet (Vorjahr CHF 4.55 Mio.). Die Gebühr wird unter den Nettoerlösen aus Lieferungen und Leistungen verbucht. | ||
| Ziffer im Anhang | 2025 | 2024 | |
| in CHF | in CHF | ||
| Flüssige Mittel | 14’369’512 | 12’975’113 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1 | 58’659’509 | 62’651’252 |
| Übrige kurzfristige Forderungen | 2 | 37’218’530 | 36’703’492 |
| Vorräte und angefangene Kundenarbeiten | 3 | 15’291’746 | 16’442’635 |
| Aktive Rechnungsabgrenzung | 318’065 | 821’378 | |
| Umlaufvermögen | 125’857’362 | 129’593’871 | |
| Sachanlagen | 4 | 406’014’078 | 406’970’554 |
| Finanzanlagen | 5 | 4’336’950 | 4’341’950 |
| Beteiligungen | 6 | 11’762’200 | 13’362’200 |
| Anlagevermögen | 422’113’228 | 424’674’704 | |
| Aktiven | 547’970’590 | 554’268’575 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 23’963’019 | 40’338’149 | |
| Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten | 7 | 5’586’968 | 7’231’177 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 8 | 2’834’058 | 2’912’513 |
| Passive Rechnungsabgrenzung | 9 | 4’081’229 | 2’952’940 |
| Fremdkapital kurzfristig | 36’465’274 | 53’434’779 | |
| Darlehen Stadt St.Gallen | 349’000’000 | 344’000’000 | |
| Übrige langfristige Verbindlichkeiten | 11’940’481 | 11’696’692 | |
| Passivierte Anschlussbeiträge | 4 | 9’137’492 | 8’183’967 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Fonds | 10 | 1’510’236 | 2’890’899 |
| Langfristige Rückstellungen | 8 | 8’686’644 | 6’667’470 |
| Fremdkapital langfristig | 380’274’854 | 373’439’027 | |
| Fremdkapital | 416’740’128 | 426’873’806 | |
| Reserven | 131’230’462 | 127’394’769 | |
| Eigenkapital | 11 | 131’230’462 | 127’394’769 |
| Passiven | 547’970’590 | 554’268’575 |
| Ziffer im Anhang | 2025 | 2024 | |
| in CHF | in CHF | ||
| Nettoerlöse aus Lieferungen und Leistungen | 240’681’180 | 291’613’714 | |
| Bestandesänderung angefangene Kundenarbeiten | −620’352 | 1’449’675 | |
| Aktivierte Eigenleistungen | 5’287’425 | 4’354’575 | |
| Übriger betrieblicher Ertrag | 12 | 6’510’903 | 8’618’009 |
| Betriebsertrag | 251’859’157 | 306’035’972 | |
| Beschaffungs- und Materialaufwand | −144’460’772 | −214’344’203 | |
| Personalaufwand | −39’341’936 | −37’051’184 | |
| Übriger Betriebsaufwand | 13 | −14’339’593 | −18’223’392 |
| Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Zinsen (EBITDA) | 53’716’855 | 36’417’192 | |
| Abschreibungen | 4 | −21’409’327 | −16’972’961 |
| Betriebsergebnis vor Zinsen (EBIT) | 32’307’529 | 19’444’231 | |
| Finanzergebnis | 14 | −4’576’442 | −2’937’249 |
| Ordentliches Ergebnis | 27’731’087 | 16’506’982 | |
| Ausserordentliches Ergebnis | 15 | −22’293’236 | 14’100’594 |
| Betriebsfremdes Ergebnis | 16 | 17’180 | 24’583 |
| Veränderungen Fonds | 10 | 1’380’662 | 5’458 |
| Jahresergebnis | 6’835’693 | 30’637’617 | |
| 2025 | 2024 | |
| in CHF | in CHF | |
| Jahresergebnis | 6’835’693 | 30’637’617 |
| Ordentliche Abschreibungen | 21’409’327 | 16’972’961 |
| Ausserordentliche Abschreibungen und Wertberichtigung Beteiligung | 21’610’351 | 27’994 |
| Veränderung Rückstellungen und Fonds | 560’058 | −613’801 |
| Veränderung Forderungen und Rechnungsabgrenzungen | 3’980’018 | −19’823’027 |
| Veränderung Vorräte, Angefangene Arbeiten | 1’150’890 | −3’397’578 |
| Veränderung kurzfristige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen | −16’891’051 | −10’245’129 |
| Veränderung langfristige Verbindlichkeiten | 243’789 | 373’768 |
| Veränderung passivierte Anschlussbeiträge | 953’525 | 636’239 |
| Aktivierte Eigenleistungen | −5’287’425 | −4’354’575 |
| Gewinne aus Veräusserung von Anlagevermögen | −183’444 | −47’336 |
| Geldfluss aus Betriebstätigkeit | 34’381’731 | 10’167’134 |
| (Netto)-Investitionen in Sachanlagen | −40’463’201 | −37’311’329 |
| Aktivierte Eigenleistungen | 5’287’425 | 4’354’575 |
| Desinvestitionen von Sachanlagen | 183’444 | 47’336 |
| Investitionen in Finanzanlagen/Beteiligungen | 0 | 0 |
| Desinvestitionen von Finanzanlagen | 5’000 | 5’000 |
| Geldfluss aus Investitionstätigkeit | −34’987’332 | −32’904’418 |
| Free Cashflow | −605’601 | −22’737’284 |
| Veränderung Darlehen Stadt St.Gallen | 5’000’000 | 29’000’000 |
| Ablieferung an den Allgemeinen Haushalt | −3’000’000 | −3’000’000 |
| Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit | 2’000’000 | 26’000’000 |
| Veränderung Flüssige Mittel | 1’394’399 | 3’262’716 |
| Rekapitulation | ||
| Flüssige Mittel am 1. Januar | 12’975’113 | 9’712’397 |
| Flüssige Mittel am 31. Dezember | 14’369’512 | 12’975’113 |
| Veränderung Flüssige Mittel | 1’394’399 | 3’262’716 |
Grundsätze der Rechnungslegung
Die St.Galler Stadtwerke unterliegen als unselbstständig öffentlich-rechtliches Unternehmen der Stadt St.Gallen dem öffentlichen Recht. Demnach gelten die Vorgaben des kantonalen Gemeindegesetzes (GG; sGS 151.2), womit seit der Umstellung der Stadt St.Gallen auf das Rechnungsmodell der St.Galler Gemeinden (RMSG) per 1.1.2022 für die Sonderrechnung der sgsw auch die Hauptelemente des RMSG gelten. Das RMSG sieht die Möglichkeit vor, unter bestimmten Bedingungen, welche die sgsw erfüllen, anstelle des RMSG-Kontenrahmens den KMU-Kontenrahmen einzusetzen.
Die vorliegende Jahresrechnung wird unter Berücksichtigung der Vorschriften des Schweizerischen Obligationenrechts (OR) über die kaufmännische Buchführung und Rechnungslegung (Rechnungslegungsrecht gemäss Art. 957 – 962 OR) erstellt. Durch die Anwendung der Hauptelemente von RMSG per 1.1.2022 sind bei der Rechnungslegung der sgsw folgende Besonderheiten zu beachten:
Die sgsw planen, mit dem Jahresabschluss 2028 auf den anerkannten Rechnungslegungsstandard Swiss GAAP FER umzustellen. Aus diesem Grund haben die sgsw im Sinne der Stetigkeit bis zur Einführung des neuen Standards auf weitere Anpassungen im Zusammenhang mit der Umstellung der Stadt St.Gallen auf RMSG verzichtet.
Im Geschäftsjahr 2025 haben die sgsw eine Umklassierung der internen Leistungsverrechnungen vorgenommen. Im Rahmen der Überprüfung der Kostenartenstruktur wurden diese Leistungen sachgerecht den Sekundärkostenarten zugeordnet und nicht mehr wie zuvor unter den Primärkostenarten ausgewiesen. Diese Anpassung verbessert die korrekte Abbildung der konzerninternen Leistungsbeziehungen sowie die Transparenz der Kostenstruktur. Die Umklassierung betrifft ausschliesslich den Ausweis innerhalb der entsprechenden Kostenarten und hat keinen Einfluss auf das Gesamtergebnis des Geschäftsjahres 2025.
Fremdwährungstransaktionen werden zum Wechselkurs im Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles umgerechnet. Am Bilanzstichtag werden alle Fremdwährungspositionen mit dem öffentlich publizierten Jahresendkurs bewertet. Die daraus resultierenden Kursdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst (Umrechnungskurs per 31.12.2025: Euro 1 = CHF 0.93966 / per 31.12.2024: CHF 0.94947).
Als Beteiligungen gelten Anteile am Kapital, die langfristig gehalten werden und einen massgeblichen Einfluss vermitteln. Dieser wird vermutet, wenn die Anteile mindestens 20 % der Stimmrechte gewähren. Beteiligungen mit einem Stimmrechtsanteil unter 20 % werden als Finanzanlagen bilanziert.
1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
| in CHF | in CHF | |
| Debitoren zum Nominalwert | 59’597’509 | 63’471’252 |
| ./. Wertberichtigung Debitoren | −938’000 | −820’000 |
| Bilanzwert | 58’659’509 | 62’651’252 |
| Die Debitoren werden zu Nominalwerten bilanziert. Es werden eine pauschale Wertberichtigung von 1% sowie, wo angezeigt, Einzelwertberichtigungen vorgenommen. | ||
2 Übrige kurzfristige Forderungen
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
| in CHF | in CHF | |
| Guthaben Verrechnungssteuer | 741’072 | 336’187 |
| Vorauszahlungen an Lieferanten | 191’853 | 112’475 |
| Aktive Deckungsdifferenzen (Elcom) | 8’755’626 | 8’953’256 |
| Aktive Deckungsdifferenzen (Energie) | 27’513’267 | 27’293’482 |
| Übrige kurzfristige Forderungen | 16’712 | 8’093 |
| Bilanzwert | 37’218’530 | 36’703’492 |
3 Vorräte und angefangene Kundenarbeiten
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
| in CHF | in CHF | |
| Vorräte | 13’879’607 | 14’427’845 |
| Angefangene Kundenarbeiten | 1’567’439 | 2’187’790 |
| ./. Wertberichtigung | −155’300 | −173’000 |
| Bilanzwert | 15’291’746 | 16’442’635 |
| Die Bewertung der Vorräte Lagermaterial erfolgt zu durchschnittlichen Einstandspreisen. Es wird eine pauschale Wertberichtigung von 5 % vorgenommen. Vorratspositionen von Handelswaren mit erhöhter Lagerdauer sind einzelwertberichtigt. Der Bestand an Heizöl und Biogas wird zu Marktpreisen bilanziert. | ||
4 Sachanlagen
Die Bewertung erfolgt höchstens zu den Anschaffungs- oder Herstellkosten abzüglich der betriebswirtschaftlich notwendigen Abschreibungen. Die Abschreibungen erfolgen linear über die Nutzungsdauer.
| Anlagespiegel 2025 | Stand 01.01.2025 | Zugänge | Abgänge | Reklassifikationen | Stand 31.12.2025 |
| Sachanlagen | Anschaffungswerte in CHF | ||||
| Elektrizitätsversorgung | 373’040’498 | 13’476’280 | −8’551’002 | −7’049’450 | 370’916’327 |
| Gasversorgung | 123’682’076 | 700’722 | 0 | 507’642 | 124’890’439 |
| Wasserversorgung | 214’125’215 | 4’160’799 | 0 | 2’881’217 | 221’167’232 |
| Energie | 1’149’072 | 107’316 | 0 | 0 | 1’256’389 |
| Wärmeversorgung | 179’309’703 | 6’984’234 | 0 | 32’037’782 | 218’331’719 |
| Telecom | 72’144’494 | −153’433 | 0 | 4’622 | 71’995’684 |
| Finanzen + Dienste | 13’667’127 | 497’535 | −330’877 | 0 | 13’833’785 |
| Digitalisierung + Informatik | 0 | 30’910 | 0 | 379’834 | 410’744 |
| Unvollendete Investitionen | 35’542’028 | 14’658’837 | −6’720 | −28’761’648 | 21’432’497 |
| Total sgsw | 1’012’660’212 | 40’463’201 | −8’888’598 | 0 | 1’044’234’815 |
| Passivierte Anschlussbeiträge1 | Erhaltene Anschlussbeiträge in CHF | ||||
| Elektrizitätsversorgung | 8’752’598 | 806’680 | 0 | 0 | 9’559’278 |
| Wasserversorgung | 582’302 | 214’865 | 0 | 0 | 797’167 |
| Wärmeversorgung | 760’426 | 233’451 | 0 | 0 | 993’876 |
| Total sgsw | 10’095’326 | 1’254’996 | 0 | 0 | 11’350’322 |
| Anlagespiegel 2025 | Stand 01.01.2025 | Abschreibungen | ao. Abschreibungen | Abgänge | Reklassifikationen | Stand 31.12.2025 | Buchwert 31.12.2025 |
| Sachanlagen | Kumulierte Abschreibungen in CHF | ||||||
| Elektrizitätsversorgung | −251’115’374 | −7’180’730 | 0 | 8’547’370 | 4’743’481 | −245’005’253 | 125’911’074 |
| Gasversorgung | −68’922’299 | −1’838’761 | 0 | 0 | 0 | −70’761’060 | 54’129’379 |
| Wasserversorgung | −141’609’669 | −2’110’618 | 0 | 0 | 0 | −143’720’287 | 77’446’945 |
| Energie | −972’245 | −157’706 | 0 | 0 | 0 | −1’129’951 | 126’438 |
| Wärmeversorgung | −85’856’228 | −8’580’054 | 0 | 0 | −4’782’341 | −99’218’623 | 119’113’097 |
| Telecom | −44’044’506 | −947’111 | −20’000’000 | 0 | −8’677 | −65’000’293 | 6’995’390 |
| Finanzen + Dienste | −13’063’900 | −531’824 | 0 | 330’877 | 0 | −13’264’847 | 568’938 |
| Digitalisierung + Informatik | 0 | −61’498 | 0 | 0 | 0 | −61’498 | 349’246 |
| Unvollendete Investitionen | −105’439 | −1’026 | 0 | 0 | 47’537 | −58’927 | 21’373’570 |
| Total sgsw | −605’689’659 | −21’409’327 | −20’000’000 | 8’878’247 | 0 | −638’220’738 | 406’014’078 |
| Passivierte Anschlussbeiträge1 | Aufgelöste Anschlussbeiträge in CHF | ||||||
| Elektrizitätsversorgung | −1’852’555 | −257’873 | 0 | 0 | 0 | −2’110’428 | 7’448’850 |
| Wasserversorgung | −30’236 | −20’434 | 0 | 0 | 0 | −50’671 | 746’496 |
| Wärmeversorgung | −28’568 | −23’162 | 0 | 0 | 0 | −51’730 | 942’146 |
| Total sgsw | −1’911’359 | −301’470 | 0 | 0 | 0 | −2’212’829 | 9’137’492 |
| 1 Anschlussbeiträge müssen seit dem 1.1.2022 (nach RMSG) separat ausgewiesen und passiviert werden. | |||||||
| Anlagespiegel 2024 | Stand 01.01.2024 | Zugänge | Abgänge | Reklassifikationen | Stand 31.12.2024 |
| Sachanlagen | Anschaffungswerte in CHF | ||||
| Elektrizitätsversorgung | 361’465’876 | 5’782’125 | −804’118 | 6’596’616 | 373’040’498 |
| Gasversorgung | 122’849’956 | 468’853 | 0 | 363’267 | 123’682’076 |
| Wasserversorgung | 211’979’558 | 1’575’485 | 0 | 570’172 | 214’125’215 |
| Energie | 1’087’957 | 61’115 | 0 | 0 | 1’149’072 |
| Wärmeversorgung | 174’209’109 | 2’264’017 | 0 | 2’836’577 | 179’309’703 |
| Telecom | 71’978’763 | −39’861 | 0 | 205’592 | 72’144’494 |
| Finanzen + Dienste | 13’248’624 | 846’517 | −428’014 | 0 | 13’667’127 |
| Digitalisierung + Informatik | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Unvollendete Investitionen | 19’761’173 | 26’353’078 | 0 | −10’572’224 | 35’542’028 |
| Total sgsw | 976’581’015 | 37’311’329 | −1’232’132 | 0 | 1’012’660’212 |
| Passivierte Anschlussbeiträge1 | Erhaltene Anschlussbeiträge in CHF | ||||
| Elektrizitätsversorgung | 8’172’668 | 579’930 | 0 | 0 | 8’752’598 |
| Wasserversorgung | 499’662 | 82’640 | 0 | 0 | 582’302 |
| Wärmeversorgung | 517’410 | 243’016 | 0 | 0 | 760’426 |
| Total sgsw | 9’189’740 | 905’586 | 0 | 0 | 10’095’326 |
| Anlagespiegel 2024 | Stand 01.01.2024 | Abschreibungen | ao. Abschreibungen | Abgänge | Reklassifikationen | Stand 31.12.2024 | Buchwert 31.12.2024 |
| Sachanlagen | Kumulierte Abschreibungen in CHF | ||||||
| Elektrizitätsversorgung | −246’286’597 | −5’640’031 | −18’707 | 804’118 | 25’842 | −251’115’374 | 121’925’125 |
| Gasversorgung | −67’111’836 | −1’801’176 | −9’287 | 0 | 0 | −68’922’299 | 54’759’776 |
| Wasserversorgung | −139’616’822 | −1’992’847 | 0 | 0 | 0 | −141’609’669 | 72’515’546 |
| Energie | −860’176 | −112’069 | 0 | 0 | 0 | −972’245 | 176’827 |
| Wärmeversorgung | −80’476’632 | −5’378’809 | 0 | 0 | −786 | −85’856’228 | 93’453’475 |
| Telecom | −42’886’317 | −1’158’189 | 0 | 0 | 0 | −44’044’506 | 28’099’988 |
| Finanzen + Dienste | −12’611’109 | −880’805 | 0 | 428’014 | 0 | −13’063’900 | 603’227 |
| Digitalisierung + Informatik | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Unvollendete Investitionen | −71’349 | −9’034 | 0 | 0 | −25’056 | −105’439 | 35’436’589 |
| Total sgsw | −589’920’836 | −16’972’961 | −27’994 | 1’232’132 | 0 | −605’689’658 | 406’970’554 |
| Passivierte Anschlussbeiträge1 | Aufgelöste Anschlussbeiträge in CHF | ||||||
| Elektrizitätsversorgung | −1’615’986 | −236’569 | 0 | 0 | 0 | −1’852’555 | 6’900’043 |
| Wasserversorgung | −14’456 | −15’780 | 0 | 0 | 0 | −30’236 | 552’066 |
| Wärmeversorgung | −11’570 | −16’998 | 0 | 0 | 0 | −28’568 | 731’858 |
| Total sgsw | −1’642’012 | −269’347 | 0 | 0 | 0 | −1’911’359 | 8’183’967 |
| Nutzungsdauern | ||
| Die Nutzungsdauern der Anlagekategorien orientieren sich an der betriebswirtschaftlichen Nutzungsdauer, allfälligen regulatorischen Vorgaben sowie Branchenempfehlungen: | ||
| Grundstücke | n/a, bis 50 Jahre | |
| Gebäude | 50 Jahre | |
| Verteilanlagen | 35 bis 60 Jahre | |
| Technische Einrichtungen Verteilanlagen | 12 bis 40 Jahre | |
| Produktionsanlagen | 10 bis 35 Jahre | |
| Betriebseinrichtungen und Fahrzeuge | 5 bis 10 Jahre | |
| Bei der Position «Unvollendete Investitionen» handelt es sich um noch nicht fertiggestellte Anlagegüter. Als Anlagegüter gelten dabei alle Positionen des Sachanlagevermögens. | ||
| Die Anlagen in Bau, die sich bereits in Betrieb und somit im Abschreibungszyklus befinden, werden nicht mehr unter der Position «Unvollendete Investitionen» ausgewiesen, sondern sind in den entsprechenden Bereichsspalten enthalten. Diese Umgliederungen werden in der Position Reklassifikationen nachgewiesen. | ||
5 Finanzanlagen
| Nominalwert | 31.12.2025 | 31.12.2024 | ||
| in CHF | in CHF | |||
| Darlehen Polizeischützen St.Gallen | 130’950 | 135’950 | ||
| Beteiligungen | Anteil | Nominalwert | ||
| in % | in CHF | |||
| Ganeos AG, Zürich | 7.01 | 10’000’000 | 701’000 | 701’000 |
| Open Energy Platform AG, Zürich | 7.01 | 50’000’000 | 3’505’000 | 3’505’000 |
| Verband der Schweizerischen Gasindustrie, Zürich | 3.37 | 1’630’000 | 0 | 0 |
| KWD Kraftwerk Doppelpower AG, Glarus Süd | 4.69 | 16’000’000 | 0 | 0 |
| Total Finanzanlagen | 4’336’950 | 4’341’950 | ||
| Die Finanzanlagen werden höchstens zu den Anschaffungskosten abzüglich notwendiger Wertberichtigungen bilanziert. | ||||
6 Beteiligungen
| Anteil | Nominalwert | 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
| in % | in CHF | in CHF | in CHF | |
| SN Energie AG, Glarus Süd | 34.10 | 20’250’000 | 6’900’000 | 6’900’000 |
| RWSG Regionale Wasserversorgung AG, St.Gallen | 50.00 | 40’000’000 | 0 | 0 |
| Kraftwerk Burentobel AG, St.Gallen | 31.50 | 1’270’000 | 200’000 | 200’000 |
| Biorender AG in Liquidation, Münchwilen | 24.59 | 12’200’000 | 0 | 0 |
| Swiss Fibre Net AG, Bern | 22.60 | 3’000’000 | 200’000 | 200’000 |
| Rechenzentrum Ostschweiz AG, St.Gallen | 20.00 | 20’000’000 | 2’400’000 | 4’000’000 |
| energienetz GSG AG, St.Gallen | 47.36 | 4’400’000 | 2’027’200 | 2’027’200 |
| Energieagentur St.Gallen GmbH, St.Gallen | 25.00 | 200’000 | 0 | 0 |
| eenfinity schweiz ag, St.Gallen | 35.00 | 100’000 | 35’000 | 35’000 |
| Total Beteiligungen | 11’762’200 | 13’362’200 | ||
| Die Beteiligungen werden höchstens zu den Anschaffungskosten abzüglich notwendiger Wertberichtigungen bilanziert. Der Beteiligungswert an der Gesellschaft Rechenzentrum Ostschweiz AG wurde per Bilanzstichtag auf den Substanzwert von CHF 2.4 Mio. wertberichtigt. Grundlage für diese Anpassung bildeten die neuesten Planungsrechnungen sowie eine aktualisierte Einschätzung der zukünftigen Ertragskraft der Beteiligung, aus der hervorgeht, dass der bisher bilanzierte Wert nicht mehr als werthaltig angesehen werden kann. Die Wertberichtigung wurde unter Beachtung des Vorsichtsprinzips gemäss Art. 960 Abs. 2 OR sowie des Niederstwertprinzips für Beteiligungen nach Art. 960a Abs. 2 OR vorgenommen. Der Substanzwert bildet dabei die verlässlich ermittelte Untergrenze der Bewertung. | ||||
| Gemäss den Vorgaben von RMSG müssen die wesentlichen Beteiligungen aufgeführt werden. Wesentlich ist eine Beteiligung dann, wenn eine grössere kapitalmässige Beteiligung vorliegt, höhere Betriebsbeiträge geleistet werden oder die Gemeinde einen massgeblichen Einfluss auf die Steuerung hat. | |
| Name | SN Energie AG |
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| Tätigkeit, erfüllte öffentliche Aufgaben | Sichere, effektive und nachhaltige Stromversorgung |
| Anteil der Stadt | 690 Namenaktien (Nominalwert CHF 10’000) |
| CHF 6’900’000, 34.1 % am Aktienkapital | |
| Buchwert | CHF 6’900'000 |
| Wesentliche weitere Miteigentümer an der Organisation | Gemeinde Glarus Süd |
| Stadt Rorschach | |
| EW Jona-Rapperswil AG | |
| Arbon Energie AG | |
| Eigene Untergesellschaften | Kraftwerke Zervreila AG |
| KWM Kraftwerk Mühlebach AG | |
| Kraftwerk Burentobel AG | |
| Kraftwerk Sernf AG | |
| KWD Kraftwerk Doppelpower AG | |
| Mont Crosin | |
| SN Erneuerbare Energie AG | |
| Terravent AG | |
| Zahlungsströme im Berichtsjahr | CHF 345’000, 5 % Grunddividende |
| CHF 1’035’000, Superdividende | |
| Beschaffungsaufwand Strom | |
| Name | Kraftwerk Burentobel AG |
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| Tätigkeit, erfüllte öffentliche Aufgaben | Kleinwasser-Kraftwerk |
| Anteil der Stadt | 400 Namenaktien (Nominalwert CHF 1'000) |
| CHF 400’000, 31.5 % am Aktienkapital | |
| Buchwert | CHF 200’000 |
| Wesentliche weitere Miteigentümer an der Organisation | SN Energie AG |
| Filtrox Immobilien AG | |
| Eigene Untergesellschaften | keine |
| Zahlungsströme im Berichtsjahr | CHF 0, Dividende |
| unbedeutend | |
| Name | Ganeos AG |
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| Tätigkeit, erfüllte öffentliche Aufgaben | Beschaffung 30 % des Erdgasbedarfs sowie Transport von Erdgas zu den Aktionären |
| Anteil der Stadt | 701 Namenaktien (Nominalwert CHF 1'000) |
| CHF 701’000, 7.01 % am Aktienkapital | |
| Buchwert | CHF 701’000 |
| Wesentliche weitere Miteigentümer an der Organisation | Energie 360° AG |
| Stadt Schaffhausen | |
| Gravag Energie AG | |
| Stadt Winterthur | |
| Stadt Wil | |
| Eigene Untergesellschaften | Swissgas AG |
| gasmobil AG | |
| Gas & Com AG | |
| Swiss Gas Invest AG | |
| VSG (Genossenschaft) | |
| Zahlungsströme im Berichtsjahr | CHF 35’050, 5 % Grunddividende |
| CHF 1’086’550, Superdividende | |
| Beschaffungsaufwand Gas | |
| Name | Open Energy Platform AG |
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| Tätigkeit, erfüllte öffentliche Aufgaben | Beschaffung 30 % des Erdgasbedarfs |
| Anteil der Stadt | 3’505 Namenaktien (Nominalwert CHF 1'000) |
| CHF 3’505’000, 7.01 % am Aktienkapital | |
| Buchwert | CHF 3’505’000 |
| Wesentliche weitere Miteigentümer an der Organisation | Energie 360° AG |
| Stadt Schaffhausen | |
| Gravag Energie AG | |
| Stadt Winterthur | |
| Stadt Wil | |
| Eigene Untergesellschaften | Swissgas AG |
| Gasmobil AG | |
| Gas & Com AG | |
| Zahlungsströme im Berichtsjahr | CHF 0, Dividende |
| Beschaffungsaufwand Gas | |
| Name | Biorender AG in Liquidation |
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| Tätigkeit, erfüllte öffentliche Aufgaben | Biogasbetrieb |
| Anteil der Stadt | 6’000 Namenaktien (Nominalwert CHF 500) |
| CHF 3’000’000, 24.59 % am Aktienkapital | |
| Buchwert | CHF 0 |
| Wesentliche weitere Miteigentümer an der Organisation | Stadt Winterthur |
| Stadt Wil | |
| Eigene Untergesellschaften | keine |
| Zahlungsströme im Berichtsjahr | CHF 0, Dividende |
| Beschaffungsaufwand Biogas | |
| Name | RWSG Regionale Wasserversorgung St.Gallen AG |
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| Tätigkeit, erfüllte öffentliche Aufgaben | Versorgung der Bevölkerung (über 150’000 Menschen) mit Trink-, Brauch- und Löschwasser |
| Anteil der Stadt | 2’000 Namenaktien (Nominalwert CHF 10’000) |
| CHF 20’000’000, 50 % am Aktienkapital | |
| Buchwert | CHF 0 |
| Wesentliche weitere Miteigentümer an der Organisation | Wasserversorgung Gemeinde Gossau |
| Dorfkorporation Herisau | |
| Eigene Untergesellschaften | keine |
| Zahlungsströme im Berichtsjahr | sgsw führen die Verrechnung der Wasserkosten an die Partner im Namen der RWSG durch Beschaffungsaufwand Wasser |
| Name | Swiss Fibre Net AG |
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| Tätigkeit, erfüllte öffentliche Aufgaben | Erbringung betrieblicher Aufgaben (Vertrieb, Support und Beratung) von Diensten und Produkten, welche auf Telekommunikations- und insbesondere auf Glasfasernetzen basieren |
| Anteil der Stadt | 135’000 Namenaktien (Nominalwert CHF 5) |
| CHF 677’885, 22.6 % am Aktienkapital | |
| Buchwert | CHF 200’000 |
| Wesentliche weitere Miteigentümer an der Organisation | Stadt Bern |
| Stadt Luzern | |
| Stadt Meilen | |
| Eigene Untergesellschaften | keine |
| Zahlungsströme im Berichtsjahr | CHF 33’894, 5 % Dividende |
| Name | KWD Kraftwerk Doppelpower AG |
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| Tätigkeit, erfüllte öffentliche Aufgaben | Produktion von und Handel mit elektrischer Energie und insbesondere Betrieb eines Wasserkraftwerks |
| Anteil der Stadt | 750 Namenaktien (Nominalwert CHF 1’000) |
| CHF 750’000, 4.69 % am Aktienkapital | |
| Buchwert | CHF 0 |
| Wesentliche weitere Miteigentümer an der Organisation | SN Energie AG |
| Technische Betriebe Glarus | |
| Elektrizitätswerk Jona-Rapperswil AG | |
| Eigene Untergesellschaften | keine |
| Zahlungsströme im Berichtsjahr | CHF 0, Dividende |
| Name | Energienetz GSG AG |
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| Tätigkeit, erfüllte öffentliche Aufgaben | Thermische Energie produzieren, transportieren und verteilen. Erstellt, pachtet, produziert Anlagen zu diesem Zweck |
| Anteil der Stadt | 2’084 Namenaktien (Nominalwert CHF 1’000) |
| CHF 2’084’000, 47.36 % am Aktienkapital | |
| Buchwert | CHF 2’027’200 |
| Wesentliche weitere Miteigentümer an der Organisation | SAK AG |
| Gemeinde Gaiserwald | |
| Eigene Untergesellschaften | keine |
| Zahlungsströme im Berichtsjahr | CHF 0, Dividende |
| Name | Rechenzentrum Ostschweiz AG |
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| Tätigkeit, erfüllte öffentliche Aufgaben | Betrieb eines Rechenzentrums |
| Anteil der Stadt | 4’000 Namenaktien (Nominalwert CHF 1’000) |
| CHF 4’000’000, 20 % am Aktienkapital | |
| Buchwert | CHF 2’400’000 |
| Wesentliche weitere Miteigentümer an der Organisation | SAK AG |
| Eigene Untergesellschaften | keine |
| Zahlungsströme im Berichtsjahr | CHF 0, Dividende |
| Weitere Beteiligungen ohne massgebende Beeinflussung kapitalmässig oder organisatorisch und ohne wesentliches Risiko | Konsumenten Tanklager-Genossenschaft St.Gallen |
| Energieagentur St.Gallen GmbH | |
| eenfinity schweiz ag | |
7 Passive Deckungsdifferenzen (Nemo)
Im Bereich Gas wurden die bisher ausgewiesenen passiven Deckungsdifferenzen in Höhe von CHF 1.168 Mio. per Bilanzstichtag vollständig erfolgswirksam aufgelöst. Diese Anpassung steht im Zusammenhang mit einer vertieften Überprüfung der den Berechnungen zugrunde liegenden Annahmen, Parameter und methodischen Ansätze.
Im Rahmen dieser Überprüfung wurde festgestellt, dass die bisher angewandten Berechnungsgrundlagen den aktuellen Gegebenheiten sowie den wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen nicht mehr in vollem Umfang entsprechen. Insbesondere bestehen Unsicherheiten hinsichtlich der Validität einzelner Einflussgrössen sowie der sachgerechten Zuordnung von Kosten- und Erlöskomponenten.
Vor diesem Hintergrund wurde entschieden, die Methodik zur Ermittlung von Deckungsdifferenzen grundlegend zu überarbeiten. Da diese Überarbeitung zum Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossen ist, kann derzeit keine verlässliche und abschliessende Beurteilung vorgenommen werden, ob und in welchem Umfang tatsächlich eine passive Deckungsdifferenz besteht.
8 Rückstellungen
| Bei den Rückstellungen handelt es sich um gegenwärtige Verpflichtungen, deren Ursprung in einem Ereignis in der Vergangenheit liegt und bei dem der Mittelabfluss zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich ist. Nicht mehr begründete Rückstellungen werden aufgelöst. | ||||
| Bezeichnung | Saldo 01.01.2025 | Bildung | Auflösung | Saldo 31.12.2025 |
| in CHF | in CHF | in CHF | in CHF | |
| Rückstellung Zeitsaldi | 2’480’000 | 48’569 | 135’569 | 2’393’000 |
| Rkst. für künftige Verpflichtungen PK (kurzfristig) | 432’513 | 8’545 | 0 | 441’058 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 2’912’513 | 57’114 | 135’569 | 2’834’058 |
| Rückstellung Geothermie | 3’477’942 | 8’509 | 55’760 | 3’430’692 |
| Rückstellung Stilllegungskosten Gas | 0 | 2’547’000 | 0 | 2’547’000 |
| Rückstellung Verpflichtungen Pensionskasse | 3’189’527 | 0 | 480’575 | 2’708’953 |
| Langfristige Rückstellungen | 6’667’470 | 2’555’509 | 536’334 | 8’686’644 |
| Total Rückstellungen | 9’579’982 | 2’612’623 | 671’903 | 11’520’702 |
| Bei der Rückstellung Stilllegungskosten Gas handelt es sich um die künftige Verschliessung der Gasanschlüsse zu einzelnen Häusern mit dem Ziel, einzelne Gebäude vom Gasnetz zu trennen. Gesamthaft handelt es sich um 566 Gasverschliessungen. | ||||
9 Passive Rechnungsabgrenzung
Im Berichtsjahr wurden hauptsächlich die Herkunftsnachweise (Zertifikate) für Gas und Strom (CHF 420'000; Vorjahr CHF 1'223'000), die Abwasser- /Kehrichtgebühren des Monats Dezember und die Schmutzwassergebühren des 2. Halbjahres 2025 (CHF 737'000; Vorjahr CHF 0.00), die Netzzuschläge EnG (CHF 937'000; Vorjahr CHF 0.00) sowie die Energiefonds-Abgabe (CHF 341'000; Vorjahr CHF 924'000) und die Ausgleichsenergie des Monats Dezember (CHF 543'000; Vorjahr CHF 220'000) abgegrenzt. Zudem wurde eine Abgrenzung Poolkosten RWSG (CHF 543'000; Vorjahr CHF 70'000) vorgenommen. Insgesamt resultiert ein Betrag von CHF 4'081'229 (Vorjahr CHF 2'952'940) aus passiven Rechnungsabgrenzungen.
10 Verbindlichkeiten gegenüber Fonds
| Die ausgewiesenen Fonds stellen zweckgebundene Mittel dar, deren Verwendung abschliessend definiert ist. Die von den sgsw verwalteten Fonds werden in der Rechnung gesondert im Fremdkapital ausgewiesen. | ||||
| Bezeichnung | Saldo 01.01.2025 | Bildung | Auflösung | Saldo 31.12.2025 |
| in CHF | in CHF | in CHF | in CHF | |
| E-Fonds «Ökolog. Umbau Stromproduktion» | 2’818’242 | 0 | 1’360’000 | 1’458’242 |
| Fonds «Wasser-Rappen» | 72’657 | 34’338 | 55’000 | 51’995 |
| Total Fonds | 2’890’899 | 34’338 | 1’415’000 | 1’510’236 |
| Die Bildung des Fonds «Wasser-Rappen» wird über den Ertrag Wasser-Verkauf gebucht. Bei der Auflösung des Fonds «Wasser-Rappen» handelt es sich um vier Hilfsprojekte, bei denen drei mit je CHF 15’000 und eines mit CHF 10’000 unterstützt wurden. Beim Bezug des Fonds ökologischer Umbau Stromproduktion handelt es sich um die Realisierung eines zusätzlichen Blockheizkraftwerks (BHKW) in der Fernwärmezentrale (FWZ) Waldau, das mit einem einmaligen Betrag aus dem Fonds gefördert wurde. | ||||
11 Eigenkapitalnachweis
| E-Netz | G-Netz | Wasser | Energie | Wärme | Telecom | Total | |
| in CHF | in CHF | in CHF | in CHF | in CHF | in CHF | in CHF | |
| 01.01.2025 | 63’780’965 | 50’591’966 | 31’189’128 | 76’470’770 | −21’529’826 | −73’108’234 | 127’394’769 |
| Jahresergebnis | 8’909’021 | 3’120’808 | 1’655’103 | 14’183’574 | 1’880’196 | −22’913’008 | 6’835’693 |
| Ablieferung Stadt | −1’200’000 | −900’000 | 0 | −900’000 | 0 | 0 | −3’000’000 |
| 31.12.2025 | 71’489’986 | 52’812’774 | 32’844’231 | 89’754’344 | −19’649’630 | −96’021’242 | 131’230’462 |
12 Übriger betrieblicher Ertrag
| 2025 | 2024 | |
| in CHF | in CHF | |
| Ertrag öffentliche Beleuchtung | 2’623’660 | 2’783’513 |
| Ertrag Poolkosten RWSG | 2’439’642 | 2’544’485 |
| Übriger betrieblicher Ertrag | 1’047’892 | 1’794’576 |
| Ertrag Mahngebühren Kunden | 161’102 | 153’195 |
| Erträge aus FTTH-Vermietungen | 55’162 | 1’294’903 |
| Gewinn aus Verkauf Anlagen | 183’444 | 47’336 |
| 6’510’903 | 8’618’009 |
13 Übriger Betriebsaufwand
| 2025 | 2024 | |
| in CHF | in CHF | |
| Mieten Liegenschaften, Maschinen, Mobiliar, Fahrzeuge | −2’019’708 | −2’781’979 |
| Unterhalt Fahrzeuge, Maschinen, Mess- / Schaltapparate, EDV | −6’808’863 | −7’289’506 |
| Energie und Wasser Betrieb | −342’851 | −1’110’995 |
| Sachversicherungen und Gebühren | −831’617 | −950’055 |
| Sonstiger Betriebsaufwand | −335’677 | −607’289 |
| Verwaltungs- / Vertriebsaufwand | −4’000’877 | −5’483’569 |
| −14’339’593 | −18’223’392 |
14 Finanzergebnis
| 2025 | 2024 | |
| in CHF | in CHF | |
| Finanzaufwand | −7’981’590 | −6’271’571 |
| Finanzertrag | 3’405’148 | 3’334’322 |
| −4’576’442 | −2’937’249 | |
| In der Position «Finanzaufwand» ist hauptsächlich der Zinsaufwand des Darlehens der Stadt St.Gallen und die Wertberichtigung der Beteiligung an der Rechenzentrum Ostschweiz AG, in der Position «Finanzertrag» der Ertrag aus Finanzanlagen/Beteiligungen sowie die Zinsen aus den Deckungsdifferenzen (Netz E und Energie) enthalten. Im Berichts- und Vorjahr wurde der Zinsaufwand Deckungsdifferenz FIBU vom Finanzaufwand in den Finanzertrag umgegliedert. | ||
15 Ausserordentliches Ergebnis
| 2025 | 2024 | |
| in CHF | in CHF | |
| Ausserordentlicher Aufwand1 | −3’876’500 | −42’169 |
| Ausserordentlicher Ertrag2 | 1’227’873 | 15’028’161 |
| a.o. Abschreibungen Sachanlagen FIBU3 | −20’010’351 | −27’994 |
| Einlage in Rückstellung für künftige Verpflichtungen PK4 | −8’545 | −857’404 |
| Bezug aus Rückstellung für künftige Verpflichtungen PK4 | 374’288 | 0 |
| −22’293’236 | 14’100’594 | |
| 1 Aus dem Fonds «Wasser-Rappen» wurden vier Hilfsprojekte mit einer Gesamtsumme von CHF 55'000 unterstützt. Es handelt sich dabei um Projekte der Organisationen Verein Sauberes Wasser für das Volk, Verein Hopeland Ministry, Humanitäre Organisation Morija und Solidar Suisse. Die Bildung der Rückstellung Stilllegungskosten Gas für die künftigen Gasverschliessungen bis und mit dem Jahr 2024 (insgesamt 547 Verschliessungen) führte zu einem Aufwand von CHF 2'462'000. Zudem wurde die Realisierung eines zusätzlichen Blockheizkraftwerks (BHKW) in der Fernwärmezentrale (FWZ) Waldau mit einem einmaligen Betrag in der Höhe von CHF 1'360'000 aus dem Fonds ökologischer Umbau Stromproduktion gefördert. | ||
| 2 In dieser Position sind die Rückverteilung der CO2-Abgabe an Unternehmen sowie die wiedereingebrachten Forderungen aus vergangenen Jahren enthalten. Zudem enthält diese Position die erfolgswirksame Auflösung der passiven Deckungsdifferenzen (Nemo) der Jahre 2022 bis und mit 2024 (s.a. Anhang Nr. 7). In der Vergangenheit wurden die Über- und Unterdeckungen der Energie, welche aus der Grundversorgung resultierten, nur kalkulatorisch erfasst, gegenüber der Regulierungsbehörde (Elcom) deklariert und für die Preiskalkulation herangezogen. Im Geschäftsjahr 2024 wurde die Unterdeckung Energie aus dem Geschäftsjahr 2024 erstmals gebucht. Aus diesem Grund wurden die bis zum Jahr 2023 aufgelaufenen Unterdeckungen als ausserordentliche Einnahmen in der Höhe von CHF 14.9 Mio. erfasst. | ||
| 3 Die ausserordentlichen Abschreibungen resultieren vor allem aus Wertberichtigungen in der Höhe von CHF 20 Mio. in der Sparte Telecom. Die Erkenntnisse aus dem aktuell erarbeiteten Businessplan zeigten, dass die Werthaltigkeit des Anlagevermögens per Bilanzstichtag nicht mehr gegeben war. Im Vorjahr handelte es sich um ausserordentliche Abschreibungen aufgrund einer Anlage, die vor Erreichung der Nutzungsdauer abgeschrieben werden musste. | ||
| 4 Gemäss den Vorschriften der gültigen Rechnungslegung sind die Rückstellungen nach ihrem aktuellen Wert zu bilanzieren. Die effektive Verpflichtung gegenüber der Pensionskasse der Stadt St.Gallen per 31.12.2025 beträgt CHF 3'150'010. Nach Verbuchung aller Geschäftsfälle in der Höhe von CHF 106'286.80 führte dies im Berichtsjahr insgesamt zu einem Bezug im Umfang von CHF 365'742 (im Vorjahr Einlage von CHF 857'404). | ||
16 Betriebsfremdes Ergebnis
| 2025 | 2024 | |
| in CHF | in CHF | |
| Betriebsfremder Aufwand | −13’875 | −5’558 |
| Betriebsfremder Ertrag | 31’054 | 30’141 |
| 17’180 | 24’583 | |
| Die Position «Betriebsfremdes Ergebnis» beinhaltet die Aufwände und Erträge der nichtbetrieblichen Liegenschaften an der Speicherstrasse und an der Schönaustrasse in St.Gallen. | ||
Vollzeitstellen
Die Anzahl der Vollzeitstellen im Jahresdurchschnitt lag im Berichtsjahr sowie im Vorjahr über 250.
Nahestehende Personen
Als nahestehende Personen gelten für die St.Galler Stadtwerke die Stadt St.Gallen als Eignerin sowie alle Beteiligungen mit einem Anteil von mehr als 20 %. Die Transaktionen mit Nahestehenden umfassen den Leistungsaustausch im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit zwischen den St.Galler Stadtwerken und den ihnen nahestehenden Personen und Organisationen. Die Transaktionen werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.
| Forderungen | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
| in CHF | in CHF | |
| Stadt St.Gallen | 3’124’271 | 4’209’208 |
| SN Energie AG | 28’426 | 96’508 |
| RWSG Regionale Wasserversorgung St.Gallen AG | 270’217 | 439’167 |
| Kraftwerk Burentobel AG | 214 | 89 |
| Swiss Fibre Net AG | 292’957 | 456’966 |
| Rechenzentrum Ostschweiz AG | 14’728 | 0 |
| energienetz GSG AG | 56’165 | 61’845 |
| Energieagentur St.Gallen GmbH | 435 | 1’456 |
| 3’787’411 | 5’265’239 |
| Verbindlichkeiten | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
| in CHF | in CHF | |
| Stadt St.Gallen | −352’368’318 | −349’005’163 |
| SN Energie AG | −4’319’993 | −6’056’215 |
| RWSG Regionale Wasserversorgung St.Gallen AG | −2’874’787 | −2’891’897 |
| Swiss Fibre Net AG | −33’255 | −93’147 |
| energienetz GSG AG | −149’578 | −157’169 |
| −359’745’932 | −358’203’592 |
Nicht bilanzierte Leasingverbindlichkeiten
Per 31.12.2025 bestanden keine offenen oder noch nicht geschuldeten Leasingverbindlichkeiten.
| Verbindlichkeiten gegenüber Vorsorgeeinrichtungen | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
| in CHF | in CHF | |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber der Personalvorsorgeeinrichtung innerhalb der Position «Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten» | 0 | 701’076 |
Garantieverbindlichkeiten
Per 31.12.2025 bestanden keine Garantieverbindlichkeiten gegenüber Dritten.
Eventualverbindlichkeiten
Gemäss Ankündigung der ESTV wird bis spätestens Ende des Jahres 2026 eine MWST-Prüfung durch die Steuerbehörden vorgenommen. Dies betrifft jeweils die letzten 5 Geschäftsjahre. Es besteht eine mögliche Verpflichtung zu einer Nachzahlung. Die endgültige Höhe und Fälligkeit der möglichen Nachzahlung hängt von den Resultaten der MWST-Behörde ab. Da derzeit keine verlässliche Schätzung oder eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine Zahlungsverpflichtung vorliegt, wird keine Rückstellung gebildet. Bei den künftigen Gasverschliessungen bestehen aufgrund von unterschiedlichen vertraglichen Bedingungen Unsicherheiten betreffend Kostenübernahme und der genauen, künftigen Anzahl an vorzunehmenden Verschliessungen. Derzeit ist keine verlässliche Schätzung oder Wahrscheinlichkeit für eine Zahlungsverpflichtung gegeben.
| Gesamtbetrag der aufgelösten Stillen Reserven | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
| in CHF | in CHF | |
| Gesamtsumme der aufgelösten Stillen Reserven | 0 | 5’534’000 |
Die Auflösung resultiert aus dem Unterschied zwischen betriebswirtschaftlichen und finanzbuchhalterischen Abschreibungen auf den Sachanlagen.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Es sind keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag bekannt, welche wesentlichen Einfluss auf die Jahresrechnung haben.
Bericht der Revisionsstelle an die Geschäftsprüfungskommission des Stadtparlamentes St.Gallen
Bericht zur Prüfung der Jahresrechnung
Prüfungsurteil
Wir haben die Jahresrechnung der St.Galler Stadtwerke – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2025, der Erfolgsrechnung und der Geldflussrechnung für das dann endende Jahr sowie dem Anhang, einschliesslich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden – geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht die beigefügte Jahresrechnung dem schweizerischen Gesetz.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den Schweizer Standards zur Abschlussprüfung (SA-CH) durchgeführt. Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt «Verantwortlichkeiten der Revisionsstelle für die Prüfung der Jahresrechnung» unseres Berichts weitergehend beschrieben. Wir sind von den St.Galler Stadtwerken unabhängig im Sinne des Reglements über die Finanzkontrolle, und wir haben unsere sonstigen beruflichen Verhaltenspflichten in Übereinstimmung mit den Anforderungen des Berufsstands erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als eine Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Sonstige Informationen
Der Stadtrat ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die im Geschäftsbericht enthaltenen Informationen, aber nicht die Jahresrechnung und unseren dazugehörigen Bericht.
Unser Prüfungsurteil zur Jahresrechnung erstreckt sich nicht auf die sonstigen Informationen, und wir bringen keinerlei Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu zum Ausdruck.
Im Zusammenhang mit unserer Abschlussprüfung haben wir die Verantwortlichkeit, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zur Jahresrechnung oder unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortlichkeiten des Stadtrates für die Jahresrechnung
Der Stadtrat ist verantwortlich für die Aufstellung einer Jahresrechnung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und für die internen Kontrollen, die der Stadtrat als notwendig feststellt, um die Aufstellung einer Jahresrechnung zu ermöglichen, die frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung der Jahresrechnung ist der Stadtrat dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Stadtwerke zur Fortführung der Geschäftstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Geschäftstätigkeit – sofern zutreffend – anzugeben sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Geschäftstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die zuständigen politischen Organe beabsichtigen, entweder die Stadtwerke zu liquidieren oder Geschäftstätigkeiten einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.
Verantwortlichkeiten der Revisionsstelle für die Prüfung der Jahresrechnung
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die Jahresrechnung als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bericht abzugeben, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Mass an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit den SA-CH durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich gewürdigt, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieser Jahresrechnung getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Eine weitergehende Beschreibung unserer Verantwortlichkeiten für die Prüfung der Jahresrechnung befindet sich auf der Webseite von EXPERTsuisse: expertsuisse.ch/wirtschaftspruefung-revisionsbericht. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Berichts.
Bericht zu sonstigen gesetzlichen und anderen rechtlichen Anforderungen
Aufgrund unserer Prüfung gemäss Art. 32 Abs. 1 lit. c der Verordnung über den Finanzhaushalt der Gemeinden (FHGV; sGS 151.53) bestätigen wir, dass ein gemäss den Vorgaben des Stadtrates ausgestaltetes Internes Kontrollsystem für die Aufstellung der Jahresrechnung vorhanden ist.
Wir empfehlen, dem Parlament Antrag auf Genehmigung der Jahresrechnung zu stellen.
Finanzkontrolle der Stadt St.Gallen
Marc Müntener
Revisionsexperte, Leitender Revisor
Daniel lnauen Revisionsexperte
St.Gallen, 21. April 2026
Stadt St.Gallen
St.Galler Stadtwerke
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CH-9001 St.Gallen
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